Aki Inomata: Mit-Werden im Kunstmuseum Bonn

Event: Aki Inomata: Mit-werden. in Kunstmuseum Bonn on 29. April 2026

Datum und Uhrzeit

29. April 2026 19:00 Uhr

Veranstaltungsort

Kunstmuseum Bonn Museumsmeile
Helmut-Kohl-Allee 2, 53113 Bonn, Deutschland

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Über diese Veranstaltung

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Aki Inomata im Kunstmuseum Bonn: Wenn Kunst mit anderen Lebewesen denkt

Mit Mit-Werden zeigt das Kunstmuseum Bonn ab dem 30. April 2026 die erste Präsentation von AKI INOMATA in einem Museum in Deutschland. Die in Tokio lebende Künstlerin verbindet Installation, Video und konzeptuelle Kunst zu einem Kunsterlebnis, das Fragen nach Heimat, Wandel, Natur und technologischer Formensprache neu auflädt.

Eine Ausstellung zwischen Empathie und Evolution

INOMATA arbeitet mit nicht-menschlichen Organismen und macht aus Zusammenarbeit eine ästhetische Erfahrung von seltener Intensität. Ihre Werke öffnen den Blick auf das Verhältnis von Mensch, Tier und Technologie. Im Mittelpunkt steht nicht die bloße Beobachtung, sondern ein echtes Mitdenken mit anderen Lebensformen. Das Ergebnis ist eine Ausstellung, die wissenschaftliche Neugier, poetische Bildkraft und kunsthistorische Reflexion verbindet.

Schneckenhäuser, Städte und die Frage nach dem Zuhause

Besonders prägnant erscheint die seit 2009 entwickelte Serie Why Not Hand Over a Shelter to Hermit Crabs?. 3D-gedruckte Schneckenhäuser tragen Stadtmodelle auf ihrer Oberfläche und werden von Einsiedlerkrebsen genutzt. Diese Werkbetrachtung verweist auf Migration, Vertreibung und die fragile Bedeutung von Heimat. Zugleich entfaltet sich eine stille, geradezu skulpturale Poesie, die den Ausstellungsraum in eine Zone konzentrierter Wahrnehmung verwandelt.

Ammoniten, Oktopusse und die Tiefe der Zeit

In Think Evolution #1: Kiku-ishi (Ammonite) trifft Fossil auf Gegenwart. INOMATA rekonstruiert eine Ammonitenschale und inszeniert die Begegnung mit einem Kraken als Dialog über Millionen Jahre Evolution. Die Arbeit verbindet Video, Biologie und Formbewusstsein zu einer meditativen Installation, die das Museum als Ort kultureller Bildung neu erfahrbar macht.

Geld, Perlmutt und die Ambivalenz von Wert

Memory of Currency führt die Betrachtung vom Organischen ins Ökonomische. Muscheln umschließen Porträts, die von Geldscheinen bekannt sind, und verwandeln Währung in eine naturhafte Metapher. Die Serie stellt die paradoxe Nähe von Ware, Symbol und Lebewesen heraus. Genau hier gewinnt die Ausstellung ihre besondere Autorität: Sie zeigt, wie zeitgenössische Kunst gesellschaftliche Ordnungen sichtbar macht, ohne ihre poetische Spannung zu verlieren.

Kuratorischer Raum mit starker Resonanz

Das Kunstmuseum Bonn bringt diese Arbeiten in einen Sammlungsraum und eröffnet damit eine dichte Ausstellungsatmosphäre. Die Präsentation ist Teil des Programms des Hauses und wird von der metis Stiftung sowie der MAHO KUBOTA GALLERY unterstützt. Für Besucherinnen und Besucher entsteht ein Rundgang, der Forschung, Wahrnehmung und Emotionalität zu einem eindrucksvollen Kunsterlebnis verschränkt.

Fazit

Mit-Werden verspricht eine Ausstellung von großer gedanklicher Klarheit und sinnlicher Tiefe. Wer zeitgenössische Kunst, Installationskunst und Arbeiten an der Schnittstelle von Natur und Technologie schätzt, findet hier einen der spannendsten Termine des Frühjahrs in Bonn. Ein Besuch lohnt sich unbedingt – für neue Perspektiven auf das Leben im gemeinsamen Werden.

Offizielle Kanäle von Aki Inomata:

Quellen:

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