Mausoleum von Carstanjen
(107 Bewertungen)

Auerhofstraße 9, Bonn-Bad Godesberg

Auerhofstraße 9, 53175 Bonn, Germany

Mausoleum von Carstanjen | Kosten & Anfahrt

Das Mausoleum von Carstanjen gehört zu den ungewöhnlichsten Orten in Bonn-Bad Godesberg, weil hier Architektur, Familiengeschichte und heutige Bestattungskultur in einer einzigen Anlage zusammenkommen. Der klassizistische Kuppelbau liegt direkt am Rhein, eingebettet in einen Park mit freiem Blick auf das Wasser, und wirkt zugleich repräsentativ und still. Anders als ein gewöhnliches Denkmal ist das Mausoleum kein reiner Ausstellungsraum, sondern eine aktive christliche Urnenbegräbnisstätte, die seit 2007 von der kirchlichen Seite geführt wird. Wer sich für Kosten, Anfahrt, Öffnungszeiten oder einen virtuellen Rundgang interessiert, sucht also nicht nur nach einem historischen Gebäude, sondern nach einem Ort, an dem Erinnerung sichtbar gepflegt wird. Genau diese Doppelrolle macht die Anlage so spannend: Sie ist ein Zeugnis des rheinischen Fin de siècle und zugleich ein Ort, an dem heutige Familien würdevoll Abschied nehmen können. Dass der Park offen zugänglich ist, das Gebäude selbst aber nur bei Beisetzungen und Gedenkfeiern geöffnet wird, prägt die Atmosphäre des gesamten Ensembles und erklärt, warum das Mausoleum für viele Besucher ein stiller, aber eindrucksvoller Punkt am Rhein ist. ([katholisch-in-godesberg.de](https://www.katholisch-in-godesberg.de/export/sites/bad-godesberg/.galleries/Plakate/Sonstiges/Broschuere-ueber-das-Mausoleum_2024_web.pdf))

Geschichte und Architektur des Mausoleums von Carstanjen

Die Geschichte des Mausoleums beginnt mit Adolf Carstanjen, der 1881 das Ackergelände in der Plittersdorfer Aue erwarb und den dortigen Auerhof schon kurz darauf zu einem repräsentativen Anwesen umbauen ließ. Das Gelände hatte eine lange Vorgeschichte; in den offiziellen Materialien wird erwähnt, dass die Geschichte des Auerhofs bis ins 14. Jahrhundert zurückreicht. Der Aufstieg der Familie spiegelte sich also nicht nur im sozialen Rang, sondern auch in der Form des Besitzes. Aus dem Landgut wurde ein schlossähnliches Ensemble, das den Anspruch einer erfolgreichen Unternehmerfamilie sichtbar machte. Das Mausoleum selbst entstand Ende des 19. Jahrhunderts als Familiengrabstätte, wobei die Quellen die Bauzeit 1895/96 und die Fertigstellung 1897 nennen. Als Architekten werden August Hertel und Skjold Neckermann genannt; die Ausführung des Massivbaus übernahm der königliche Regierungsbaumeister Johannes Kleefisch. Damit ist das Gebäude nicht einfach ein Nebenbau des Anwesens, sondern ein bewusst komponiertes Teilstück einer Gesamtanlage, in der Repräsentation, Frömmigkeit und Selbstverständnis der Familie zusammenlaufen. ([katholisch-in-godesberg.de](https://www.katholisch-in-godesberg.de/export/sites/bad-godesberg/.galleries/Plakate/Sonstiges/Broschuere-ueber-das-Mausoleum_2024_web.pdf))

Architektonisch ist der Bau als tempelartiger Kuppelbau mit Rotunde, Krypta und feierlicher Zugangssituation gestaltet. Ein zweigeteilter Freitreppenaufgang führt in die obere Ringhalle, die von ionischen Sandsteinsäulen umgeben ist. Dazu kommen ein Portikus, schmiedeeiserne Einfriedungen und eine wappenverzierte Bronzepforte, die den Übergang in den inneren Bereich markiert. Diese Formensprache ist kein Zufall, sondern Teil einer sehr bewussten Inszenierung von Würde und Dauer. Das Mausoleum folgt dem Geschmack des späten 19. Jahrhunderts, will aber zugleich über den Moment hinausweisen: Die Rotunde ist als Trauerhalle angelegt, darunter liegen die Grabkammern in der Krypta. Wer den Bau betrachtet, erkennt sofort, dass hier nicht nur ein Familiengrab geschaffen wurde, sondern ein Ort, an dem Architektur eine symbolische Aufgabe übernimmt. Der Aufbau von außen nach innen, von der Parkanlage über die Treppen zum Raum der Abschiednahme und weiter hinunter in die Krypta, spiegelt eine klare räumliche Dramaturgie wider, die man auch heute noch spürt. ([katholisch-in-godesberg.de](https://www.katholisch-in-godesberg.de/export/sites/bad-godesberg/.galleries/Plakate/Sonstiges/Broschuere-ueber-das-Mausoleum_2024_web.pdf))

Besonders eindrucksvoll ist die Symbolik im Inneren. In den offiziellen Erläuterungen wird das Wechselspiel von Quadrat und Kreis betont: Das Quadrat steht für Vergänglichkeit, der Kreis für Unendlichkeit. Der Morgenstern, der sich im Bodenmosaik und in den Ornamenten wiederfindet, verweist auf Hoffnung und Auferstehung. Auch Lorbeerkränze, Sternenornamente und die klare Gliederung der Raumfolgen sind Teil dieser Bildsprache. Das ist kein dekorativer Überschuss, sondern ein religiös und kulturell aufgeladenes Programm, das den Tod nicht als Ende, sondern als Übergang deutet. Genau deshalb wirkt das Mausoleum so eigenständig: Es verbindet die strenge Form eines klassischen Denkmals mit einer sehr christlichen Vorstellung von Trost und Fortdauer. Wer heute dort steht, erlebt nicht nur einen Ort der Erinnerung, sondern auch ein Lehrstück historischer Architektursprache, in dem jedes Detail eine Funktion hat. Dass die Anlage mittlerweile denkmalgeschützt, restauriert und in neue Nutzung überführt wurde, verstärkt diesen Eindruck noch, denn der Bau ist nicht museal eingefroren, sondern lebt weiter in einer zeitgemäßen Form. ([katholisch-in-godesberg.de](https://www.katholisch-in-godesberg.de/export/sites/bad-godesberg/.galleries/Plakate/Sonstiges/Magazin-Mausoleum-Geschichte-2024.pdf))

Kosten, Reservierung und Beisetzung im Mausoleum von Carstanjen

Seit dem Sommer 2007 ist das Mausoleum eine christliche Begräbnisstätte, die nach einem klar geregelten Modell funktioniert. Die offizielle Broschüre nennt für einen Urnengrabplatz einschließlich Beisetzung eine Laufzeit von 15 Jahren für 1.455 Euro und von 25 Jahren für 2.305 Euro. Hinzu kommen die Kosten für die Nutzung der Rotunde sowie für die Inschrift auf den Gedächtnisplatten. Damit ist das Mausoleum zwar ein außergewöhnlicher Ort, aber kein undurchsichtiges Sondermodell: Die Preisstruktur ist nachvollziehbar und orientiert sich laut offizieller Darstellung an den Bestattungsgebühren der kommunalen Friedhöfe. Für Menschen, die frühzeitig vorsorgen möchten, gibt es Reservierungen und Anwartschaften. Diese sind mit 1.000 Euro für 15 Jahre und 1.500 Euro für 25 Jahre angegeben. Gerade diese Möglichkeit macht das Mausoleum für Familien interessant, die eine verlässliche, würdige und räumlich besondere Lösung suchen, ohne erst im Trauerfall entscheiden zu müssen. ([katholisch-in-godesberg.de](https://www.katholisch-in-godesberg.de/export/sites/bad-godesberg/.galleries/Plakate/Sonstiges/Broschuere-ueber-das-Mausoleum_2024_web.pdf))

Die Kapazität der Anlage ist ebenfalls bemerkenswert: Die offizielle Broschüre spricht von bis zu 3.000 Urnen, die in der Krypta beigesetzt werden können. Benachbarte Urnengrabplätze lassen sich auch für Familien und Ehepaare reservieren, sodass der Ort nicht nur für Einzelbestattungen, sondern auch für zusammenhängende Grabkonzepte geeignet ist. Die Ruhezeiten betragen mindestens 15 oder 25 Jahre, längere Fristen sind möglich. Nach Ablauf der vereinbarten Zeit wird die Asche auf der Westseite des Mausoleums in der Parkanlage beigesetzt, während die Namen auf den Messingschildern erhalten bleiben. Damit bleibt die Erinnerung sichtbar, auch wenn die eigentliche Ruhezeit endet. Dieser Ansatz verbindet praktische Planung mit einer starken symbolischen Dimension: Das Mausoleum ist ein Ort für Menschen, die Verbindlichkeit, Struktur und Würde erwarten. Gleichzeitig wird deutlich, dass hier nicht nur private Erinnerung gepflegt wird, sondern eine Form von Bestattung, die dauerhaft in eine öffentliche Park- und Denkmalanlage eingebettet ist. ([katholisch-in-godesberg.de](https://www.katholisch-in-godesberg.de/export/sites/bad-godesberg/.galleries/Plakate/Sonstiges/Magazin-Mausoleum-Geschichte-2024.pdf))

Hinzu kommt der soziale Charakter des gesamten Konzepts. Laut den offiziellen Unterlagen fließen die Einnahmen aus Beisetzungen und Anwartschaften zu einem großen Teil in Projekte der Bürgerstiftung Rheinviertel. So entsteht ein Modell, das Bestattungskultur und Gemeinwohl miteinander verbindet. Wer einen Platz reserviert oder eine Beisetzung plant, unterstützt damit nicht nur die Erhaltung des Denkmals, sondern auch soziale Arbeit im Stadtteil. Für viele Menschen ist das ein wichtiger Aspekt, weil der Ort dadurch über die individuelle Trauer hinaus eine gesellschaftliche Bedeutung erhält. Der Name der Verstorbenen bleibt nicht anonym, sondern wird sichtbar im Park verzeichnet, und die Geschichte des Gebäudes wird gleichzeitig weitergeschrieben. Genau diese Kombination aus Transparenz, Vorsorge und sozialer Wirkung macht das Mausoleum von Carstanjen in Bonn zu einer ungewöhnlich klar strukturierten und zugleich menschlich ausgerichteten Begräbnisstätte. ([katholisch-in-godesberg.de](https://www.katholisch-in-godesberg.de/aktuelles/news/detail/Vier-Kirchorte-bieten-Fuehrungen-an/?utm_source=openai))

Anfahrt, Parken und Lage an der Auerhofstraße

Das Mausoleum liegt in Bonn-Bad Godesberg im Bereich Plittersdorf in unmittelbarer Rheinnähe. Für die Orientierung ist die Verbindung aus Auerhofstraße, Park von Haus Carstanjen und Kirche St. Evergislus besonders hilfreich, weil das Denkmal in einem klar lesbaren Umfeld steht und nicht zwischen beliebigen Wohnhäusern verschwindet. Die offizielle Venue-Seite des Beethovenfestes nennt die Adresse Auerhofstraße 9, 53175 Bonn, und verknüpft sie direkt mit einer Routenplanung über Google Maps. Gleichzeitig führt die kirchliche Seite die Anlage mit der Auerhofstraße 11, was zeigt, dass je nach Zuständigkeit unterschiedliche Adressangaben verwendet werden. Für Besucher ist deshalb der Gesamtstandort wichtiger als die Hausnummer: Wer die Auerhofstraße und den Parkbereich ansteuert, findet den Ort zuverlässig. Diese Transparenz ist praktisch, weil das Mausoleum kein klassischer Publikumsbau mit großer Empfangsstruktur ist, sondern ein historischer Ort mit geregeltem Zugang. ([beethovenfest.de](https://www.beethovenfest.de/en/locations/mausoleum-von-carstanjen/88))

Zum Thema Parken nennen die offiziellen Quellen vor allem, dass im Verzeichnis des Tag des offenen Denkmals ein Parkplatz vermerkt ist, ohne eine große Stellplatzanlage zu bewerben oder eine konkrete Zahl anzugeben. Das ist für die Planung wichtig: Wer mit dem Auto kommt, sollte die Umgebung nicht als Parkhausstandort, sondern als denkmalgeprägte Rheinlage verstehen. Deshalb lohnt es sich, etwas Zeit für die Anreise einzuplanen und die offizielle Routenführung zu nutzen. Die Lage an der Rheinpromenade ist dafür allerdings ein Vorteil, denn sie macht das Ensemble leicht auffindbar und zugleich landschaftlich attraktiv. Wer vor oder nach dem Besuch noch ein paar Schritte gehen möchte, kann den Park von Haus Carstanjen einbeziehen, der ganzjährig geöffnet und frei zugänglich ist. So wird die Anfahrt nicht nur zu einem Weg zum Ziel, sondern zu einem Teil des Besuchserlebnisses selbst. ([tag-des-offenen-denkmals.de](https://www.tag-des-offenen-denkmals.de/denkmal/cmb4rzied0001l504iohww3bk/mausoleum-von-carstanjen))

Öffnungszeiten, Fotos und virtueller Rundgang

Im Alltag ist das Mausoleum kein frei zugänglicher Ausstellungsraum, sondern ein geschützter Ort mit klaren Regeln. Die offizielle Darstellung sagt deutlich, dass das Mausoleum selbst nur zu Beerdigungen und Gedenkfeiern geöffnet wird. Der Park dagegen ist tagsüber zugänglich; in der kirchlichen Broschüre werden dafür die Zeiten von 10.00 bis 17.00 Uhr genannt, parallel zu den Öffnungszeiten der benachbarten Kirche. Diese Trennung ist für Besucher wichtig, weil sie die besondere Rolle des Ortes sichtbar macht. Hier geht es nicht um Dauerbetrieb oder Eventkalender, sondern um Würde, Ruhe und den respektvollen Umgang mit einer aktiven Begräbnisstätte. Genau deshalb ist der erste Eindruck oft stiller, als viele es von Sehenswürdigkeiten kennen, aber auch nachhaltiger. Wer die Anlage besucht, erlebt keinen lauten Publikumsort, sondern eine bewusst geschützte Umgebung am Rhein. ([katholisch-in-godesberg.de](https://www.katholisch-in-godesberg.de/export/sites/bad-godesberg/.galleries/Plakate/Sonstiges/Broschuere-ueber-das-Mausoleum_2024_web.pdf))

Für alle, die sich vorab ein Bild machen möchten, bietet die offizielle Seite eine 3D-Animation mit virtuellem Rundgang durch die Räume. Das ist besonders hilfreich, weil der Innenraum im normalen Alltag nicht frei zugänglich ist und Fotos vor Ort daher nicht die einzige Möglichkeit bleiben, sich architektonisch zu orientieren. Der virtuelle Rundgang vermittelt die Raumfolge von Rotunde und Krypta und macht den Charakter des Bauwerks schon vor einem Besuch nachvollziehbar. Wer nach Fotos sucht, sollte deshalb zuerst die offiziellen Seiten und die Seiten zu Sonderöffnungen im Blick behalten, denn dort werden Bildmaterial, historische Einordnung und digitale Eindrücke zusammengeführt. Gerade bei einem Denkmal dieser Art ist das wichtig: Ein guter digitaler Einstieg ersetzt den Vor-Ort-Besuch nicht, aber er bereitet ihn sinnvoll vor und hilft, die Symbolik der Anlage besser zu verstehen. ([katholisch-in-godesberg.de](https://www.katholisch-in-godesberg.de/ueber-uns/mausoleum-von-carstanjen/index.html))

Zusätzliche Öffnungsmöglichkeiten gibt es bei besonderen Anlässen wie dem Tag des offenen Denkmals, wenn das Mausoleum seine sonst verschlossene Tür für die Öffentlichkeit öffnet. Dann werden Führungen, Fotodokumentationen und weitere Einblicke in Geschichte und Architektur angeboten. Auch an Allerseelen ist die Krypta für Angehörige geöffnet, was die spirituelle und familiäre Dimension des Ortes unterstreicht. Für Besucher bedeutet das: Wer die Anlage nicht im Rahmen einer Beisetzung erlebt, sollte die Sondertermine bewusst einplanen oder den virtuellen Rundgang nutzen. So entsteht ein abgestuftes Besuchsmodell, das von der stillen Parkbegehung bis zur fachlichen Führung reicht. Gerade für Interessenten an Fotos, Baugeschichte und sakraler Architektur ist diese Mischung aus digitalem und gelegentlich öffentlichem Zugang sehr attraktiv. ([katholisch-in-godesberg.de](https://www.katholisch-in-godesberg.de/aktuelles/news/detail/Vier-Kirchorte-bieten-Fuehrungen-an/?utm_source=openai))

Park, Rheinblick und besondere Atmosphäre

Die Wirkung des Mausoleums entsteht nicht allein aus seiner Architektur, sondern aus der Kombination mit dem umliegenden Park und der Rheinnähe. Die offizielle Broschüre beschreibt die Grabanlage als von einem idyllischen Park umgeben, mit freiem Blick auf den Rhein. Genau dieser Blick öffnet den Ort nach außen und gibt ihm eine Ruhe, die man bei einem historischen Mausoleum vielleicht nicht sofort erwarten würde. Zwischen den Wegen, den Grünflächen und dem Wasser entsteht eine Atmosphäre, die weit mehr ist als nur hübsche Kulisse. Sie unterstützt den Charakter des Denkmalorts, weil sie das Repräsentative der Architektur mit einer stillen Landschaft verbindet. Die sichtbaren Namen der Verstorbenen im Park und die geordnete Einbettung der Grabkammern verstärken diesen Eindruck zusätzlich. So wird aus einem Bauwerk ein Ort, an dem Erinnerung räumlich erfahrbar bleibt. ([katholisch-in-godesberg.de](https://www.katholisch-in-godesberg.de/export/sites/bad-godesberg/.galleries/Plakate/Sonstiges/Broschuere-ueber-das-Mausoleum_2024_web.pdf))

Auch der Park von Haus Carstanjen selbst gehört zu diesem Eindruck. Die Stadt Bonn beschreibt ihn als eigenständigen Park an der Rheinpromenade, also als Teil eines größeren, offenen Grünraums entlang des Flusses. Dadurch ist das Mausoleum nicht isoliert, sondern in ein Ensemble historischer und landschaftlicher Elemente eingebunden, das für Bonn-Bad Godesberg typisch ist. Wer die Gegend zu Fuß erkundet, erlebt einen Wechsel zwischen urbaner Rheinlage, gepflegten Grünräumen und markanten Baudenkmälern. Für die Wahrnehmung des Mausoleums ist das entscheidend, denn der Ort lebt von Abstand und Nähe zugleich: Er ist offen genug, um sich in die Rheinlandschaft einzufügen, und abgeschirmt genug, um als Ruheort zu wirken. Diese Balance zwischen Öffentlichkeit und Stille ist wahrscheinlich der wichtigste Grund, warum der Standort so besonders bleibt. ([bonn.de](https://www.bonn.de/bonn-erleben/aktiv-und-unterwegs/parks-und-gaerten/park-haus-carstanjen.php))

Erinnerungskultur, Stiftung und heutige Nutzung

Die heutige Form des Mausoleums ist das Ergebnis einer bemerkenswerten Umwidmung. Nach Jahren des Verfalls übernahm die von Carstanjen Stiftung das Denkmal, während die katholische Kirchengemeinde St. Andreas und Evergislus die Begräbnisstätte führt. Der Umbau und die Sanierung machten aus dem ehemaligen Familienmausoleum eine christliche Urnenbegräbnisstätte, die heute auf eine klare, zeitgemäße Nutzung ausgerichtet ist. Die offiziellen Unterlagen erwähnen, dass die Wiedereröffnung 2007 vor mehr als 600 Besuchern stattfand und von musikalischer Begleitung durch das Beethoven-Orchester geprägt war. Das ist mehr als eine hübsche Randnotiz: Es zeigt, dass der Ort nicht einfach restauriert, sondern mit einer neuen öffentlichen Bedeutung versehen wurde. Geschichte wurde nicht konserviert, sondern in eine lebendige Struktur überführt. ([katholisch-in-godesberg.de](https://www.katholisch-in-godesberg.de/export/sites/bad-godesberg/.galleries/Plakate/Sonstiges/Broschuere-ueber-das-Mausoleum_2024_web.pdf))

Besonders wichtig ist dabei die Erinnerungskultur. Die kirchlichen Informationen betonen, dass niemand der Anonymität des Todes überlassen wird, weil die Namen und Lebensdaten der Verstorbenen im Park verzeichnet werden. Die Trauer findet in der Rotunde statt, die Beisetzung in der Krypta, und die Erinnerung bleibt im Außenraum sichtbar. Genau dadurch erhält das Mausoleum seinen heutigen Charakter als würdige Ruhestätte für jedermann. Es ist nicht nur ein Ort für die Familie von Carstanjen, sondern für Menschen, die eine persönliche, geordnete und christlich geprägte Form des Abschieds suchen. Die offizielle Kommunikation beschreibt diese Lösung als Antwort auf die Nöte vieler Menschen, und die soziale Komponente ist ebenfalls stark: Ein großer Teil der Erlöse fließt in soziale Projekte der Bürgerstiftung Rheinviertel. So steht das Mausoleum am Ende für mehr als Architektur oder Geschichte. Es verbindet Trauer, Gemeinwohl und Erinnerung zu einem Ort, der in Bonn eine sehr eigene, ruhige Bedeutung hat. ([katholisch-in-godesberg.de](https://www.katholisch-in-godesberg.de/export/sites/bad-godesberg/.galleries/Plakate/Sonstiges/Broschuere-ueber-das-Mausoleum_2024_web.pdf))

Für heutige Familien und Interessierte ist genau diese Mischung aus Verlässlichkeit und Symbolik ausschlaggebend. Wer sich über Kosten, Reservierung oder Beisetzungsmöglichkeiten informiert, bekommt keine anonyme Standardlösung, sondern einen klar definierten Ort mit religiösem, landschaftlichem und sozialem Rahmen. Der historische Bau bleibt erhalten, die Nutzung ist geregelt, und die Pflege des Ortes ist an eine Stiftung und eine Kirchengemeinde gebunden. Das macht das Mausoleum von Carstanjen zu einem ungewöhnlichen Beispiel dafür, wie ein Denkmal der bürgerlichen Repräsentation in eine moderne, verantwortungsvolle Bestattungskultur überführt werden kann. Genau in dieser Verbindung liegt seine heutige Stärke: Es ist ein Ort der Geschichte, aber auch ein Ort der Gegenwart. ([katholisch-in-godesberg.de](https://www.katholisch-in-godesberg.de/ueber-uns/mausoleum-von-carstanjen/index.html))

Quellen:

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Mausoleum von Carstanjen | Kosten & Anfahrt

Das Mausoleum von Carstanjen gehört zu den ungewöhnlichsten Orten in Bonn-Bad Godesberg, weil hier Architektur, Familiengeschichte und heutige Bestattungskultur in einer einzigen Anlage zusammenkommen. Der klassizistische Kuppelbau liegt direkt am Rhein, eingebettet in einen Park mit freiem Blick auf das Wasser, und wirkt zugleich repräsentativ und still. Anders als ein gewöhnliches Denkmal ist das Mausoleum kein reiner Ausstellungsraum, sondern eine aktive christliche Urnenbegräbnisstätte, die seit 2007 von der kirchlichen Seite geführt wird. Wer sich für Kosten, Anfahrt, Öffnungszeiten oder einen virtuellen Rundgang interessiert, sucht also nicht nur nach einem historischen Gebäude, sondern nach einem Ort, an dem Erinnerung sichtbar gepflegt wird. Genau diese Doppelrolle macht die Anlage so spannend: Sie ist ein Zeugnis des rheinischen Fin de siècle und zugleich ein Ort, an dem heutige Familien würdevoll Abschied nehmen können. Dass der Park offen zugänglich ist, das Gebäude selbst aber nur bei Beisetzungen und Gedenkfeiern geöffnet wird, prägt die Atmosphäre des gesamten Ensembles und erklärt, warum das Mausoleum für viele Besucher ein stiller, aber eindrucksvoller Punkt am Rhein ist. ([katholisch-in-godesberg.de](https://www.katholisch-in-godesberg.de/export/sites/bad-godesberg/.galleries/Plakate/Sonstiges/Broschuere-ueber-das-Mausoleum_2024_web.pdf))

Geschichte und Architektur des Mausoleums von Carstanjen

Die Geschichte des Mausoleums beginnt mit Adolf Carstanjen, der 1881 das Ackergelände in der Plittersdorfer Aue erwarb und den dortigen Auerhof schon kurz darauf zu einem repräsentativen Anwesen umbauen ließ. Das Gelände hatte eine lange Vorgeschichte; in den offiziellen Materialien wird erwähnt, dass die Geschichte des Auerhofs bis ins 14. Jahrhundert zurückreicht. Der Aufstieg der Familie spiegelte sich also nicht nur im sozialen Rang, sondern auch in der Form des Besitzes. Aus dem Landgut wurde ein schlossähnliches Ensemble, das den Anspruch einer erfolgreichen Unternehmerfamilie sichtbar machte. Das Mausoleum selbst entstand Ende des 19. Jahrhunderts als Familiengrabstätte, wobei die Quellen die Bauzeit 1895/96 und die Fertigstellung 1897 nennen. Als Architekten werden August Hertel und Skjold Neckermann genannt; die Ausführung des Massivbaus übernahm der königliche Regierungsbaumeister Johannes Kleefisch. Damit ist das Gebäude nicht einfach ein Nebenbau des Anwesens, sondern ein bewusst komponiertes Teilstück einer Gesamtanlage, in der Repräsentation, Frömmigkeit und Selbstverständnis der Familie zusammenlaufen. ([katholisch-in-godesberg.de](https://www.katholisch-in-godesberg.de/export/sites/bad-godesberg/.galleries/Plakate/Sonstiges/Broschuere-ueber-das-Mausoleum_2024_web.pdf))

Architektonisch ist der Bau als tempelartiger Kuppelbau mit Rotunde, Krypta und feierlicher Zugangssituation gestaltet. Ein zweigeteilter Freitreppenaufgang führt in die obere Ringhalle, die von ionischen Sandsteinsäulen umgeben ist. Dazu kommen ein Portikus, schmiedeeiserne Einfriedungen und eine wappenverzierte Bronzepforte, die den Übergang in den inneren Bereich markiert. Diese Formensprache ist kein Zufall, sondern Teil einer sehr bewussten Inszenierung von Würde und Dauer. Das Mausoleum folgt dem Geschmack des späten 19. Jahrhunderts, will aber zugleich über den Moment hinausweisen: Die Rotunde ist als Trauerhalle angelegt, darunter liegen die Grabkammern in der Krypta. Wer den Bau betrachtet, erkennt sofort, dass hier nicht nur ein Familiengrab geschaffen wurde, sondern ein Ort, an dem Architektur eine symbolische Aufgabe übernimmt. Der Aufbau von außen nach innen, von der Parkanlage über die Treppen zum Raum der Abschiednahme und weiter hinunter in die Krypta, spiegelt eine klare räumliche Dramaturgie wider, die man auch heute noch spürt. ([katholisch-in-godesberg.de](https://www.katholisch-in-godesberg.de/export/sites/bad-godesberg/.galleries/Plakate/Sonstiges/Broschuere-ueber-das-Mausoleum_2024_web.pdf))

Besonders eindrucksvoll ist die Symbolik im Inneren. In den offiziellen Erläuterungen wird das Wechselspiel von Quadrat und Kreis betont: Das Quadrat steht für Vergänglichkeit, der Kreis für Unendlichkeit. Der Morgenstern, der sich im Bodenmosaik und in den Ornamenten wiederfindet, verweist auf Hoffnung und Auferstehung. Auch Lorbeerkränze, Sternenornamente und die klare Gliederung der Raumfolgen sind Teil dieser Bildsprache. Das ist kein dekorativer Überschuss, sondern ein religiös und kulturell aufgeladenes Programm, das den Tod nicht als Ende, sondern als Übergang deutet. Genau deshalb wirkt das Mausoleum so eigenständig: Es verbindet die strenge Form eines klassischen Denkmals mit einer sehr christlichen Vorstellung von Trost und Fortdauer. Wer heute dort steht, erlebt nicht nur einen Ort der Erinnerung, sondern auch ein Lehrstück historischer Architektursprache, in dem jedes Detail eine Funktion hat. Dass die Anlage mittlerweile denkmalgeschützt, restauriert und in neue Nutzung überführt wurde, verstärkt diesen Eindruck noch, denn der Bau ist nicht museal eingefroren, sondern lebt weiter in einer zeitgemäßen Form. ([katholisch-in-godesberg.de](https://www.katholisch-in-godesberg.de/export/sites/bad-godesberg/.galleries/Plakate/Sonstiges/Magazin-Mausoleum-Geschichte-2024.pdf))

Kosten, Reservierung und Beisetzung im Mausoleum von Carstanjen

Seit dem Sommer 2007 ist das Mausoleum eine christliche Begräbnisstätte, die nach einem klar geregelten Modell funktioniert. Die offizielle Broschüre nennt für einen Urnengrabplatz einschließlich Beisetzung eine Laufzeit von 15 Jahren für 1.455 Euro und von 25 Jahren für 2.305 Euro. Hinzu kommen die Kosten für die Nutzung der Rotunde sowie für die Inschrift auf den Gedächtnisplatten. Damit ist das Mausoleum zwar ein außergewöhnlicher Ort, aber kein undurchsichtiges Sondermodell: Die Preisstruktur ist nachvollziehbar und orientiert sich laut offizieller Darstellung an den Bestattungsgebühren der kommunalen Friedhöfe. Für Menschen, die frühzeitig vorsorgen möchten, gibt es Reservierungen und Anwartschaften. Diese sind mit 1.000 Euro für 15 Jahre und 1.500 Euro für 25 Jahre angegeben. Gerade diese Möglichkeit macht das Mausoleum für Familien interessant, die eine verlässliche, würdige und räumlich besondere Lösung suchen, ohne erst im Trauerfall entscheiden zu müssen. ([katholisch-in-godesberg.de](https://www.katholisch-in-godesberg.de/export/sites/bad-godesberg/.galleries/Plakate/Sonstiges/Broschuere-ueber-das-Mausoleum_2024_web.pdf))

Die Kapazität der Anlage ist ebenfalls bemerkenswert: Die offizielle Broschüre spricht von bis zu 3.000 Urnen, die in der Krypta beigesetzt werden können. Benachbarte Urnengrabplätze lassen sich auch für Familien und Ehepaare reservieren, sodass der Ort nicht nur für Einzelbestattungen, sondern auch für zusammenhängende Grabkonzepte geeignet ist. Die Ruhezeiten betragen mindestens 15 oder 25 Jahre, längere Fristen sind möglich. Nach Ablauf der vereinbarten Zeit wird die Asche auf der Westseite des Mausoleums in der Parkanlage beigesetzt, während die Namen auf den Messingschildern erhalten bleiben. Damit bleibt die Erinnerung sichtbar, auch wenn die eigentliche Ruhezeit endet. Dieser Ansatz verbindet praktische Planung mit einer starken symbolischen Dimension: Das Mausoleum ist ein Ort für Menschen, die Verbindlichkeit, Struktur und Würde erwarten. Gleichzeitig wird deutlich, dass hier nicht nur private Erinnerung gepflegt wird, sondern eine Form von Bestattung, die dauerhaft in eine öffentliche Park- und Denkmalanlage eingebettet ist. ([katholisch-in-godesberg.de](https://www.katholisch-in-godesberg.de/export/sites/bad-godesberg/.galleries/Plakate/Sonstiges/Magazin-Mausoleum-Geschichte-2024.pdf))

Hinzu kommt der soziale Charakter des gesamten Konzepts. Laut den offiziellen Unterlagen fließen die Einnahmen aus Beisetzungen und Anwartschaften zu einem großen Teil in Projekte der Bürgerstiftung Rheinviertel. So entsteht ein Modell, das Bestattungskultur und Gemeinwohl miteinander verbindet. Wer einen Platz reserviert oder eine Beisetzung plant, unterstützt damit nicht nur die Erhaltung des Denkmals, sondern auch soziale Arbeit im Stadtteil. Für viele Menschen ist das ein wichtiger Aspekt, weil der Ort dadurch über die individuelle Trauer hinaus eine gesellschaftliche Bedeutung erhält. Der Name der Verstorbenen bleibt nicht anonym, sondern wird sichtbar im Park verzeichnet, und die Geschichte des Gebäudes wird gleichzeitig weitergeschrieben. Genau diese Kombination aus Transparenz, Vorsorge und sozialer Wirkung macht das Mausoleum von Carstanjen in Bonn zu einer ungewöhnlich klar strukturierten und zugleich menschlich ausgerichteten Begräbnisstätte. ([katholisch-in-godesberg.de](https://www.katholisch-in-godesberg.de/aktuelles/news/detail/Vier-Kirchorte-bieten-Fuehrungen-an/?utm_source=openai))

Anfahrt, Parken und Lage an der Auerhofstraße

Das Mausoleum liegt in Bonn-Bad Godesberg im Bereich Plittersdorf in unmittelbarer Rheinnähe. Für die Orientierung ist die Verbindung aus Auerhofstraße, Park von Haus Carstanjen und Kirche St. Evergislus besonders hilfreich, weil das Denkmal in einem klar lesbaren Umfeld steht und nicht zwischen beliebigen Wohnhäusern verschwindet. Die offizielle Venue-Seite des Beethovenfestes nennt die Adresse Auerhofstraße 9, 53175 Bonn, und verknüpft sie direkt mit einer Routenplanung über Google Maps. Gleichzeitig führt die kirchliche Seite die Anlage mit der Auerhofstraße 11, was zeigt, dass je nach Zuständigkeit unterschiedliche Adressangaben verwendet werden. Für Besucher ist deshalb der Gesamtstandort wichtiger als die Hausnummer: Wer die Auerhofstraße und den Parkbereich ansteuert, findet den Ort zuverlässig. Diese Transparenz ist praktisch, weil das Mausoleum kein klassischer Publikumsbau mit großer Empfangsstruktur ist, sondern ein historischer Ort mit geregeltem Zugang. ([beethovenfest.de](https://www.beethovenfest.de/en/locations/mausoleum-von-carstanjen/88))

Zum Thema Parken nennen die offiziellen Quellen vor allem, dass im Verzeichnis des Tag des offenen Denkmals ein Parkplatz vermerkt ist, ohne eine große Stellplatzanlage zu bewerben oder eine konkrete Zahl anzugeben. Das ist für die Planung wichtig: Wer mit dem Auto kommt, sollte die Umgebung nicht als Parkhausstandort, sondern als denkmalgeprägte Rheinlage verstehen. Deshalb lohnt es sich, etwas Zeit für die Anreise einzuplanen und die offizielle Routenführung zu nutzen. Die Lage an der Rheinpromenade ist dafür allerdings ein Vorteil, denn sie macht das Ensemble leicht auffindbar und zugleich landschaftlich attraktiv. Wer vor oder nach dem Besuch noch ein paar Schritte gehen möchte, kann den Park von Haus Carstanjen einbeziehen, der ganzjährig geöffnet und frei zugänglich ist. So wird die Anfahrt nicht nur zu einem Weg zum Ziel, sondern zu einem Teil des Besuchserlebnisses selbst. ([tag-des-offenen-denkmals.de](https://www.tag-des-offenen-denkmals.de/denkmal/cmb4rzied0001l504iohww3bk/mausoleum-von-carstanjen))

Öffnungszeiten, Fotos und virtueller Rundgang

Im Alltag ist das Mausoleum kein frei zugänglicher Ausstellungsraum, sondern ein geschützter Ort mit klaren Regeln. Die offizielle Darstellung sagt deutlich, dass das Mausoleum selbst nur zu Beerdigungen und Gedenkfeiern geöffnet wird. Der Park dagegen ist tagsüber zugänglich; in der kirchlichen Broschüre werden dafür die Zeiten von 10.00 bis 17.00 Uhr genannt, parallel zu den Öffnungszeiten der benachbarten Kirche. Diese Trennung ist für Besucher wichtig, weil sie die besondere Rolle des Ortes sichtbar macht. Hier geht es nicht um Dauerbetrieb oder Eventkalender, sondern um Würde, Ruhe und den respektvollen Umgang mit einer aktiven Begräbnisstätte. Genau deshalb ist der erste Eindruck oft stiller, als viele es von Sehenswürdigkeiten kennen, aber auch nachhaltiger. Wer die Anlage besucht, erlebt keinen lauten Publikumsort, sondern eine bewusst geschützte Umgebung am Rhein. ([katholisch-in-godesberg.de](https://www.katholisch-in-godesberg.de/export/sites/bad-godesberg/.galleries/Plakate/Sonstiges/Broschuere-ueber-das-Mausoleum_2024_web.pdf))

Für alle, die sich vorab ein Bild machen möchten, bietet die offizielle Seite eine 3D-Animation mit virtuellem Rundgang durch die Räume. Das ist besonders hilfreich, weil der Innenraum im normalen Alltag nicht frei zugänglich ist und Fotos vor Ort daher nicht die einzige Möglichkeit bleiben, sich architektonisch zu orientieren. Der virtuelle Rundgang vermittelt die Raumfolge von Rotunde und Krypta und macht den Charakter des Bauwerks schon vor einem Besuch nachvollziehbar. Wer nach Fotos sucht, sollte deshalb zuerst die offiziellen Seiten und die Seiten zu Sonderöffnungen im Blick behalten, denn dort werden Bildmaterial, historische Einordnung und digitale Eindrücke zusammengeführt. Gerade bei einem Denkmal dieser Art ist das wichtig: Ein guter digitaler Einstieg ersetzt den Vor-Ort-Besuch nicht, aber er bereitet ihn sinnvoll vor und hilft, die Symbolik der Anlage besser zu verstehen. ([katholisch-in-godesberg.de](https://www.katholisch-in-godesberg.de/ueber-uns/mausoleum-von-carstanjen/index.html))

Zusätzliche Öffnungsmöglichkeiten gibt es bei besonderen Anlässen wie dem Tag des offenen Denkmals, wenn das Mausoleum seine sonst verschlossene Tür für die Öffentlichkeit öffnet. Dann werden Führungen, Fotodokumentationen und weitere Einblicke in Geschichte und Architektur angeboten. Auch an Allerseelen ist die Krypta für Angehörige geöffnet, was die spirituelle und familiäre Dimension des Ortes unterstreicht. Für Besucher bedeutet das: Wer die Anlage nicht im Rahmen einer Beisetzung erlebt, sollte die Sondertermine bewusst einplanen oder den virtuellen Rundgang nutzen. So entsteht ein abgestuftes Besuchsmodell, das von der stillen Parkbegehung bis zur fachlichen Führung reicht. Gerade für Interessenten an Fotos, Baugeschichte und sakraler Architektur ist diese Mischung aus digitalem und gelegentlich öffentlichem Zugang sehr attraktiv. ([katholisch-in-godesberg.de](https://www.katholisch-in-godesberg.de/aktuelles/news/detail/Vier-Kirchorte-bieten-Fuehrungen-an/?utm_source=openai))

Park, Rheinblick und besondere Atmosphäre

Die Wirkung des Mausoleums entsteht nicht allein aus seiner Architektur, sondern aus der Kombination mit dem umliegenden Park und der Rheinnähe. Die offizielle Broschüre beschreibt die Grabanlage als von einem idyllischen Park umgeben, mit freiem Blick auf den Rhein. Genau dieser Blick öffnet den Ort nach außen und gibt ihm eine Ruhe, die man bei einem historischen Mausoleum vielleicht nicht sofort erwarten würde. Zwischen den Wegen, den Grünflächen und dem Wasser entsteht eine Atmosphäre, die weit mehr ist als nur hübsche Kulisse. Sie unterstützt den Charakter des Denkmalorts, weil sie das Repräsentative der Architektur mit einer stillen Landschaft verbindet. Die sichtbaren Namen der Verstorbenen im Park und die geordnete Einbettung der Grabkammern verstärken diesen Eindruck zusätzlich. So wird aus einem Bauwerk ein Ort, an dem Erinnerung räumlich erfahrbar bleibt. ([katholisch-in-godesberg.de](https://www.katholisch-in-godesberg.de/export/sites/bad-godesberg/.galleries/Plakate/Sonstiges/Broschuere-ueber-das-Mausoleum_2024_web.pdf))

Auch der Park von Haus Carstanjen selbst gehört zu diesem Eindruck. Die Stadt Bonn beschreibt ihn als eigenständigen Park an der Rheinpromenade, also als Teil eines größeren, offenen Grünraums entlang des Flusses. Dadurch ist das Mausoleum nicht isoliert, sondern in ein Ensemble historischer und landschaftlicher Elemente eingebunden, das für Bonn-Bad Godesberg typisch ist. Wer die Gegend zu Fuß erkundet, erlebt einen Wechsel zwischen urbaner Rheinlage, gepflegten Grünräumen und markanten Baudenkmälern. Für die Wahrnehmung des Mausoleums ist das entscheidend, denn der Ort lebt von Abstand und Nähe zugleich: Er ist offen genug, um sich in die Rheinlandschaft einzufügen, und abgeschirmt genug, um als Ruheort zu wirken. Diese Balance zwischen Öffentlichkeit und Stille ist wahrscheinlich der wichtigste Grund, warum der Standort so besonders bleibt. ([bonn.de](https://www.bonn.de/bonn-erleben/aktiv-und-unterwegs/parks-und-gaerten/park-haus-carstanjen.php))

Erinnerungskultur, Stiftung und heutige Nutzung

Die heutige Form des Mausoleums ist das Ergebnis einer bemerkenswerten Umwidmung. Nach Jahren des Verfalls übernahm die von Carstanjen Stiftung das Denkmal, während die katholische Kirchengemeinde St. Andreas und Evergislus die Begräbnisstätte führt. Der Umbau und die Sanierung machten aus dem ehemaligen Familienmausoleum eine christliche Urnenbegräbnisstätte, die heute auf eine klare, zeitgemäße Nutzung ausgerichtet ist. Die offiziellen Unterlagen erwähnen, dass die Wiedereröffnung 2007 vor mehr als 600 Besuchern stattfand und von musikalischer Begleitung durch das Beethoven-Orchester geprägt war. Das ist mehr als eine hübsche Randnotiz: Es zeigt, dass der Ort nicht einfach restauriert, sondern mit einer neuen öffentlichen Bedeutung versehen wurde. Geschichte wurde nicht konserviert, sondern in eine lebendige Struktur überführt. ([katholisch-in-godesberg.de](https://www.katholisch-in-godesberg.de/export/sites/bad-godesberg/.galleries/Plakate/Sonstiges/Broschuere-ueber-das-Mausoleum_2024_web.pdf))

Besonders wichtig ist dabei die Erinnerungskultur. Die kirchlichen Informationen betonen, dass niemand der Anonymität des Todes überlassen wird, weil die Namen und Lebensdaten der Verstorbenen im Park verzeichnet werden. Die Trauer findet in der Rotunde statt, die Beisetzung in der Krypta, und die Erinnerung bleibt im Außenraum sichtbar. Genau dadurch erhält das Mausoleum seinen heutigen Charakter als würdige Ruhestätte für jedermann. Es ist nicht nur ein Ort für die Familie von Carstanjen, sondern für Menschen, die eine persönliche, geordnete und christlich geprägte Form des Abschieds suchen. Die offizielle Kommunikation beschreibt diese Lösung als Antwort auf die Nöte vieler Menschen, und die soziale Komponente ist ebenfalls stark: Ein großer Teil der Erlöse fließt in soziale Projekte der Bürgerstiftung Rheinviertel. So steht das Mausoleum am Ende für mehr als Architektur oder Geschichte. Es verbindet Trauer, Gemeinwohl und Erinnerung zu einem Ort, der in Bonn eine sehr eigene, ruhige Bedeutung hat. ([katholisch-in-godesberg.de](https://www.katholisch-in-godesberg.de/export/sites/bad-godesberg/.galleries/Plakate/Sonstiges/Broschuere-ueber-das-Mausoleum_2024_web.pdf))

Für heutige Familien und Interessierte ist genau diese Mischung aus Verlässlichkeit und Symbolik ausschlaggebend. Wer sich über Kosten, Reservierung oder Beisetzungsmöglichkeiten informiert, bekommt keine anonyme Standardlösung, sondern einen klar definierten Ort mit religiösem, landschaftlichem und sozialem Rahmen. Der historische Bau bleibt erhalten, die Nutzung ist geregelt, und die Pflege des Ortes ist an eine Stiftung und eine Kirchengemeinde gebunden. Das macht das Mausoleum von Carstanjen zu einem ungewöhnlichen Beispiel dafür, wie ein Denkmal der bürgerlichen Repräsentation in eine moderne, verantwortungsvolle Bestattungskultur überführt werden kann. Genau in dieser Verbindung liegt seine heutige Stärke: Es ist ein Ort der Geschichte, aber auch ein Ort der Gegenwart. ([katholisch-in-godesberg.de](https://www.katholisch-in-godesberg.de/ueber-uns/mausoleum-von-carstanjen/index.html))

Quellen:

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Häufig gestellte Fragen

Bewertungen

DB

Dejan Bileski - BD Media Bonn

13. September 2018

Mausoleum an einem schönen Ort am Rhein. Drinnen ist für Besucher geschlossen, und der Keller ist nur an einem Tag im Jahr geöffnet. Es gibt jedoch die Möglichkeit, das gesamte Objekt in einem schönen 3D-Rundgang zu sehen, wenn man ihre Website besucht.

FS

Frits Spieker

28. September 2021

Faszinierendes Gebäude, wunderschöne Sonnenaufgänge am frühen Morgen.

AG

Ashish Gupta

15. Juni 2021

Schöner Platz am Fluss, um eine Weile zu entspannen.

EK

E K

24. Juli 2020

Ein wunderschönes Mausoleum.

PK

Paul Kroopkin

9. November 2018

Rheinpromenade - Mausoleum.