Bartleby, der Schreiber im Schauspielhaus-Foyer: Bonner Theaterabend voller stiller Sprengkraft


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Bartleby, der Schreiber im Schauspielhaus-Foyer: leise Verweigerung, große Spannung
Mit Bartleby, der Schreiber bringt das Theater Bonn eine kluge, gegenwärtige und fein geschnittene Bühnenfassung nach Hermann Melville auf die Foyerbühne des Schauspielhauses. Die Premiere am 6. Oktober 2026 um 19:30 Uhr setzt auf die Konzentration des kleinen Raums, in dem jede Pause, jeder Blick und jede Verweigerung unmittelbar spürbar wird. ([theater-bonn.de](https://www.theater-bonn.de/de/programm/bartleby-the-scrivener/245667))
Ein Klassiker als Gegenwartsstück
Melvilles Erzählung ist längst mehr als Literaturgeschichte: Sie erzählt von Arbeit, Leistungsdruck und dem stillen Aufstand gegen eine Ordnung, die Verfügbarkeit verlangt. Das Theater Bonn beschreibt die Produktion als ebenso komisch wie verstörend und als Porträt eines passiven Widerstands mit revolutionärer Sprengkraft. Genau darin liegt ihre heutige Wucht. ([theater-bonn.de](https://www.theater-bonn.de/de/programm/bartleby-the-scrivener/245667))
Foyerbühne statt Distanz
Im Schauspielhaus-Foyer entsteht ein Bühnenerlebnis, das Nähe nicht nur behauptet, sondern erzwingt. Die reduzierte Theateratmosphäre schärft Akustik, Mimik und Rhythmus. Aus einem scheinbar unscheinbaren Arbeitszimmer wird ein seelisches Labor, in dem die Dramaturgie auf kleinste Verschiebungen reagiert. Die Foyerbühne passt ideal zu diesem Stoff: Hier wird aus Zurückhaltung Spannung, aus Stille ein Ereignis. ([theater-bonn.de](https://www.theater-bonn.de/de/programm/bartleby-the-scrivener/245667))
Regiedebüt mit Bonn-DNA
Mit René Fiegen debütiert ein mit dem Haus vertrauter Theatermacher als Regisseur in einer eigenen Bühnenfassung. Seine Bonner Erfahrung als Regieassistent und Inspizient verleiht dem Projekt sichtbar Genauigkeit im Timing und Gespür für die Spielstätte. Die Inszenierung verbindet literarische Präzision mit dem Blick für die soziale Reibung des Stücks. ([theater-bonn.de](https://www.theater-bonn.de/de/programm/bartleby-the-scrivener/245667))
Spiel mit Widerspruch und Komik
Die Figur Bartleby bleibt rätselhaft, hartnäckig und zugleich berührend. Das Ensemble um Imke Siebert, Timo Kählert und Jacob Z. Eckstein trägt diese Spannung auf die Bühne und macht aus dem berühmten Nein eine vielschichtige, menschliche Zumutung. Gerade in der Mischung aus Komik, Unruhe und Beklemmung liegt die besondere Publikumswirkung dieses Theaterabends. ([theater-bonn.de](https://www.theater-bonn.de/de/programm/bartleby-the-scrivener/245667))
Was das Publikum erwartet
Bartleby, der Schreiber verspricht ein konzentriertes, intelligentes und emotional präzises Theatererlebnis, das den Klassiker als Gegenwartsdiagnose lesbar macht. Wer Literaturadaption, Schauspielkunst und fein austarierte Inszenierung schätzt, erlebt hier einen Abend, der lange nachhallt. Live im Schauspielhaus-Foyer entfaltet dieses Stück seine ganze stille Wucht. ([theater-bonn.de](https://www.theater-bonn.de/de/programm/bartleby-the-scrivener/245667))
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