Gedenkveranstaltung in Bonn: Gemeinsam erinnern, Verantwortung zeigen

Event: Gedenkveranstaltung der Stadt Bonn zum 88. Jahrestag des Novemberpogroms in Opernhaus Bonn, Foyer des Opernhauses, anschließend Synagogen-Mahnmal am Moses-Hess-Ufer on 10. November 2026

Datum und Uhrzeit

10. November 2026 16:00 Uhr

Veranstaltungsort

Opernhaus
Opernhaus, Am Boeselagerhof 1, 53111 Bonn, Germany

Über diese Veranstaltung

Kirche & GemeinschaftSonstige Veranstaltungen

Stimmung

Sonstige

Veranstaltungsorttyp

Im Freien

Erinnern, innehalten und ein Zeichen gegen Antisemitismus setzen

Am Dienstag, 10. November 2026, erinnert die Stadt Bonn an die Pogrome vom November 1938 und an die jüdischen Menschen, die damals verfolgt, entrechtet und ermordet wurden. Die Gedenkveranstaltung verbindet Musik, Worte des Erinnerns und ein gemeinsames Zeichen für Solidarität mit den Jüdinnen und Juden, die heute in Bonn leben.

Gedenkkonzert im Foyer des Opernhauses

Der Nachmittag beginnt um 16 Uhr im Foyer des Opernhauses Bonn. Die Sopranistin Valerie Haunz und der Gitarrist Christian Kiefer präsentieren den Liederzyklus Seidenkoffer von Leon Zmelty nach Gedichten der Lyrikerin, Autorin und Übersetzerin Rose Ausländer. Ihre Lebensgeschichte ist eng mit der Erinnerung an die Schoah verbunden: Rose Ausländer wurde 1901 in Czernowitz geboren, überlebte das Ghetto und ein Versteck in ihrer Heimatstadt und starb 1988 in Düsseldorf.

Die musikalische Gestaltung schafft einen konzentrierten Raum für Erinnerung und Reflexion. In der Atmosphäre des Opernhaus-Foyers steht nicht die laute Inszenierung, sondern das bewusste Zuhören im Mittelpunkt.

Gedenken am Synagogen-Mahnmal

Um 17 Uhr wird die Veranstaltung am Synagogen-Mahnmal am Moses-Hess-Ufer fortgesetzt. Dort sprechen Oberbürgermeister Guido Déus und Jakov Barasch, Vorsitzender der Synagogengemeinde Bonn. Im Mittelpunkt stehen das Gedenken an die Opfer der Schoah, das Entzünden von Lichtern und das Gedenkgebet El Male Rachamim.

Musikalisch begleitet Matthias Höhn die Gedenkfeier. Die Moderation übernimmt Astrid Mehmel von der Gedenkstätte und dem NS-Dokumentationszentrum Bonn. Der Wechsel vom Opernhaus zum Mahnmal führt die Teilnehmenden symbolisch vom geschützten Veranstaltungsraum an einen öffentlichen Ort des Erinnerns.

Historischer Anlass und Bonner Verantwortung

Am Vormittag des 10. November 1938 brannten die Synagogen in Bonn, Poppelsdorf, Beuel, Bad Godesberg und Mehlem. Die Gedenkveranstaltung macht diese lokale Geschichte sichtbar und ordnet sie in die nationalsozialistische Verfolgung jüdischer Menschen ein.

Getragen wird das Gedenken von einer Initiative zahlreicher Bonner Institutionen und zivilgesellschaftlicher Organisationen. Dazu gehören unter anderem die Gedenkstätte und das NS-Dokumentationszentrum Bonn, die Synagogengemeinde Bonn, die Deutsch-Israelische Gesellschaft, die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, die Volkshochschule Bonn und das Theater Bonn. Diese breite Zusammenarbeit steht für eine verantwortungsvolle Veranstaltungsplanung und eine klare Zielgruppenansprache: Das Gedenken richtet sich an alle Menschen, die Geschichte bewusst erinnern und sich gegen Antisemitismus positionieren möchten.

Ein Veranstaltungserlebnis mit bleibender Bedeutung

Die Kombination aus Konzert, Ansprachen, Lichtzeremonie und Gebet schafft eine dichte Event-Atmosphäre. Besucherinnen und Besucher erwartet kein gewöhnlicher Kulturtermin, sondern ein gemeinsames Veranstaltungserlebnis mit historischer Tiefe, musikalischer Sensibilität und persönlicher Beteiligung.

Der Einlass beginnt um 15:30 Uhr. Die Gedenkveranstaltung dauert bis etwa 18 Uhr. Wer teilnehmen möchte, erlebt einen Nachmittag, der Bonner Stadtgeschichte, jüdisches Leben und die Verantwortung der Gegenwart miteinander verbindet.

Fazit

Die Gedenkveranstaltung der Stadt Bonn lädt dazu ein, den Opfern des Novemberpogroms von 1938 mit Musik, Worten und sichtbarer Anteilnahme zu begegnen. Erleben Sie das Gedenken im Opernhaus und am Synagogen-Mahnmal und setzen Sie gemeinsam mit der Bonner Stadtgesellschaft ein Zeichen für Erinnerung, Solidarität und gegen Antisemitismus.

Offizielle Kanäle von Gedenkstätte und NS-Dokumentationszentrum Bonn:

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Quellen:

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