„Zeitreise“ im Haus an der Redoute: Kunst zwischen Vergangenheit und Zukunft


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„Zeitreise“: Kunst zwischen Erinnerung und Zukunft
Im Haus an der Redoute lädt die GEDOK Bonn zu einer vielgestaltigen Ausstellung über die menschliche Vorstellung von Zeitreisen ein. Vom 29. Oktober bis zum 6. Dezember 2026 begegnen Besucherinnen und Besucher künstlerischen Positionen, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verschränken.
Zwischen Vergangenheit und Zukunft
Die Ausstellung setzt bei einer elementaren menschlichen Sehnsucht an: der Möglichkeit, die Zeit zu verlassen und in andere Wirklichkeiten einzutreten. Der Blick zurück führt zu persönlichen Erinnerungen, historischen Erfahrungen und vertrauten Erzählungen. Der Blick nach vorn öffnet dagegen einen Raum des Ungewissen, der Hoffnung, aber auch der Ambivalenz.
Die Künstlerinnen der GEDOK Bonn nähern sich diesem Thema aus unterschiedlichen Perspektiven. Ihre Arbeiten fragen danach, wie Zeit erlebt, gespeichert, erinnert und imaginiert wird. Dabei entsteht eine ästhetische Erfahrung, die nicht nur betrachtet, sondern auch innerlich weitergedacht werden möchte.
Malerei, Zeichnung, Fotografie und Installation
Die Kuratierung vereint ein breites Spektrum der bildenden Kunst: Malerei, Zeichnung, Grafik, Fotografie, Video, Installation und Skulptur. Unterschiedliche Materialien, Formen und Bildsprachen machen die Ausstellung zu einem vielseitigen Kunsterlebnis. Jede Arbeit entwickelt ihren eigenen Zugang zur Zeitreise und erweitert damit den gedanklichen Horizont des Themas.
Zu den präsentierten Motiven gehören unter anderem familiäre und gesellschaftliche Beziehungen, Erinnerungsbilder sowie Visionen des Aufbruchs. Die Arbeit Vater, Mutter, Kind von Helga Thomas-Berke verweist auf biografische Nähe und zwischenmenschliche Zeiträume. Birgit Brandt-Siefarts Skulptur Zeitreisender im Aufbruch übersetzt die Bewegung durch die Zeit in eine plastische Form.
Ein Ausstellungsraum voller Perspektivwechsel
Die Ausstellungsatmosphäre lebt vom Wechsel zwischen stiller Werkbetrachtung und überraschenden Bildideen. Fotografische und grafische Arbeiten verdichten Augenblicke, während Videoarbeiten und Installationen Zeit als Prozess, Bewegung oder Erinnerung erfahrbar machen. Skulpturen setzen dem flüchtigen Gedanken eine körperliche Präsenz entgegen.
Kunsthistorisch berührt die Ausstellung zentrale Themen der Moderne und Gegenwartskunst: das Verhältnis von Wirklichkeit und Vorstellung, die Konstruktion persönlicher Erinnerung sowie die Frage, wie Bilder Zukunft entwerfen. Literarische und filmische Vorstellungen von Zeitreisen bilden dabei einen kulturellen Resonanzraum, ohne die künstlerischen Arbeiten auf eine einzige Deutung festzulegen.
Kulturelle Bildung durch offene Fragen
„Zeitreise“ eignet sich besonders für eine neugierige, offene Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst. Die Ausstellung lädt dazu ein, eigene Erinnerungen zu aktivieren, Zukunftsbilder zu entwickeln und über die Wirkung von Medien und Materialien nachzudenken. So verbindet sie kunsthistorisches Interesse mit persönlicher Reflexion und kultureller Bildung.
Das Fazit: Besucherinnen und Besucher erwartet eine abwechslungsreiche Ausstellung mit Malerei, Zeichnung, Grafik, Fotografie, Video, Installation und Skulptur. „Zeitreise“ eröffnet im Haus an der Redoute einen anregenden Dialog zwischen Vergangenheit und Zukunft. Wer Kunst als sinnliche, geistige und persönliche Erfahrung erleben möchte, sollte diese Ausstellung unbedingt live besuchen.
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