Holocaust und Zwangsarbeit in Galizien: Erinnerung in der Namen-Jesu-Kirche


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Eine Geschichte von Vernichtung und Überleben: Holocaust und Zwangsarbeit in Galizien
Die Ausstellung in der Namen-Jesu-Kirche widmet sich der Geschichte der jüdischen Bevölkerung im galizischen Erdölgebiet während der deutschen Besatzung. Sie erzählt von Entrechtung, Ghettos, Deportationen und Zwangsarbeit ebenso wie von Überlebensstrategien und mutigen Rettungsversuchen. Die Eröffnung findet am Sonntag, 8. November 2026, um 11:30 Uhr statt.
Historischer Raum zwischen Vielfalt und Verfolgung
Galizien war vor dem Zweiten Weltkrieg eine multiethnisch geprägte Region, in der mehr als 500.000 Jüdinnen und Juden lebten. Nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion im Juni 1941 wurde der östliche Teil besetzt und als Distrikt Galizien organisiert. Die Ausstellung macht sichtbar, wie die nationalsozialistische Besatzungspolitik eine gewachsene Gesellschaft zerstörte.
Vernichtung, Zwangsarbeit und Überleben
Fotografien, Dokumente und biografische Zeugnisse führen durch die Stationen der Verfolgung: Pogrome, die Errichtung von Ghettos, Deportationen in das Vernichtungslager Bełżec und die Ausbeutung jüdischer Arbeitskräfte in Lagern und Betrieben. Zwangsarbeit erscheint dabei als Bestandteil der Vernichtungspolitik, zugleich aber auch als zeitlich begrenzte Möglichkeit, einzelnen Menschen der unmittelbaren Deportation zu entgehen.
Biografische Perspektiven auf die Shoah
Im Mittelpunkt steht unter anderem das Schicksal des Holocaust-Überlebenden Józef Lipman und seiner Familie. Die Ausstellung richtet den Blick außerdem auf Berthold und Else Beitz sowie Donata und Eberhard Helmrich, die verfolgten Menschen halfen. Berthold Beitz wurde später von Yad Vashem als Gerechter unter den Völkern geehrt.
Eröffnung mit Vortrag und Musik
Die Eröffnungsveranstaltung verbindet historische Einordnung, musikalische Gestaltung und persönliche Reflexion. Berthold Wicke übernimmt die musikalische Umrahmung; den Vortrag zur Ausstellung hält Prof. Dr. Katja Makhotina. Dadurch entsteht ein konzentrierter Zugang zu einer Ausstellung, die historische Forschung, Erinnerungskultur und kulturelle Bildung miteinander verbindet.
Ein Ort für Erinnerung und ästhetische Erfahrung
Die Namen-Jesu-Kirche verleiht der Präsentation eine besondere Raumwirkung. Zwischen sakraler Architektur, stillen Bildzeugnissen und dokumentarischen Materialien entsteht eine Ausstellungsatmosphäre, die zur Werkbetrachtung und zur persönlichen Auseinandersetzung einlädt. Das Kunsterlebnis liegt hier nicht in dekorativer Schönheit, sondern in der eindringlichen Begegnung mit Quellen, Gesichtern und Lebensgeschichten.
Die Ausstellung erwartet ihre Besucherinnen und Besucher als anspruchsvolle historische Dokumentation und als Ort des Gedenkens. Wer die Geschichte des Holocaust, der Zwangsarbeit und des Überlebens in Galizien verstehen möchte, findet in Bonn einen wichtigen Raum für Erkenntnis, Empathie und ästhetische Erfahrung. Ein Besuch der Ausstellung bereichert die kulturelle Bildung und setzt ein bewusstes Zeichen gegen das Vergessen.
Offizielle Kanäle von Namen-Jesu-Kirche und Veranstalter:
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- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://www.namenjesukirche.de/termine/kunst-und-kultur/










