Judith Hermann in Bonn: Lesung aus Ich möchte zurückgehen in der Zeit


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Ein literarischer Abend zwischen Erinnerung, Schweigen und Familiengeschichte
Wenn Judith Hermann am 5. Mai 2026 im Haus der Geschichte in Bonn aus Ich möchte zurückgehen in der Zeit liest, verspricht der Abend mehr als eine klassische Lesung: Er wird zur Autor-Begegnung mit einer der wichtigsten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Hermann folgt in ihrem neuen Buch den Spuren des Großvaters, dessen Vergangenheit sie mit erzählerischer Genauigkeit und großer sprachlicher Sensibilität auslotet. So entsteht ein literarisches Erlebnis, das die Frage nach Herkunft, Verdrängung und Erinnerung ins Zentrum rückt.
Judith Hermann und die Kunst des genauen Hinsehens
Judith Hermann wurde 1970 in Berlin geboren und ist seit ihrem Debüt Sommerhaus, später eine prägende Figur der literarischen Gegenwart. Ihre Bücher sind bekannt für ihren reduzierten Stil, den besonderen Sound und die poetische Verdichtung des Alltäglichen. Der Verlag beschreibt, wie Hermann in Zwischen- und Untertönen das Verdrängte und die Leerstellen unserer Gesellschaft sichtbar macht. Genau daraus bezieht auch dieser neue Text seine Spannung: aus der Balance zwischen persönlicher Erinnerung und historischer Last.
Das neue Buch: Erinnerung als literarische Form
Ich möchte zurückgehen in der Zeit kreist um die Familiengeschichte der Autorin und um die Frage, was von Generation zu Generation weitergegeben wird. Im Zentrum steht der Großvater, der während des Zweiten Weltkriegs für die SS im polnischen Radom stationiert war. Hermann verknüpft diese Spur mit Reisen nach Polen und weiter nach Neapel und erschließt so ein Thema, das im kulturellen Diskurs von großer Bedeutung bleibt: Wie erzählt man über Schuld, Schweigen und die brüchigen Archive familiärer Erinnerung?
Lesung in der besonderen Atmosphäre des Haus der Geschichte
Das Haus der Geschichte bietet für diesen Abend einen passenden Rahmen. Der Ort ist weit über Bonn hinaus als Raum historischer Selbstvergewisserung bekannt. Besucherinnen und Besucher erreichen das Museum an der Museumsmeile in der Willy-Brandt-Allee 14. Der Veranstaltungsort ist barrierearm zugänglich, mit Aufzügen und weitgehend rollstuhlgerechten Räumen. Für die Anreise empfiehlt sich der öffentliche Nahverkehr über die Haltestelle Heussallee/Museumsmeile; auch Parkmöglichkeiten sind an der Museumsmeile vorhanden. Die Atmosphäre verbindet kulturelle Bildung, politische Geschichte und die intime Konzentration einer Lesung.
Warum sich dieser Abend lohnt
Diese Lesung richtet sich an Leserinnen und Leser, die literarische Qualität nicht nur im Stoff, sondern in der Sprache suchen. Judith Hermann steht für Prosa mit großer psychologischer Dichte, für Narrative, die aus kleinen Beobachtungen große Fragen entwickeln. Wer ihr zuhört, erlebt nicht bloß eine Buchvorstellung, sondern eine präzise, ruhige und zugleich intensive Autor-Begegnung. Das Ergebnis ist ein Abend, der zum Nachdenken anregt und die Gegenwartsliteratur von ihrer feinsten Seite zeigt.
Fazit: In Bonn erwartet das Publikum eine anspruchsvolle Lesung mit historischer Tiefe, poetischer Sprachkunst und großer Gegenwartsrelevanz. Wer Judith Hermann live erleben möchte, sollte sich diesen Termin im Mai 2026 vormerken und den literarischen Abend im Haus der Geschichte nicht verpassen.
Offizielle Kanäle von Judith Hermann:
- Instagram: Kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: Kein offizielles Profil gefunden
- Website: http://www.judithhermann.de
- Verlag: https://www.fischerverlage.de/autor/judith-hermann-1000375










