Liquid Archive im Global Heritage Lab: Jasmine Togo-Brisby in Bonn


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Liquid Archive: Eine Ausstellung über Erinnerung, Wasser und koloniale Spuren
Mit Liquid Archive zeigt das Global Heritage Lab in Bonn ab dem 17. Juni 2026 eine Ausstellung von großer poetischer und historischer Dichte. Im Zentrum steht die Kunst von Jasmine Togo-Brisby, deren Arbeiten sich mit Erinnerung, familiärer Überlieferung und den bis heute wirkenden Folgen von blackbirding und plantation economies auseinandersetzen. Die Präsentation ist Teil des Forschungs- und Ausstellungsprojekts zu kolonialen Verflechtungen, Pflanzenwissen und globalen Erinnerungskulturen. ([globalheritagelab.org](https://globalheritagelab.org/))
Wasser als Speicher von Geschichte
Der Ausstellungstitel Liquid Archive verweist auf Wasser nicht nur als Naturmotiv, sondern als Träger von Trauma, Widerstand und Fürsorge. Togo-Brisbys Videoarbeit Mother Tongue zeigt die Künstlerin mit Mutter und Tochter an den Überresten des Schiffs Don Juan, das mit menschenverachtenden Verschleppungs- und Ausbeutungsstrukturen des 19. Jahrhunderts verbunden ist. So entsteht ein Kunsterlebnis, das persönliche Biografie und globale Gewaltgeschichte eng verschränkt. ([aucklandartgallery.com](https://www.aucklandartgallery.com/explore-art-and-ideas/artwork/38719/mother-tongue))
Familiengeschichte als künstlerische Werkbetrachtung
Jasmine Togo-Brisby, geboren 1982, ist eine vierte Generation australischer South Sea Islander mit Wurzeln in Ambae und Santo in Vanuatu. Ihre Praxis verbindet Fotografie, Video, Skulptur und Installation zu einer bildmächtigen Auseinandersetzung mit Erinnerung, Verlust und kultureller Resilienz. Wiederkehrende Motive wie Schiffe, Zucker, Crows und Plantagenräume verleihen ihren Arbeiten eine starke kunsthistorische und symbolische Tiefe. ([aucklandartgallery.com](https://www.aucklandartgallery.com/explore-art-and-ideas/artwork/38719/mother-tongue))
Das Global Heritage Lab als Lern- und Begegnungsraum
Das Global Heritage Lab der Universität Bonn versteht sich als transdisziplinäres Labor für kritische Museums- und Heritage-Forschung. Die Ausstellung fügt sich in einen Kontext ein, der Kunst, Wissenschaft und Stadtgesellschaft zusammenführt und Besucherinnen und Besucher zu einer ästhetischen Erfahrung zwischen Gegenwart und kolonialer Geschichte einlädt. Die Präsentation in P26 an der Poststraße 26 öffnet sich damit bewusst einem Publikum, das Kunst nicht nur betrachten, sondern im kulturellen Zusammenhang lesen möchte. ([globalheritagelab.org](https://globalheritagelab.org/))
Besuch, Führung und praktische Orientierung
Das Ausstellungsformat richtet sich an Kunstinteressierte, Studierende und kulturhistorisch neugierige Besucherinnen und Besucher. Geöffnet ist der Ausstellungsraum mittwochs bis sonntags von 14 bis 18 Uhr. Regulär kostet der Eintritt 4,50 Euro, ermäßigt 2,50 Euro; Studierende der Universität Bonn erhalten freien Eintritt. Führungen lassen sich per E-Mail anfragen. ([globalheritagelab.org](https://globalheritagelab.org/information-for-visitors/))
Fazit: Liquid Archive verspricht eine eindringliche Begegnung mit Gegenwartskunst, kolonialer Erinnerung und poetischer Bildsprache. Wer sich für Kunst, Museumsarbeit und postkoloniale Perspektiven interessiert, sollte diese Ausstellung in Bonn live erleben. ([globalheritagelab.org](https://globalheritagelab.org/))
Offizielle Kanäle von Jasmine Togo-Brisby:
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