LVR-Landesmuseum Bonn
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Bonn

Colmantstraße 14-16, 53115 Bonn, Deutschland

LVR-LandesMuseum Bonn | Ausstellungen & Veranstaltungen

Das LVR-LandesMuseum Bonn an der Colmantstraße 14–16 ist ein bedeutender Kulturort im Zentrum der Bundesstadt. Nur wenige Gehminuten vom Bonner Hauptbahnhof entfernt, verbindet das Haus Archäologie, Kunstgeschichte und Kulturgeschichte des Rheinlandes mit einem vielseitigen Veranstaltungsprogramm. Besucherinnen und Besucher können hier Objekte aus rund 400.000 Jahren Geschichte entdecken, mittelalterliche Skulpturen betrachten, Gemälde und Fotografien aus verschiedenen Jahrhunderten kennenlernen oder an Führungen, Workshops und Familienangeboten teilnehmen. Das Museum ist zugleich Forschungsstätte, Bibliothek, Veranstaltungsort und Partner der Bonner Kinemathek.

Besonders prägend ist die neue Dauerausstellung WELT IM WANDEL. Das Rheinland vom Mittelalter bis Morgen. Sie zeigt anhand von Skulpturen, Gemälden, Grafiken, Fotografien, Möbeln und kunsthandwerklichen Objekten, wie sich das Leben am Rhein über etwa 1.000 Jahre verändert hat. Die Präsentation verbindet historische Themen mit Fragen der Gegenwart und Zukunft. Wegen der laufenden Neukonzeption ist die archäologische Sammlung derzeit teilweise geschlossen. Die Bereiche zur Vor- und Frühgeschichte, zur Römerzeit und zum Frühmittelalter sollen ab März 2027 wieder zugänglich sein. Dadurch bleibt das Museum ein Ort im Wandel, an dem sich ein Besuch je nach Ausstellungsstand immer wieder neu lohnt.

LVR-LandesMuseum Bonn Öffnungszeiten, Tickets und Eintrittspreise

Wer seinen Besuch im LVR-LandesMuseum Bonn planen möchte, sollte zunächst die regulären Öffnungszeiten beachten. Das Museum ist dienstags bis sonntags sowie an Feiertagen von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Montags bleibt das Haus geschlossen. Zusätzlich gelten besondere Schließtage an Weiberfastnacht, Heiligabend, dem ersten Weihnachtsfeiertag, Silvester und Neujahr. Geöffnet ist das Museum unter anderem an Karfreitag, Ostermontag, Pfingstmontag und am zweiten Weihnachtsfeiertag. Für Schulklassen mit gebuchter Führung kann der Zugang bereits ab 10 Uhr möglich sein.

Tickets sind online und an der Museumskasse erhältlich. Der reguläre Eintritt für Dauer- und Sonderausstellungen beträgt 11 Euro. Eine ermäßigte Eintrittskarte kostet 7 Euro. Für Gruppen mit mehr als zehn Personen gilt ebenfalls ein reduzierter Preis von 7 Euro pro Person. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre besuchen das Museum kostenlos, ebenso Schulklassen. Ein besonderer Termin im Kalender ist der erste Freitag jedes Monats. Dann bietet das LVR-LandesMuseum Bonn einen freien Freitag mit kostenlosem Eintritt an. Da einzelne Veranstaltungen und Sonderangebote unabhängig vom Museumseintritt gebucht werden können, empfiehlt sich vor dem Besuch ein Blick in den aktuellen Veranstaltungskalender.

Für regelmäßige Gäste kann die LVR-Museumskarte interessant sein. Sie gilt zwölf Monate ab dem ersten Museumsbesuch und ermöglicht den freien Eintritt in Museen des LVR und LWL. Die Einzelkarte kostet 50 Euro, die Partnerkarte 70 Euro. Studierende, Auszubildende und Bundesfreiwilligendienstleistende erhalten eine Karte für 15 Euro. Sonderveranstaltungen sind von der Museumskarte ausdrücklich ausgenommen. Führungen können ebenfalls gebucht werden. Eine einstündige Führung kostet 70 Euro, eine Führung mit anderthalb Stunden 90 Euro; Schulklassenführungen werden mit 30 Euro berechnet.

Die Besuchsplanung sollte außerdem berücksichtigen, dass die archäologische Sammlung aktuell wegen Umbauarbeiten nicht vollständig zu sehen ist. Die neue Präsentation soll ab März 2027 wieder Zeugnisse der Vor- und Frühgeschichte, der römischen Zeit und des Frühmittelalters zeigen. Gleichzeitig ist der bereits eröffnete Teil von WELT IM WANDEL zugänglich und bietet einen eigenständigen Rundgang durch die rheinische Kunst- und Kulturgeschichte vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Der kostenlose Mediaguide kann auf dem eigenen Smartphone genutzt werden; Leihgeräte sind an der Kasse erhältlich.

LVR-LandesMuseum Bonn Parken und Anfahrt an der Colmantstraße

Das LVR-LandesMuseum Bonn liegt an der Colmantstraße 14–16 im Bonner Stadtzentrum und ist sowohl mit öffentlichen Verkehrsmitteln als auch mit dem Auto gut erreichbar. Vom Bonner Hauptbahnhof führt ein kurzer Fußweg zum Museum. Die zentrale Lage macht den Besuch besonders unkompliziert für Gäste, die mit der Bahn anreisen oder ihren Museumsbesuch mit einem Spaziergang durch die Innenstadt verbinden möchten. Auch mehrere Veranstaltungsangebote, darunter das Kino im Landesmuseum, profitieren von dieser guten Erreichbarkeit.

Für die Anreise mit dem Auto steht eine hauseigene Tiefgarage zur Verfügung. Sie verfügt über 70 Stellplätze und ist über die Colmantstraße links vom Museumsgebäude erreichbar. Die maximale Einfahrtshöhe beträgt 1,85 Meter. Für Museumsgäste, Shop- und Bibliotheksgäste sowie Besucherinnen und Besucher von Veranstaltungen, Tagungen, Kongressen und Workshops kostet der rabattierte Tagessatz 5 Euro. Der reguläre Stundensatz liegt bei 2 Euro. Ohne Rabatt beträgt der Tageshöchstsatz 20 Euro. Der Fußweg von der Tiefgarage zum Museum beträgt ungefähr 70 Meter.

Wichtig ist der Hinweis zur Barrierefreiheit der Tiefgarage. Sie ist nicht barrierefrei und verfügt über keinen Aufzug. Der Zugang erfolgt ausschließlich über ein Treppenhaus oder über die Autorampen. Personen mit Mobilitätseinschränkungen sollten deshalb vorab prüfen, welche Anreisemöglichkeit am besten geeignet ist. Das Museum selbst informiert über barrierefreie Zugänge und aktuelle Bedingungen. Für das Kino und die Gastronomie im Umfeld des Veranstaltungsbereichs gibt es außerdem einen geräumigen Aufzug, der vom hinteren Innenhof des Kulturzentrums aus erreichbar ist.

Bei der Anfahrt aus Richtung Köln führt der Weg über die A59 zum Autobahndreieck Bonn-Beuel und anschließend über die A565 zur Abfahrt Bonn-Endenich. Von dort geht es über die Endenicher Straße in Richtung Innenstadt, weiter über den Wittelsbacher Ring und zum Beethovenplatz. Danach führt die Strecke über die Endenicher Allee in die Colmantstraße. Für Autofahrerinnen und Autofahrer ist zu beachten, dass Bonn eine Umweltzone besitzt. Wer mit Bus, Straßenbahn oder U-Bahn anreist, sollte die aktuellen Linien- und Baustelleninformationen des regionalen Verkehrsverbunds prüfen, da sich Fahrpläne und Wege zeitweise ändern können.

Die Lage nahe dem Hauptbahnhof ist auch für Gruppen, Tagungsgäste und Veranstalter ein praktischer Vorteil. Laut der hauseigenen Bankettinformation liegt das Museum weniger als fünf Gehminuten vom Bahnhof entfernt und besitzt eine gebührenpflichtige Tiefgarage. Damit eignet sich der Ort nicht nur für den klassischen Museumsbesuch, sondern auch für Empfänge, Workshops, Kongresse und besondere Abendveranstaltungen. Vor einer individuellen Veranstaltung sollten Raumangebot, Zugänglichkeit und Parkbedingungen direkt mit dem Museum abgestimmt werden.

Ausstellungen und Fotos im LVR-LandesMuseum Bonn

Die Ausstellungsthemen des LVR-LandesMuseums Bonn reichen von den frühesten Spuren menschlicher Geschichte bis zu Kunst und Alltagskultur der Gegenwart. Das Museum versteht sich als Gedächtnis des Rheinlandes und möchte zugleich ein Haus für alle sein. Die neue Dauerausstellung wurde deshalb inklusiver, partizipativer und stärker auf aktuelle gesellschaftliche Fragen ausgerichtet. Statt Geschichte ausschließlich chronologisch zu erzählen, verbindet die Präsentation unterschiedliche Objektgruppen und Perspektiven. Kunstwerke, archäologische Funde, Möbel, Fotografien und Dokumente treten miteinander in Beziehung und machen sichtbar, wie Menschen im Rheinland gelebt, gearbeitet, geglaubt und gestaltet haben.

Der aktuell zugängliche Teil trägt den Titel WELT IM WANDEL. Das Rheinland vom Mittelalter bis Morgen. Die Ausstellung führt durch etwa 1.000 Jahre rheinischer Kunst- und Kulturgeschichte. Zu den Höhepunkten gehören mittelalterliche Holzskulpturen wie die Pietà Roettgen, kostbares Kunsthandwerk aus barocken Residenzen, Gemälde der Düsseldorfer Malerschule sowie künstlerische und fotografische Positionen des 20. Jahrhunderts. Die Objekte erzählen nicht nur von Stilgeschichte, sondern auch von sozialen Veränderungen, religiösen Vorstellungen, politischen Machtverhältnissen und persönlichen Lebenswelten.

Ein besonderer Bereich ist das Museum der Zukunft. Dort werden Besucherinnen und Besucher eingeladen, über aktuelle Themen und Zukunftsfragen nachzudenken. Diese Verbindung von historischer Sammlung und Gegenwartsdiskussion ist ein wichtiges Merkmal des Hauses. Die Ausstellung möchte nicht den Eindruck vermitteln, Geschichte sei abgeschlossen. Vielmehr zeigt sie, dass sich Bedeutungen verändern und dass Museen selbst auf neue gesellschaftliche Bedürfnisse reagieren müssen. Mitmachstationen und digitale Vermittlungsangebote unterstützen diesen Ansatz.

Wer nach LVR-Landesmuseum Bonn Fotos sucht, findet auf den offiziellen Seiten Bildmaterial zur Fassade, zu Ausstellungsräumen und zu ausgewählten Präsentationen. Die Aufnahmen vermitteln einen ersten Eindruck von der Architektur und der Atmosphäre des Hauses. Das Gebäude verbindet einen erhaltenen älteren Teil mit dem sogenannten Schellbau, einem modernen Museumsbau aus den Jahren 1963 bis 1967. Beton und Glas prägen die klare Formensprache des Neubaus. Für eigene Fotoaufnahmen im Museum gelten die Hausordnung und die Hinweise der jeweiligen Ausstellung. Beim Escape Game Nachtwache sind Fotos und Videos in den Spielräumen ausdrücklich untersagt, damit die Rätsel und Überraschungen nicht vorweggenommen werden.

Die archäologischen Bereiche befinden sich während der Neukonzeption teilweise im Umbau. Besucherinnen und Besucher sollten daher nicht davon ausgehen, dass der vollständige Rundgang durch 400.000 Jahre rheinische Geschichte bereits wieder möglich ist. Als Vorgeschmack auf die künftige archäologische Präsentation zeigte die Ausstellung Der Rhein. Leben am Fluss eine Auswahl herausragender Funde von der Vorgeschichte bis zum Mittelalter. Dazu gehörten unter anderem das Doppelgrab von Oberkassel, keltische Alltagsgegenstände, römische Luxusartikel und Grabsteine sowie ein frühmittelalterliches Holzboot.

Kommende Veranstaltungen, Kino und besondere Erlebnisse

Das Veranstaltungsprogramm des LVR-LandesMuseums Bonn ergänzt die Ausstellungen um Führungen, Vorträge, Bibliotheksgespräche, Workshops und Familienangebote. Das aktuelle Programm umfasst regelmäßig öffentliche Führungen durch WELT IM WANDEL, Themenführungen zur Provenienzforschung und Veranstaltungen, die einzelne Objekte oder historische Fragestellungen vertiefen. Für Familien gibt es Rallyes, Mitmachstationen und Ferienprogramme. Kinder, Jugendliche, Schulklassen, Studierende und Erwachsene werden mit unterschiedlichen Formaten angesprochen.

Ein fester Bestandteil ist das Kino im Landesmuseum. In Kooperation mit der Bonner Kinemathek werden im Veranstaltungssaal ausgewählte Filme gezeigt, regelmäßig dienstags und freitags um 19:30 Uhr. Das Angebot verbindet die besondere Atmosphäre eines Museums mit dem kuratierten Programm eines Arthouse-Kinos. Das aktuelle Filmprogramm, die konkreten Spieltermine und der Online-Ticketverkauf werden von der Bonner Kinemathek veröffentlicht. Wer einen Kinobesuch plant, sollte deshalb die tagesaktuellen Angaben des Veranstalters prüfen, da sich Titel, Zeiten und Verfügbarkeit ändern können.

Auch The Jury Experience wird mit dem LVR-LandesMuseum Bonn als Veranstaltungsort in Verbindung gebracht. Dabei handelt es sich um ein interaktives Erlebnisformat, bei dem das Publikum in eine fiktive Gerichtsverhandlung einbezogen wird. Solche extern oder kooperativ veranstalteten Termine sind nicht automatisch Bestandteil des regulären Museumsprogramms. Tickets, Altersangaben, Einlassbedingungen und konkrete Termine müssen daher jeweils über den zuständigen Veranstalter kontrolliert werden. Das gilt ebenso für andere Sonderveranstaltungen, die außerhalb der üblichen Museumsöffnungszeiten stattfinden.

Für Gruppen und Unternehmen bietet das Museum unterschiedliche Veranstaltungs- und Tagungsmöglichkeiten. Die zentrale Lage, die Nähe zum Bahnhof und die hauseigene Tiefgarage erleichtern die Organisation. Veranstaltungen können während der normalen Öffnungszeiten oder exklusiv außerhalb der Öffnungszeiten durchgeführt werden. Die Kombination aus Ausstellung, Vortrag, Empfang und gastronomischer Betreuung eröffnet verschiedene Möglichkeiten für Firmenveranstaltungen, Kulturabende, Tagungen und private Feiern. Eine genaue Beratung ist sinnvoll, weil Raumkapazitäten, technische Ausstattung und gastronomische Leistungen vom jeweiligen Format abhängen.

Familien finden im Museum regelmäßig Angebote, die über das reine Betrachten von Objekten hinausgehen. Workshops und Führungen machen historische Themen spielerisch erfahrbar. In den Ferien können Kinder und Erwachsene an Rallyes oder Experimentierstationen teilnehmen. Die Programme führen beispielsweise von der Steinzeit über die Römerzeit bis in die Moderne. Für individuell buchbare Angebote, Kindergeburtstage und Gruppenprogramme ist häufig die Kulturinfo Rheinland zuständig. Für aktuelle Termine und Buchungsbedingungen sollte der offizielle Veranstaltungskalender genutzt werden.

Nachtwache und Escape Room im LVR-LandesMuseum Bonn

Das Escape Game Nachtwache ist eines der ungewöhnlichsten Angebote des LVR-LandesMuseums Bonn. Die Geschichte beginnt mit einem ausgefallenen Nachtwächter. Besucherinnen und Besucher übernehmen seinen Rundgang und entdecken dabei, dass sich die scheinbare Ruhe im Museum schnell in eine rätselhafte Reise durch verschiedene Epochen verwandelt. Geräusche, Licht, Schatten und ungewöhnliche Spuren führen durch die Ausstellungsräume. Die Aufgaben greifen Themen aus der Museumssammlung auf und verbinden spielerische Spannung mit historischen Einblicken.

Die Ausgabe 2026 läuft vom 30. Mai bis 30. August 2026 und richtet sich an Familien sowie an Rätselfans. Das Angebot ist für Kinder ab sechs Jahren in Begleitung und für Erwachsene geeignet. Gruppen bestehen aus zwei bis sechs Personen und können alle 15 Minuten starten. Für die Teilnahme ist ein Zeitfenster erforderlich. Das Escape Game kostet 10 Euro pro Gruppe, unabhängig davon, ob zwei oder sechs Personen teilnehmen. Zusätzlich benötigen alle Teilnehmenden ein Eintrittsticket für das Museum. Je nach Verfügbarkeit können offene Zeitfenster auch vor Ort gebucht werden; eine vorherige Reservierung ist jedoch die sicherere Variante.

Das Spiel findet tagsüber während der Museumsöffnungszeiten statt. Dienstags bis sonntags und an Feiertagen können Zeitfenster zwischen 11 und 18 Uhr genutzt werden; der letzte Start ist um 16:45 Uhr vorgesehen. Die Rätselumgebung ist nach den Angaben des Museums grundsätzlich auch für Menschen mit Mobilitätseinschränkung geeignet. Es gibt keine Türen oder Stufen, und die Durchgänge sind mindestens 1,50 Meter breit. Einige Aufgaben erfordern jedoch, dass zwei Personen im Stehen oder in Bodennähe arbeiten. Wer besondere Unterstützung benötigt, sollte sich deshalb vorab an das Museum wenden.

Ein wichtiger Bestandteil des Konzepts ist die Überraschung. Daher dürfen in den Räumen des Escape Games keine Fotos oder Videos aufgenommen werden. Auch Spielelemente, Rätsel, Einrichtung und Ablauf sollen nicht öffentlich gemacht werden. Diese Regel schützt das Erlebnis für nachfolgende Gruppen. Als Kindergeburtstag kann die Nachtwache ebenfalls gebucht werden. Das entsprechende Programm dauert zwei Stunden, davon ungefähr 90 Minuten museumspädagogisches Escape Game und 30 Minuten in einem separaten Raum mit selbst mitgebrachtem Kuchen und Getränken. Die maximale Gruppengröße liegt bei sechs Kindern, das Mindestalter beträgt sieben Jahre.

Das Escape Game entstand in Zusammenarbeit mit der Escape-Game-Agentur Timebreak Bonn. Es zeigt, wie sich ein historisches Museum mit modernen Formen der Vermittlung öffnen kann. Statt Exponate nur aus der Distanz zu betrachten, lösen die Teilnehmenden Aufgaben, bewegen sich durch Räume und setzen sich aktiv mit Licht, Schatten, Zeit und historischen Objekten auseinander. Gerade für Familien und Gruppen, die einen Museumsbesuch mit einem besonderen Erlebnis verbinden möchten, kann die Nachtwache eine attraktive Ergänzung sein.

Bibliothek, Restaurant und Serviceangebote im Museum

Die Bibliothek des LVR-LandesMuseums Bonn ist eine wissenschaftliche Spezialbibliothek für Archäologie und Kunstgeschichte. Ihr Bestand umfasst mehr als 200.000 Bände und rund 900 laufende Zeitschriften. Die Sammlung spiegelt die Forschungs- und Ausstellungsschwerpunkte des Museums wider. Dazu gehören Literatur zur Vor- und Frühgeschichte, zur provinzialrömischen und mittelalterlichen Archäologie, zur rheinischen Kunstgeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart sowie Publikationen zu Numismatik, Epigraphik, Museumskonzeption, Museumsforschung und Provenienzforschung.

Die Bibliothek kann von allen Interessierten kostenlos und unabhängig von einem Museumsbesuch genutzt werden. Sie ist montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr geöffnet, mittwochs bis 18 Uhr. Es stehen 16 Arbeitsplätze, WLAN, ein Recherche-PC mit Internetzugang, ein Kopiergerät und ein Buchscanner mit USB-Anschluss zur Verfügung. Als Präsenzbibliothek bietet sie eine Ausleihe grundsätzlich nur über das Wochenende an. Die Literatursuche erfolgt über den Online-Katalog und den Gemeinsamen Bibliotheksverbund. Zusätzlich ist die Bibliothek an die deutsche Fernleihe angeschlossen.

Der Zugang zur Bibliothek liegt im Skulpturenhof zwischen Colmantstraße und Bachstraße. Wegen einer Baustelle im Skulpturenhof ist aktuell der Zugang von der Colmantstraße zu beachten. Wer gezielt recherchieren möchte, sollte vorab die aktuellen Zugangshinweise und die Bibliotheksordnung prüfen. Für wissenschaftliche Arbeiten, Provenienzrecherche und die Vorbereitung eines Ausstellungsbesuchs bietet die Bibliothek einen besonders wertvollen Service, weil sie Fachliteratur und Ausstellungskataloge aus vielen Ländern zusammenführt.

Zum Umfeld des Museums gehört das Restaurant DelikArt. Es wird auf den Besuchsseiten des Museums als gastronomisches Angebot genannt und ergänzt Museumsbesuche, Veranstaltungen und Tagungen. Öffnungszeiten, Speisekarte und Reservierungsmöglichkeiten können sich unabhängig von den Museumszeiten ändern. Deshalb sollten Gäste, die ihren Besuch mit einem Restaurantaufenthalt verbinden möchten, die aktuellen Informationen des gastronomischen Betriebs prüfen. Für Veranstaltungen kann eine gastronomische Betreuung Teil einer individuellen Planung sein.

Weitere Serviceangebote umfassen einen Museumsshop, Schließfächer und den Mediaguide. Der Mediaguide kann kostenlos auf dem eigenen Smartphone genutzt werden und vermittelt Inhalte zur Geschichte des Rheinlandes auch außerhalb des Museumsbesuchs. An der Kasse können Leihgeräte ausgegeben werden. Führungen, Workshops und inklusive Angebote werden je nach Format über das Museum oder die Kulturinfo Rheinland gebucht. Für Menschen mit Behinderungen bestehen spezielle Vermittlungsangebote, darunter individuell abgestimmte Führungen. Da sich Zugänge und Ausstellungsbereiche während des Umbaus verändern können, empfiehlt sich eine vorherige Kontaktaufnahme.

Geschichte, Architektur und Bedeutung des LVR-LandesMuseums Bonn

Die Geschichte des LVR-LandesMuseums Bonn reicht mehr als 200 Jahre zurück. Als frühester Vorgänger gilt das am 4. Januar 1820 gegründete Antiquitätenkabinett Rheinisch-Westphälischer Alterthümer, auch Museum vaterländischer Altertümer genannt. Die Gründung erfolgte durch einen Erlass des preußischen Staatskanzlers Karl August Fürst von Hardenberg. Ziel war es, verstreute Zeugnisse der älteren Geschichte zu sichern, zu sammeln und wissenschaftlich zu untersuchen. Im Mittelpunkt standen zunächst vor- und frühgeschichtliche sowie römische Funde aus dem Rheinland.

In den ersten Jahrzehnten besaß das Museum kein eigenes Gebäude. Ein großer Teil der Sammlung war in Räumen des Bonner Universitätsschlosses untergebracht. Mit der Gründung des Provinzialmuseums Bonn im Jahr 1874 wurde der Wunsch nach einer eigenen Einrichtung verstärkt. Das Museum entwickelte sich zu einem zentralen Ort für die Erforschung, Bewahrung und Vermittlung der rheinischen Kulturgeschichte. Seine Aufgaben reichten von archäologischen Ausgrabungen über Restaurierung und Sammlungspflege bis zur öffentlichen Präsentation bedeutender Kunstwerke und Funde.

Das Museumsgebäude an der Colmantstraße wurde im Zweiten Weltkrieg beschädigt. 1953 fiel die Entscheidung, den vorderen Teil des Altbaus abzureißen. Der hintere Teil blieb erhalten und wurde nach dem Krieg renoviert. Zwischen 1963 und 1967 entstand nach Plänen des Wiesbadener Architekten Rainer Schell ein neuer Bau. Wegen der Verbindung aus Beton, Glas und klarer moderner Formensprache wird dieser Gebäudeteil umgangssprachlich als Schellbau bezeichnet. Die Architektur war auf zeitgemäße Ausstellungen, Besucherführung und museumspädagogische Angebote ausgerichtet.

Seit 2008 trägt das Haus den Namen LVR-LandesMuseum Bonn. Seit 2018 wird die Dauerausstellung umfassend neu konzipiert. Der Anspruch besteht darin, die rheinische Kulturgeschichte inklusiver, partizipativer und stärker im Dialog mit der Gegenwart zu präsentieren. Der erste Teil der neuen Dauerausstellung wurde im Herbst 2023 unter dem Titel WELT IM WANDEL eröffnet. Die weitere Neugestaltung der archäologischen Bereiche soll ab März 2027 wieder einen umfassenderen Blick auf die Vor- und Frühgeschichte, die römische Zeit und das Frühmittelalter ermöglichen.

Heute ist das Museum weit mehr als ein Ort für historische Objekte. Es ist Forschungsstätte, Bibliothek, Bildungsort, Kino-Spielstätte und Veranstaltungszentrum. Seine Lage im Bonner Zentrum, die Nähe zum Hauptbahnhof und die Verbindung von Sammlung, Vermittlung und aktuellen Kulturformaten machen das LVR-LandesMuseum Bonn zu einer vielseitigen Adresse für Einheimische und Gäste. Wer sich für Geschichte, Kunst, Architektur, Fotografie, Kino oder interaktive Familienangebote interessiert, findet hier unterschiedliche Gründe für einen Besuch.

Quellen:

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LVR-LandesMuseum Bonn | Ausstellungen & Veranstaltungen

Das LVR-LandesMuseum Bonn an der Colmantstraße 14–16 ist ein bedeutender Kulturort im Zentrum der Bundesstadt. Nur wenige Gehminuten vom Bonner Hauptbahnhof entfernt, verbindet das Haus Archäologie, Kunstgeschichte und Kulturgeschichte des Rheinlandes mit einem vielseitigen Veranstaltungsprogramm. Besucherinnen und Besucher können hier Objekte aus rund 400.000 Jahren Geschichte entdecken, mittelalterliche Skulpturen betrachten, Gemälde und Fotografien aus verschiedenen Jahrhunderten kennenlernen oder an Führungen, Workshops und Familienangeboten teilnehmen. Das Museum ist zugleich Forschungsstätte, Bibliothek, Veranstaltungsort und Partner der Bonner Kinemathek.

Besonders prägend ist die neue Dauerausstellung WELT IM WANDEL. Das Rheinland vom Mittelalter bis Morgen. Sie zeigt anhand von Skulpturen, Gemälden, Grafiken, Fotografien, Möbeln und kunsthandwerklichen Objekten, wie sich das Leben am Rhein über etwa 1.000 Jahre verändert hat. Die Präsentation verbindet historische Themen mit Fragen der Gegenwart und Zukunft. Wegen der laufenden Neukonzeption ist die archäologische Sammlung derzeit teilweise geschlossen. Die Bereiche zur Vor- und Frühgeschichte, zur Römerzeit und zum Frühmittelalter sollen ab März 2027 wieder zugänglich sein. Dadurch bleibt das Museum ein Ort im Wandel, an dem sich ein Besuch je nach Ausstellungsstand immer wieder neu lohnt.

LVR-LandesMuseum Bonn Öffnungszeiten, Tickets und Eintrittspreise

Wer seinen Besuch im LVR-LandesMuseum Bonn planen möchte, sollte zunächst die regulären Öffnungszeiten beachten. Das Museum ist dienstags bis sonntags sowie an Feiertagen von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Montags bleibt das Haus geschlossen. Zusätzlich gelten besondere Schließtage an Weiberfastnacht, Heiligabend, dem ersten Weihnachtsfeiertag, Silvester und Neujahr. Geöffnet ist das Museum unter anderem an Karfreitag, Ostermontag, Pfingstmontag und am zweiten Weihnachtsfeiertag. Für Schulklassen mit gebuchter Führung kann der Zugang bereits ab 10 Uhr möglich sein.

Tickets sind online und an der Museumskasse erhältlich. Der reguläre Eintritt für Dauer- und Sonderausstellungen beträgt 11 Euro. Eine ermäßigte Eintrittskarte kostet 7 Euro. Für Gruppen mit mehr als zehn Personen gilt ebenfalls ein reduzierter Preis von 7 Euro pro Person. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre besuchen das Museum kostenlos, ebenso Schulklassen. Ein besonderer Termin im Kalender ist der erste Freitag jedes Monats. Dann bietet das LVR-LandesMuseum Bonn einen freien Freitag mit kostenlosem Eintritt an. Da einzelne Veranstaltungen und Sonderangebote unabhängig vom Museumseintritt gebucht werden können, empfiehlt sich vor dem Besuch ein Blick in den aktuellen Veranstaltungskalender.

Für regelmäßige Gäste kann die LVR-Museumskarte interessant sein. Sie gilt zwölf Monate ab dem ersten Museumsbesuch und ermöglicht den freien Eintritt in Museen des LVR und LWL. Die Einzelkarte kostet 50 Euro, die Partnerkarte 70 Euro. Studierende, Auszubildende und Bundesfreiwilligendienstleistende erhalten eine Karte für 15 Euro. Sonderveranstaltungen sind von der Museumskarte ausdrücklich ausgenommen. Führungen können ebenfalls gebucht werden. Eine einstündige Führung kostet 70 Euro, eine Führung mit anderthalb Stunden 90 Euro; Schulklassenführungen werden mit 30 Euro berechnet.

Die Besuchsplanung sollte außerdem berücksichtigen, dass die archäologische Sammlung aktuell wegen Umbauarbeiten nicht vollständig zu sehen ist. Die neue Präsentation soll ab März 2027 wieder Zeugnisse der Vor- und Frühgeschichte, der römischen Zeit und des Frühmittelalters zeigen. Gleichzeitig ist der bereits eröffnete Teil von WELT IM WANDEL zugänglich und bietet einen eigenständigen Rundgang durch die rheinische Kunst- und Kulturgeschichte vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Der kostenlose Mediaguide kann auf dem eigenen Smartphone genutzt werden; Leihgeräte sind an der Kasse erhältlich.

LVR-LandesMuseum Bonn Parken und Anfahrt an der Colmantstraße

Das LVR-LandesMuseum Bonn liegt an der Colmantstraße 14–16 im Bonner Stadtzentrum und ist sowohl mit öffentlichen Verkehrsmitteln als auch mit dem Auto gut erreichbar. Vom Bonner Hauptbahnhof führt ein kurzer Fußweg zum Museum. Die zentrale Lage macht den Besuch besonders unkompliziert für Gäste, die mit der Bahn anreisen oder ihren Museumsbesuch mit einem Spaziergang durch die Innenstadt verbinden möchten. Auch mehrere Veranstaltungsangebote, darunter das Kino im Landesmuseum, profitieren von dieser guten Erreichbarkeit.

Für die Anreise mit dem Auto steht eine hauseigene Tiefgarage zur Verfügung. Sie verfügt über 70 Stellplätze und ist über die Colmantstraße links vom Museumsgebäude erreichbar. Die maximale Einfahrtshöhe beträgt 1,85 Meter. Für Museumsgäste, Shop- und Bibliotheksgäste sowie Besucherinnen und Besucher von Veranstaltungen, Tagungen, Kongressen und Workshops kostet der rabattierte Tagessatz 5 Euro. Der reguläre Stundensatz liegt bei 2 Euro. Ohne Rabatt beträgt der Tageshöchstsatz 20 Euro. Der Fußweg von der Tiefgarage zum Museum beträgt ungefähr 70 Meter.

Wichtig ist der Hinweis zur Barrierefreiheit der Tiefgarage. Sie ist nicht barrierefrei und verfügt über keinen Aufzug. Der Zugang erfolgt ausschließlich über ein Treppenhaus oder über die Autorampen. Personen mit Mobilitätseinschränkungen sollten deshalb vorab prüfen, welche Anreisemöglichkeit am besten geeignet ist. Das Museum selbst informiert über barrierefreie Zugänge und aktuelle Bedingungen. Für das Kino und die Gastronomie im Umfeld des Veranstaltungsbereichs gibt es außerdem einen geräumigen Aufzug, der vom hinteren Innenhof des Kulturzentrums aus erreichbar ist.

Bei der Anfahrt aus Richtung Köln führt der Weg über die A59 zum Autobahndreieck Bonn-Beuel und anschließend über die A565 zur Abfahrt Bonn-Endenich. Von dort geht es über die Endenicher Straße in Richtung Innenstadt, weiter über den Wittelsbacher Ring und zum Beethovenplatz. Danach führt die Strecke über die Endenicher Allee in die Colmantstraße. Für Autofahrerinnen und Autofahrer ist zu beachten, dass Bonn eine Umweltzone besitzt. Wer mit Bus, Straßenbahn oder U-Bahn anreist, sollte die aktuellen Linien- und Baustelleninformationen des regionalen Verkehrsverbunds prüfen, da sich Fahrpläne und Wege zeitweise ändern können.

Die Lage nahe dem Hauptbahnhof ist auch für Gruppen, Tagungsgäste und Veranstalter ein praktischer Vorteil. Laut der hauseigenen Bankettinformation liegt das Museum weniger als fünf Gehminuten vom Bahnhof entfernt und besitzt eine gebührenpflichtige Tiefgarage. Damit eignet sich der Ort nicht nur für den klassischen Museumsbesuch, sondern auch für Empfänge, Workshops, Kongresse und besondere Abendveranstaltungen. Vor einer individuellen Veranstaltung sollten Raumangebot, Zugänglichkeit und Parkbedingungen direkt mit dem Museum abgestimmt werden.

Ausstellungen und Fotos im LVR-LandesMuseum Bonn

Die Ausstellungsthemen des LVR-LandesMuseums Bonn reichen von den frühesten Spuren menschlicher Geschichte bis zu Kunst und Alltagskultur der Gegenwart. Das Museum versteht sich als Gedächtnis des Rheinlandes und möchte zugleich ein Haus für alle sein. Die neue Dauerausstellung wurde deshalb inklusiver, partizipativer und stärker auf aktuelle gesellschaftliche Fragen ausgerichtet. Statt Geschichte ausschließlich chronologisch zu erzählen, verbindet die Präsentation unterschiedliche Objektgruppen und Perspektiven. Kunstwerke, archäologische Funde, Möbel, Fotografien und Dokumente treten miteinander in Beziehung und machen sichtbar, wie Menschen im Rheinland gelebt, gearbeitet, geglaubt und gestaltet haben.

Der aktuell zugängliche Teil trägt den Titel WELT IM WANDEL. Das Rheinland vom Mittelalter bis Morgen. Die Ausstellung führt durch etwa 1.000 Jahre rheinischer Kunst- und Kulturgeschichte. Zu den Höhepunkten gehören mittelalterliche Holzskulpturen wie die Pietà Roettgen, kostbares Kunsthandwerk aus barocken Residenzen, Gemälde der Düsseldorfer Malerschule sowie künstlerische und fotografische Positionen des 20. Jahrhunderts. Die Objekte erzählen nicht nur von Stilgeschichte, sondern auch von sozialen Veränderungen, religiösen Vorstellungen, politischen Machtverhältnissen und persönlichen Lebenswelten.

Ein besonderer Bereich ist das Museum der Zukunft. Dort werden Besucherinnen und Besucher eingeladen, über aktuelle Themen und Zukunftsfragen nachzudenken. Diese Verbindung von historischer Sammlung und Gegenwartsdiskussion ist ein wichtiges Merkmal des Hauses. Die Ausstellung möchte nicht den Eindruck vermitteln, Geschichte sei abgeschlossen. Vielmehr zeigt sie, dass sich Bedeutungen verändern und dass Museen selbst auf neue gesellschaftliche Bedürfnisse reagieren müssen. Mitmachstationen und digitale Vermittlungsangebote unterstützen diesen Ansatz.

Wer nach LVR-Landesmuseum Bonn Fotos sucht, findet auf den offiziellen Seiten Bildmaterial zur Fassade, zu Ausstellungsräumen und zu ausgewählten Präsentationen. Die Aufnahmen vermitteln einen ersten Eindruck von der Architektur und der Atmosphäre des Hauses. Das Gebäude verbindet einen erhaltenen älteren Teil mit dem sogenannten Schellbau, einem modernen Museumsbau aus den Jahren 1963 bis 1967. Beton und Glas prägen die klare Formensprache des Neubaus. Für eigene Fotoaufnahmen im Museum gelten die Hausordnung und die Hinweise der jeweiligen Ausstellung. Beim Escape Game Nachtwache sind Fotos und Videos in den Spielräumen ausdrücklich untersagt, damit die Rätsel und Überraschungen nicht vorweggenommen werden.

Die archäologischen Bereiche befinden sich während der Neukonzeption teilweise im Umbau. Besucherinnen und Besucher sollten daher nicht davon ausgehen, dass der vollständige Rundgang durch 400.000 Jahre rheinische Geschichte bereits wieder möglich ist. Als Vorgeschmack auf die künftige archäologische Präsentation zeigte die Ausstellung Der Rhein. Leben am Fluss eine Auswahl herausragender Funde von der Vorgeschichte bis zum Mittelalter. Dazu gehörten unter anderem das Doppelgrab von Oberkassel, keltische Alltagsgegenstände, römische Luxusartikel und Grabsteine sowie ein frühmittelalterliches Holzboot.

Kommende Veranstaltungen, Kino und besondere Erlebnisse

Das Veranstaltungsprogramm des LVR-LandesMuseums Bonn ergänzt die Ausstellungen um Führungen, Vorträge, Bibliotheksgespräche, Workshops und Familienangebote. Das aktuelle Programm umfasst regelmäßig öffentliche Führungen durch WELT IM WANDEL, Themenführungen zur Provenienzforschung und Veranstaltungen, die einzelne Objekte oder historische Fragestellungen vertiefen. Für Familien gibt es Rallyes, Mitmachstationen und Ferienprogramme. Kinder, Jugendliche, Schulklassen, Studierende und Erwachsene werden mit unterschiedlichen Formaten angesprochen.

Ein fester Bestandteil ist das Kino im Landesmuseum. In Kooperation mit der Bonner Kinemathek werden im Veranstaltungssaal ausgewählte Filme gezeigt, regelmäßig dienstags und freitags um 19:30 Uhr. Das Angebot verbindet die besondere Atmosphäre eines Museums mit dem kuratierten Programm eines Arthouse-Kinos. Das aktuelle Filmprogramm, die konkreten Spieltermine und der Online-Ticketverkauf werden von der Bonner Kinemathek veröffentlicht. Wer einen Kinobesuch plant, sollte deshalb die tagesaktuellen Angaben des Veranstalters prüfen, da sich Titel, Zeiten und Verfügbarkeit ändern können.

Auch The Jury Experience wird mit dem LVR-LandesMuseum Bonn als Veranstaltungsort in Verbindung gebracht. Dabei handelt es sich um ein interaktives Erlebnisformat, bei dem das Publikum in eine fiktive Gerichtsverhandlung einbezogen wird. Solche extern oder kooperativ veranstalteten Termine sind nicht automatisch Bestandteil des regulären Museumsprogramms. Tickets, Altersangaben, Einlassbedingungen und konkrete Termine müssen daher jeweils über den zuständigen Veranstalter kontrolliert werden. Das gilt ebenso für andere Sonderveranstaltungen, die außerhalb der üblichen Museumsöffnungszeiten stattfinden.

Für Gruppen und Unternehmen bietet das Museum unterschiedliche Veranstaltungs- und Tagungsmöglichkeiten. Die zentrale Lage, die Nähe zum Bahnhof und die hauseigene Tiefgarage erleichtern die Organisation. Veranstaltungen können während der normalen Öffnungszeiten oder exklusiv außerhalb der Öffnungszeiten durchgeführt werden. Die Kombination aus Ausstellung, Vortrag, Empfang und gastronomischer Betreuung eröffnet verschiedene Möglichkeiten für Firmenveranstaltungen, Kulturabende, Tagungen und private Feiern. Eine genaue Beratung ist sinnvoll, weil Raumkapazitäten, technische Ausstattung und gastronomische Leistungen vom jeweiligen Format abhängen.

Familien finden im Museum regelmäßig Angebote, die über das reine Betrachten von Objekten hinausgehen. Workshops und Führungen machen historische Themen spielerisch erfahrbar. In den Ferien können Kinder und Erwachsene an Rallyes oder Experimentierstationen teilnehmen. Die Programme führen beispielsweise von der Steinzeit über die Römerzeit bis in die Moderne. Für individuell buchbare Angebote, Kindergeburtstage und Gruppenprogramme ist häufig die Kulturinfo Rheinland zuständig. Für aktuelle Termine und Buchungsbedingungen sollte der offizielle Veranstaltungskalender genutzt werden.

Nachtwache und Escape Room im LVR-LandesMuseum Bonn

Das Escape Game Nachtwache ist eines der ungewöhnlichsten Angebote des LVR-LandesMuseums Bonn. Die Geschichte beginnt mit einem ausgefallenen Nachtwächter. Besucherinnen und Besucher übernehmen seinen Rundgang und entdecken dabei, dass sich die scheinbare Ruhe im Museum schnell in eine rätselhafte Reise durch verschiedene Epochen verwandelt. Geräusche, Licht, Schatten und ungewöhnliche Spuren führen durch die Ausstellungsräume. Die Aufgaben greifen Themen aus der Museumssammlung auf und verbinden spielerische Spannung mit historischen Einblicken.

Die Ausgabe 2026 läuft vom 30. Mai bis 30. August 2026 und richtet sich an Familien sowie an Rätselfans. Das Angebot ist für Kinder ab sechs Jahren in Begleitung und für Erwachsene geeignet. Gruppen bestehen aus zwei bis sechs Personen und können alle 15 Minuten starten. Für die Teilnahme ist ein Zeitfenster erforderlich. Das Escape Game kostet 10 Euro pro Gruppe, unabhängig davon, ob zwei oder sechs Personen teilnehmen. Zusätzlich benötigen alle Teilnehmenden ein Eintrittsticket für das Museum. Je nach Verfügbarkeit können offene Zeitfenster auch vor Ort gebucht werden; eine vorherige Reservierung ist jedoch die sicherere Variante.

Das Spiel findet tagsüber während der Museumsöffnungszeiten statt. Dienstags bis sonntags und an Feiertagen können Zeitfenster zwischen 11 und 18 Uhr genutzt werden; der letzte Start ist um 16:45 Uhr vorgesehen. Die Rätselumgebung ist nach den Angaben des Museums grundsätzlich auch für Menschen mit Mobilitätseinschränkung geeignet. Es gibt keine Türen oder Stufen, und die Durchgänge sind mindestens 1,50 Meter breit. Einige Aufgaben erfordern jedoch, dass zwei Personen im Stehen oder in Bodennähe arbeiten. Wer besondere Unterstützung benötigt, sollte sich deshalb vorab an das Museum wenden.

Ein wichtiger Bestandteil des Konzepts ist die Überraschung. Daher dürfen in den Räumen des Escape Games keine Fotos oder Videos aufgenommen werden. Auch Spielelemente, Rätsel, Einrichtung und Ablauf sollen nicht öffentlich gemacht werden. Diese Regel schützt das Erlebnis für nachfolgende Gruppen. Als Kindergeburtstag kann die Nachtwache ebenfalls gebucht werden. Das entsprechende Programm dauert zwei Stunden, davon ungefähr 90 Minuten museumspädagogisches Escape Game und 30 Minuten in einem separaten Raum mit selbst mitgebrachtem Kuchen und Getränken. Die maximale Gruppengröße liegt bei sechs Kindern, das Mindestalter beträgt sieben Jahre.

Das Escape Game entstand in Zusammenarbeit mit der Escape-Game-Agentur Timebreak Bonn. Es zeigt, wie sich ein historisches Museum mit modernen Formen der Vermittlung öffnen kann. Statt Exponate nur aus der Distanz zu betrachten, lösen die Teilnehmenden Aufgaben, bewegen sich durch Räume und setzen sich aktiv mit Licht, Schatten, Zeit und historischen Objekten auseinander. Gerade für Familien und Gruppen, die einen Museumsbesuch mit einem besonderen Erlebnis verbinden möchten, kann die Nachtwache eine attraktive Ergänzung sein.

Bibliothek, Restaurant und Serviceangebote im Museum

Die Bibliothek des LVR-LandesMuseums Bonn ist eine wissenschaftliche Spezialbibliothek für Archäologie und Kunstgeschichte. Ihr Bestand umfasst mehr als 200.000 Bände und rund 900 laufende Zeitschriften. Die Sammlung spiegelt die Forschungs- und Ausstellungsschwerpunkte des Museums wider. Dazu gehören Literatur zur Vor- und Frühgeschichte, zur provinzialrömischen und mittelalterlichen Archäologie, zur rheinischen Kunstgeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart sowie Publikationen zu Numismatik, Epigraphik, Museumskonzeption, Museumsforschung und Provenienzforschung.

Die Bibliothek kann von allen Interessierten kostenlos und unabhängig von einem Museumsbesuch genutzt werden. Sie ist montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr geöffnet, mittwochs bis 18 Uhr. Es stehen 16 Arbeitsplätze, WLAN, ein Recherche-PC mit Internetzugang, ein Kopiergerät und ein Buchscanner mit USB-Anschluss zur Verfügung. Als Präsenzbibliothek bietet sie eine Ausleihe grundsätzlich nur über das Wochenende an. Die Literatursuche erfolgt über den Online-Katalog und den Gemeinsamen Bibliotheksverbund. Zusätzlich ist die Bibliothek an die deutsche Fernleihe angeschlossen.

Der Zugang zur Bibliothek liegt im Skulpturenhof zwischen Colmantstraße und Bachstraße. Wegen einer Baustelle im Skulpturenhof ist aktuell der Zugang von der Colmantstraße zu beachten. Wer gezielt recherchieren möchte, sollte vorab die aktuellen Zugangshinweise und die Bibliotheksordnung prüfen. Für wissenschaftliche Arbeiten, Provenienzrecherche und die Vorbereitung eines Ausstellungsbesuchs bietet die Bibliothek einen besonders wertvollen Service, weil sie Fachliteratur und Ausstellungskataloge aus vielen Ländern zusammenführt.

Zum Umfeld des Museums gehört das Restaurant DelikArt. Es wird auf den Besuchsseiten des Museums als gastronomisches Angebot genannt und ergänzt Museumsbesuche, Veranstaltungen und Tagungen. Öffnungszeiten, Speisekarte und Reservierungsmöglichkeiten können sich unabhängig von den Museumszeiten ändern. Deshalb sollten Gäste, die ihren Besuch mit einem Restaurantaufenthalt verbinden möchten, die aktuellen Informationen des gastronomischen Betriebs prüfen. Für Veranstaltungen kann eine gastronomische Betreuung Teil einer individuellen Planung sein.

Weitere Serviceangebote umfassen einen Museumsshop, Schließfächer und den Mediaguide. Der Mediaguide kann kostenlos auf dem eigenen Smartphone genutzt werden und vermittelt Inhalte zur Geschichte des Rheinlandes auch außerhalb des Museumsbesuchs. An der Kasse können Leihgeräte ausgegeben werden. Führungen, Workshops und inklusive Angebote werden je nach Format über das Museum oder die Kulturinfo Rheinland gebucht. Für Menschen mit Behinderungen bestehen spezielle Vermittlungsangebote, darunter individuell abgestimmte Führungen. Da sich Zugänge und Ausstellungsbereiche während des Umbaus verändern können, empfiehlt sich eine vorherige Kontaktaufnahme.

Geschichte, Architektur und Bedeutung des LVR-LandesMuseums Bonn

Die Geschichte des LVR-LandesMuseums Bonn reicht mehr als 200 Jahre zurück. Als frühester Vorgänger gilt das am 4. Januar 1820 gegründete Antiquitätenkabinett Rheinisch-Westphälischer Alterthümer, auch Museum vaterländischer Altertümer genannt. Die Gründung erfolgte durch einen Erlass des preußischen Staatskanzlers Karl August Fürst von Hardenberg. Ziel war es, verstreute Zeugnisse der älteren Geschichte zu sichern, zu sammeln und wissenschaftlich zu untersuchen. Im Mittelpunkt standen zunächst vor- und frühgeschichtliche sowie römische Funde aus dem Rheinland.

In den ersten Jahrzehnten besaß das Museum kein eigenes Gebäude. Ein großer Teil der Sammlung war in Räumen des Bonner Universitätsschlosses untergebracht. Mit der Gründung des Provinzialmuseums Bonn im Jahr 1874 wurde der Wunsch nach einer eigenen Einrichtung verstärkt. Das Museum entwickelte sich zu einem zentralen Ort für die Erforschung, Bewahrung und Vermittlung der rheinischen Kulturgeschichte. Seine Aufgaben reichten von archäologischen Ausgrabungen über Restaurierung und Sammlungspflege bis zur öffentlichen Präsentation bedeutender Kunstwerke und Funde.

Das Museumsgebäude an der Colmantstraße wurde im Zweiten Weltkrieg beschädigt. 1953 fiel die Entscheidung, den vorderen Teil des Altbaus abzureißen. Der hintere Teil blieb erhalten und wurde nach dem Krieg renoviert. Zwischen 1963 und 1967 entstand nach Plänen des Wiesbadener Architekten Rainer Schell ein neuer Bau. Wegen der Verbindung aus Beton, Glas und klarer moderner Formensprache wird dieser Gebäudeteil umgangssprachlich als Schellbau bezeichnet. Die Architektur war auf zeitgemäße Ausstellungen, Besucherführung und museumspädagogische Angebote ausgerichtet.

Seit 2008 trägt das Haus den Namen LVR-LandesMuseum Bonn. Seit 2018 wird die Dauerausstellung umfassend neu konzipiert. Der Anspruch besteht darin, die rheinische Kulturgeschichte inklusiver, partizipativer und stärker im Dialog mit der Gegenwart zu präsentieren. Der erste Teil der neuen Dauerausstellung wurde im Herbst 2023 unter dem Titel WELT IM WANDEL eröffnet. Die weitere Neugestaltung der archäologischen Bereiche soll ab März 2027 wieder einen umfassenderen Blick auf die Vor- und Frühgeschichte, die römische Zeit und das Frühmittelalter ermöglichen.

Heute ist das Museum weit mehr als ein Ort für historische Objekte. Es ist Forschungsstätte, Bibliothek, Bildungsort, Kino-Spielstätte und Veranstaltungszentrum. Seine Lage im Bonner Zentrum, die Nähe zum Hauptbahnhof und die Verbindung von Sammlung, Vermittlung und aktuellen Kulturformaten machen das LVR-LandesMuseum Bonn zu einer vielseitigen Adresse für Einheimische und Gäste. Wer sich für Geschichte, Kunst, Architektur, Fotografie, Kino oder interaktive Familienangebote interessiert, findet hier unterschiedliche Gründe für einen Besuch.

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