
Bonn
Tannenbusch, 53119 Bonn, Deutschland
HICOG-Siedlung Tannenbusch | Fotos & Geschichte
Die HICOG-Siedlung Tannenbusch ist kein klassischer Veranstaltungsort, sondern ein historisches Wohnensemble mit außergewöhnlicher Ausstrahlung. Wer nach Fotos sucht, findet hier keine Bühne, sondern Architektur, Freiraum und Stadtgeschichte in einem einzigen Motivraum. Die Siedlung entstand 1951 für deutsche Mitarbeiter der amerikanischen Hohen Kommission, liegt am Rand der Düne Tannenbusch und wird in der Bonner Denkmal- und Kulturlandschaft als bedeutendes Ensemble beschrieben. Genau diese Mischung aus frühem Nachkriegsbau, großzügigem Grün und markanter Höhenstaffelung macht den Ort für Fotografie, Stadtgeschichte und Architekturinteresse gleichermaßen spannend. ([hicog.de](https://hicog.de/))
Fotos der HICOG-Siedlung Tannenbusch: die besten Motive vor Ort
Wer die HICOG-Siedlung Tannenbusch fotografiert, merkt schnell, dass der Reiz nicht in einem einzelnen Bau liegt, sondern im Zusammenspiel vieler Elemente. Die Anlage ist als parkartig angelegte Siedlung beschrieben, mit großzügigen Grünflächen und einer differenzierten Höhenstaffelung der Gebäude. Genau das erzeugt die starken Kontraste, die auf Fotos so gut funktionieren: niedrigere Reihen- und Laubenganghäuser, dazwischen offene Wege, viel Himmel, dazwischen das Hochhaus als vertikaler Akzent. Für die Kamera ist die Siedlung deshalb besonders dankbar, weil sie nicht wie ein geschlossenes Blockquartier wirkt, sondern wie ein Ensemble aus Häusern, Raum und Landschaft. Das macht jede Aufnahme weniger wie ein reines Gebäudeporträt und mehr wie eine kleine Erzählung über Nachkriegsplanung in Bonn. ([kuladig.de](https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-252357))
Auch die dokumentierten Bildmotive sprechen für die fotografische Vielfalt des Ortes. In der Commons-Kategorie zur HICOG-Siedlung Tannenbusch finden sich Aufnahmen vom Laubenganghaus Im Tannenbusch 1, vom Hochhaus Im Tannenbusch 3, von Garagen südwestlich des Hochhauses und vom Pavillon beim Hochhaus. Das ist ein guter Hinweis darauf, welche Strukturen vor Ort besonders prägend und visuell lesbar sind. Für Fotos lohnt sich daher nicht nur die klassische Frontalansicht, sondern auch der Wechsel zwischen Details und Gesamtansicht: Fassadenlinien, Treppen, Laubengänge, offene Grünräume und die Silhouette des Hochhauses. Gerade im Zusammenspiel mit der umgebenden Vegetation entstehen Bilder, die die besondere Atmosphäre der Siedlung besser einfangen als ein einzelnes Denkmalfoto. ([commons.wikimedia.org](https://commons.wikimedia.org/wiki/Category%3AHICOG-Siedlung_Tannenbusch?uselang=de&utm_source=openai))
Wenn Sie die Siedlung vor Ort fotografieren möchten, ist die beste Perspektive meist die ruhige, öffentliche Blickachse. Da es sich um ein Wohnquartier handelt, sind Distanz und Zurückhaltung wichtig: Die überzeugendsten Motive entstehen auf öffentlichen Wegen, an den offenen Grünflächen und dort, wo sich die Baukörper mit dem Hintergrund aus Bäumen und Himmel verbinden. Besonders stark wirken Kontraste zwischen dem linearen Laubenganghaus und dem freigestellten Hochhaus, aber auch die Übergänge zur natürlichen Umgebung. Diese Perspektive passt sehr gut zur Idee der Anlage selbst, denn Tannenbusch wurde nicht als Monument für sich allein gebaut, sondern als bewohnte Landschaft mit sozialer und räumlicher Ordnung. Wer fotografiert, dokumentiert deshalb nicht nur Häuser, sondern eine ganze frühe Nachkriegsvision von urbanem Wohnen. ([hicog.de](https://hicog.de/))
Geschichte der HICOG-Siedlung Tannenbusch in Bonn
Die Geschichte der HICOG-Siedlung Tannenbusch beginnt in der frühen Bundesrepublik. HICOG steht für High Commissioner of Germany, also die amerikanische Hohe Kommission, deren Bonner Präsenz in den frühen 1950er Jahren mehrere Wohnsiedlungen hinterließ. Für Tannenbusch wurde 1951 auf unbebautem Gelände und am Rand der damaligen Stadterweiterung ein Wohnensemble für deutsche Mitarbeiter geplant. Diese Herkunft ist wichtig, weil sie die Siedlung nicht nur als Wohnadresse, sondern als historisches Dokument der Bonner Nachkriegsordnung lesbar macht. Sie gehört zu den Siedlungen, in denen sich die politischen und städtebaulichen Umbrüche der jungen Republik direkt im Stadtgrundriss spiegeln. ([hicog.de](https://hicog.de/))
In Bonn entstanden auf Veranlassung der amerikanischen Hohen Kommission insgesamt drei HICOG-Wohnsiedlungen: in Plittersdorf, in Muffendorf/Pennenfeld und in Tannenbusch. Die Bonner Werkstatt Baukultur beschreibt diese Projekte als Orte, an denen neue städtebauliche Leitbilder erprobt wurden. Für Tannenbusch heißt das: nicht enge Parzellen und nicht ein traditionelles Mietshausband, sondern eine lockere, durchgrünte Anlage mit eigener städtebaulicher Logik. Diese Logik war für die damalige Zeit bemerkenswert modern. Sie verband Wohnungsbau mit Freiraum und sollte Lebensqualität nicht nur über die Wohnung, sondern über das gesamte Wohnumfeld herstellen. Gerade deshalb gilt die Siedlung bis heute als wichtiges Beispiel für die frühe Nachkriegsarchitektur in Bonn. ([baukultur-bonn.de](https://baukultur-bonn.de/publikationen/))
Besondere Aufmerksamkeit erhält Tannenbusch auch wegen seines Hochhauses. Das Gebäude Im Tannenbusch 3 wird in lokalen Quellen als erstes Hochhaus bezeichnet, das nach dem Zweiten Weltkrieg in Bonn gebaut wurde. Damit ist es nicht nur ein visuelles Wahrzeichen der Siedlung, sondern auch ein Marker für den technischen und gesellschaftlichen Aufbruch jener Jahre. In der Rückschau zeigt sich daran, wie stark Bonn in der Nachkriegszeit als provisorische, aber ambitionierte Bundeshauptstadt geformt wurde. Die HICOG-Siedlung Tannenbusch ist deshalb mehr als eine Wohnanlage: Sie ist Teil jener Bonner Erzählung, in der Architektur, Politik und Alltagsleben eng miteinander verwoben sind. ([duenenfuechse.de](https://www.duenenfuechse.de/die-siedlung/))
Architektur von Sep Ruf: Gartenstadt, Laubenganghaus und Hochhaus
Architektonisch gehört die HICOG-Siedlung Tannenbusch zu den spannendsten Wohnanlagen der frühen Nachkriegszeit in Bonn. Die Quellen beschreiben sie als gelungenes Beispiel einer Gartenstadt-Architektur, die demokratische Prinzipien fördern sollte. Das klingt zunächst abstrakt, bedeutet vor Ort aber etwas sehr Konkretes: kurze Wege, gute Orientierung, vielfältige Wohnformen, ein offenes Raumgefühl und ein deutliches Zusammenspiel von Architektur und Landschaft. Sep Ruf wird in den Bonner Publikationen als prägende Figur genannt; die Siedlungen tragen seine Handschrift und stehen zugleich für eine neue, leichtere Form des Bauens nach den Zerstörungen des Krieges. Tannenbusch ist dabei besonders interessant, weil hier die Architektur nicht isoliert wirkt, sondern als Teil eines sorgfältig komponierten Ganzen. ([baukultur-bonn.de](https://baukultur-bonn.de/publikationen/))
Die Siedlung arbeitet mit einem deutlichen Wechsel von niedrigen und höheren Baukörpern. Genau diese Mischung prägt ihre Wirkung: Laubenganghäuser, Reihenhäuser und das Hochhaus bilden kein starres Raster, sondern eine abgestufte Wohnlandschaft. Der LVR beschreibt das Ensemble als amerikanische Siedlung von 1951 mit großzügigem, parkartigem Freiraum und differenzierter Höhenstaffelung. In der Fotoperspektive bedeutet das: Das Auge findet immer wieder neue Linien, Schatten und Tiefen. Das Hochhaus Im Tannenbusch 3 ist dabei mehr als nur ein Solitär. Es setzt einen vertikalen Schwerpunkt und bildet den Gegenpol zu den horizontalen Baukörpern und den offenen Rasenflächen. Gerade diese Spannung zwischen Höhe und Weite, zwischen Dichte und Luft, macht den architektonischen Reiz der Siedlung bis heute aus. ([kuladig.de](https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-252357))
Auch aus wohnkultureller Sicht ist die Anlage bemerkenswert. Die frühen HICOG-Siedlungen wurden nicht nur als Unterkünfte, sondern als komplette Wohnwelten gedacht. In den Bonner Quellen wird von eigener Versorgungsinfrastruktur, von Straßen- und Wegenetz und von einer bewusst gestalteten Nachbarschaft gesprochen. Tannenbusch war also nie nur ein Zweckbau, sondern ein Versuch, modernes Wohnen mit sozialer Ordnung und Freiraumqualität zu verbinden. Heute lässt sich diese Idee noch ablesen, wenn man durch das Quartier geht: Die Räume öffnen sich, die Wege sind lesbar, und die Gebäude stehen nicht als anonyme Masse, sondern als gegliederte, gut proportionierte Bausteine einer Siedlung. Genau das ist der Grund, warum die HICOG-Siedlung Tannenbusch für Architekturinteressierte und Fotografen so attraktiv bleibt. ([amisiedlungbonn.de](https://amisiedlungbonn.de/literature/))
Düne Tannenbusch und Denkmalschutz: Natur trifft Nachkriegsmoderne
Ein wesentlicher Teil der Faszination von Tannenbusch liegt in seiner Lage. Die Siedlung grenzt an die Düne Tannenbusch, ein etwa sieben Hektar großes Naturschutzgebiet innerhalb des Siedlungsbereichs. Die Stadt Bonn beschreibt es als Relikt einer Binnendüne mit einer Entstehungsgeschichte von rund 10.000 Jahren. Das macht den Ort besonders: Hier treffen frühe Nachkriegsarchitektur und eine sehr alte Naturlandschaft direkt aufeinander. Die Düne ist trocken, nährstoffarm und Lebensraum für gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Für die Siedlung bedeutet das, dass sie nicht in einer beliebigen Vorstadtkulisse liegt, sondern in einer seltenen, ökologisch wertvollen Umgebung. Das prägt das Erlebnis vor Ort ebenso wie die Bildsprache auf Fotos. ([bonn.de](https://www.bonn.de/themen-entdecken/umwelt-natur/naturschutzgebiet-duene-tannenbusch.php?loc=de))
Auch kulturhistorisch ist die Einbettung wichtig. KuLaDig beschreibt die HICOG-Siedlung Tannenbusch als bedeutsamen Kulturlandschaftsbereich mit parkartigem Freiraum, differenzierter Höhenstaffelung und angrenzendem verlandeten Altrheinarm mit Düne. Damit wird deutlich, dass die Siedlung nicht nur als einzelnes Denkmal, sondern als Teil einer Landschaft gelesen werden soll. Die Bonner Denkmalliste führt das Ensemble als HICOG-Siedlung, Bonn-Tannenbusch, A 3139. Für Besucher und Interessierte heißt das: Was hier sichtbar ist, ist nicht bloß alter Wohnungsbau, sondern geschütztes historisches Zeugnis. Diese Schutzebene erklärt auch, warum die Anlage bis heute nicht beliebig verändert werden kann und warum ihr architektonisches Erscheinungsbild für Bonn so wichtig bleibt. ([kuladig.de](https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-252357))
Wer die Siedlung respektvoll entdecken möchte, sollte den Denkmalcharakter immer mitdenken. Das bedeutet: keine privaten Flächen betreten, öffentliche Wege nutzen und die Anlage als bewohntes Quartier behandeln. Gerade weil Tannenbusch keine museale Kulisse ist, wirkt es authentisch. Man erlebt die Siedlung im Alltag, zwischen gelebter Nachbarschaft, Grünräumen und städtebaulicher Geschichte. Diese Verbindung aus Schutz, Wohnen und Landschaft ist in Deutschland selten und in Bonn besonders prägnant. Dass die Düne zu den wenigen verbliebenen Binnendünen des Landes gehört, verstärkt den besonderen Charakter des Ortes noch einmal. Wer den Standort fotografisch dokumentiert, hält deshalb immer auch ein Stück Landschafts- und Stadtgeschichte fest. ([bonn.de](https://www.bonn.de/themen-entdecken/umwelt-natur/naturschutzgebiet-duene-tannenbusch.php?loc=de))
Anfahrt und Orientierung zur HICOG-Siedlung Tannenbusch
Die HICOG-Siedlung Tannenbusch liegt in Bonn-Tannenbusch und ist über die Stadtstruktur gut verortet. Die VRS-Seiten zeigen die Anbindung über den Stadtteil Tannenbusch und nennen die Haltestellen Tannenbusch Mitte und Tannenbusch Süd als zentrale Punkte im Umfeld. Für eine Besichtigung bedeutet das: Die Anreise mit dem öffentlichen Nahverkehr ist die praktischste Variante, wenn man Fotos machen oder die Siedlung in Ruhe erkunden möchte. Auch weil das Ensemble in einem Wohngebiet liegt, ist der ÖPNV sinnvoller als eine direkte Anfahrt mit dem Auto in den engsten Wohnbereich. So bleibt mehr Raum für ruhige Beobachtung und für einen unaufgeregten Rundgang durch das Quartier. ([vrs.de](https://www.vrs.de/lis/linie/de%3Avrs%3A16%3A?utm_source=openai))
Vor Ort empfiehlt sich eine Orientierung über die offenen Straßenachsen und die sichtbaren Leitbauten. Das Hochhaus Im Tannenbusch 3 ist ein guter Fixpunkt, weil es sich schon aus größerer Entfernung absetzt und die räumliche Struktur der Siedlung gut lesbar macht. Rund um dieses Gebäude erschließen sich die Laubenganghäuser, Garagenbereiche und Grünflächen besonders nachvollziehbar. Da die Siedlung bewohnt ist, sind öffentliche Wege und Straßen die richtige Wahl für Fotos. Wer mit Respekt fotografiert, bekommt meist die besseren Bilder, weil die besondere Atmosphäre der Anlage gerade aus ihrer Ruhe lebt. Die Mischung aus Nachbarschaft, Freiraum und Denkmalwert ist nicht laut, sondern subtil. Das ist einer der Gründe, warum Tannenbusch keine schnelle Sehenswürdigkeit ist, sondern ein Ort für aufmerksame Besucher. ([duenenfuechse.de](https://www.duenenfuechse.de/die-siedlung/))
Auch für die Einordnung im Bonner Stadtbild ist die Lage hilfreich. Tannenbusch gehört zu den nördlichen Stadtteilen und steht in einer besonderen Beziehung zwischen Wohngebiet, Naturraum und Verkehrsanbindung. Die historischen und aktuellen Quellen zeigen, dass die Siedlung nicht als isoliertes Objekt gedacht werden kann, sondern immer im Zusammenhang mit der Düne, den umliegenden Wohnbereichen und den Bonner HICOG-Orten gelesen werden muss. Wer sich für Fotos, Architektur oder Nachkriegsgeschichte interessiert, kann Tannenbusch daher gut mit anderen Bonner Denkmälern vergleichen. Gerade dieser Kontext macht den Besuch wertvoll: Man sieht nicht nur ein einzelnes Haus oder ein einzelnes Hochhaus, sondern eine Stadtidee, die in Bonn an mehreren Orten sichtbar wurde und in Tannenbusch eine besonders klare Form gefunden hat. ([baukultur-bonn.de](https://baukultur-bonn.de/publikationen/))
Quellen:
- Bundesstadt Bonn - Tag des offenen Denkmals 2019 - HiCoG-Siedlung Tannenbusch
- KuLaDig - HICOG-Siedlung Tannenbusch (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Köln 426)
- Bundesstadt Bonn - Denkmalliste 2021
- Bundesstadt Bonn - Naturschutzgebiet Düne Tannenbusch
- HICOG.de - Die HICOG-Siedlung Tannenbusch
- Wikimedia Commons - Category HICOG-Siedlung Tannenbusch
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HICOG-Siedlung Tannenbusch | Fotos & Geschichte
Die HICOG-Siedlung Tannenbusch ist kein klassischer Veranstaltungsort, sondern ein historisches Wohnensemble mit außergewöhnlicher Ausstrahlung. Wer nach Fotos sucht, findet hier keine Bühne, sondern Architektur, Freiraum und Stadtgeschichte in einem einzigen Motivraum. Die Siedlung entstand 1951 für deutsche Mitarbeiter der amerikanischen Hohen Kommission, liegt am Rand der Düne Tannenbusch und wird in der Bonner Denkmal- und Kulturlandschaft als bedeutendes Ensemble beschrieben. Genau diese Mischung aus frühem Nachkriegsbau, großzügigem Grün und markanter Höhenstaffelung macht den Ort für Fotografie, Stadtgeschichte und Architekturinteresse gleichermaßen spannend. ([hicog.de](https://hicog.de/))
Fotos der HICOG-Siedlung Tannenbusch: die besten Motive vor Ort
Wer die HICOG-Siedlung Tannenbusch fotografiert, merkt schnell, dass der Reiz nicht in einem einzelnen Bau liegt, sondern im Zusammenspiel vieler Elemente. Die Anlage ist als parkartig angelegte Siedlung beschrieben, mit großzügigen Grünflächen und einer differenzierten Höhenstaffelung der Gebäude. Genau das erzeugt die starken Kontraste, die auf Fotos so gut funktionieren: niedrigere Reihen- und Laubenganghäuser, dazwischen offene Wege, viel Himmel, dazwischen das Hochhaus als vertikaler Akzent. Für die Kamera ist die Siedlung deshalb besonders dankbar, weil sie nicht wie ein geschlossenes Blockquartier wirkt, sondern wie ein Ensemble aus Häusern, Raum und Landschaft. Das macht jede Aufnahme weniger wie ein reines Gebäudeporträt und mehr wie eine kleine Erzählung über Nachkriegsplanung in Bonn. ([kuladig.de](https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-252357))
Auch die dokumentierten Bildmotive sprechen für die fotografische Vielfalt des Ortes. In der Commons-Kategorie zur HICOG-Siedlung Tannenbusch finden sich Aufnahmen vom Laubenganghaus Im Tannenbusch 1, vom Hochhaus Im Tannenbusch 3, von Garagen südwestlich des Hochhauses und vom Pavillon beim Hochhaus. Das ist ein guter Hinweis darauf, welche Strukturen vor Ort besonders prägend und visuell lesbar sind. Für Fotos lohnt sich daher nicht nur die klassische Frontalansicht, sondern auch der Wechsel zwischen Details und Gesamtansicht: Fassadenlinien, Treppen, Laubengänge, offene Grünräume und die Silhouette des Hochhauses. Gerade im Zusammenspiel mit der umgebenden Vegetation entstehen Bilder, die die besondere Atmosphäre der Siedlung besser einfangen als ein einzelnes Denkmalfoto. ([commons.wikimedia.org](https://commons.wikimedia.org/wiki/Category%3AHICOG-Siedlung_Tannenbusch?uselang=de&utm_source=openai))
Wenn Sie die Siedlung vor Ort fotografieren möchten, ist die beste Perspektive meist die ruhige, öffentliche Blickachse. Da es sich um ein Wohnquartier handelt, sind Distanz und Zurückhaltung wichtig: Die überzeugendsten Motive entstehen auf öffentlichen Wegen, an den offenen Grünflächen und dort, wo sich die Baukörper mit dem Hintergrund aus Bäumen und Himmel verbinden. Besonders stark wirken Kontraste zwischen dem linearen Laubenganghaus und dem freigestellten Hochhaus, aber auch die Übergänge zur natürlichen Umgebung. Diese Perspektive passt sehr gut zur Idee der Anlage selbst, denn Tannenbusch wurde nicht als Monument für sich allein gebaut, sondern als bewohnte Landschaft mit sozialer und räumlicher Ordnung. Wer fotografiert, dokumentiert deshalb nicht nur Häuser, sondern eine ganze frühe Nachkriegsvision von urbanem Wohnen. ([hicog.de](https://hicog.de/))
Geschichte der HICOG-Siedlung Tannenbusch in Bonn
Die Geschichte der HICOG-Siedlung Tannenbusch beginnt in der frühen Bundesrepublik. HICOG steht für High Commissioner of Germany, also die amerikanische Hohe Kommission, deren Bonner Präsenz in den frühen 1950er Jahren mehrere Wohnsiedlungen hinterließ. Für Tannenbusch wurde 1951 auf unbebautem Gelände und am Rand der damaligen Stadterweiterung ein Wohnensemble für deutsche Mitarbeiter geplant. Diese Herkunft ist wichtig, weil sie die Siedlung nicht nur als Wohnadresse, sondern als historisches Dokument der Bonner Nachkriegsordnung lesbar macht. Sie gehört zu den Siedlungen, in denen sich die politischen und städtebaulichen Umbrüche der jungen Republik direkt im Stadtgrundriss spiegeln. ([hicog.de](https://hicog.de/))
In Bonn entstanden auf Veranlassung der amerikanischen Hohen Kommission insgesamt drei HICOG-Wohnsiedlungen: in Plittersdorf, in Muffendorf/Pennenfeld und in Tannenbusch. Die Bonner Werkstatt Baukultur beschreibt diese Projekte als Orte, an denen neue städtebauliche Leitbilder erprobt wurden. Für Tannenbusch heißt das: nicht enge Parzellen und nicht ein traditionelles Mietshausband, sondern eine lockere, durchgrünte Anlage mit eigener städtebaulicher Logik. Diese Logik war für die damalige Zeit bemerkenswert modern. Sie verband Wohnungsbau mit Freiraum und sollte Lebensqualität nicht nur über die Wohnung, sondern über das gesamte Wohnumfeld herstellen. Gerade deshalb gilt die Siedlung bis heute als wichtiges Beispiel für die frühe Nachkriegsarchitektur in Bonn. ([baukultur-bonn.de](https://baukultur-bonn.de/publikationen/))
Besondere Aufmerksamkeit erhält Tannenbusch auch wegen seines Hochhauses. Das Gebäude Im Tannenbusch 3 wird in lokalen Quellen als erstes Hochhaus bezeichnet, das nach dem Zweiten Weltkrieg in Bonn gebaut wurde. Damit ist es nicht nur ein visuelles Wahrzeichen der Siedlung, sondern auch ein Marker für den technischen und gesellschaftlichen Aufbruch jener Jahre. In der Rückschau zeigt sich daran, wie stark Bonn in der Nachkriegszeit als provisorische, aber ambitionierte Bundeshauptstadt geformt wurde. Die HICOG-Siedlung Tannenbusch ist deshalb mehr als eine Wohnanlage: Sie ist Teil jener Bonner Erzählung, in der Architektur, Politik und Alltagsleben eng miteinander verwoben sind. ([duenenfuechse.de](https://www.duenenfuechse.de/die-siedlung/))
Architektur von Sep Ruf: Gartenstadt, Laubenganghaus und Hochhaus
Architektonisch gehört die HICOG-Siedlung Tannenbusch zu den spannendsten Wohnanlagen der frühen Nachkriegszeit in Bonn. Die Quellen beschreiben sie als gelungenes Beispiel einer Gartenstadt-Architektur, die demokratische Prinzipien fördern sollte. Das klingt zunächst abstrakt, bedeutet vor Ort aber etwas sehr Konkretes: kurze Wege, gute Orientierung, vielfältige Wohnformen, ein offenes Raumgefühl und ein deutliches Zusammenspiel von Architektur und Landschaft. Sep Ruf wird in den Bonner Publikationen als prägende Figur genannt; die Siedlungen tragen seine Handschrift und stehen zugleich für eine neue, leichtere Form des Bauens nach den Zerstörungen des Krieges. Tannenbusch ist dabei besonders interessant, weil hier die Architektur nicht isoliert wirkt, sondern als Teil eines sorgfältig komponierten Ganzen. ([baukultur-bonn.de](https://baukultur-bonn.de/publikationen/))
Die Siedlung arbeitet mit einem deutlichen Wechsel von niedrigen und höheren Baukörpern. Genau diese Mischung prägt ihre Wirkung: Laubenganghäuser, Reihenhäuser und das Hochhaus bilden kein starres Raster, sondern eine abgestufte Wohnlandschaft. Der LVR beschreibt das Ensemble als amerikanische Siedlung von 1951 mit großzügigem, parkartigem Freiraum und differenzierter Höhenstaffelung. In der Fotoperspektive bedeutet das: Das Auge findet immer wieder neue Linien, Schatten und Tiefen. Das Hochhaus Im Tannenbusch 3 ist dabei mehr als nur ein Solitär. Es setzt einen vertikalen Schwerpunkt und bildet den Gegenpol zu den horizontalen Baukörpern und den offenen Rasenflächen. Gerade diese Spannung zwischen Höhe und Weite, zwischen Dichte und Luft, macht den architektonischen Reiz der Siedlung bis heute aus. ([kuladig.de](https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-252357))
Auch aus wohnkultureller Sicht ist die Anlage bemerkenswert. Die frühen HICOG-Siedlungen wurden nicht nur als Unterkünfte, sondern als komplette Wohnwelten gedacht. In den Bonner Quellen wird von eigener Versorgungsinfrastruktur, von Straßen- und Wegenetz und von einer bewusst gestalteten Nachbarschaft gesprochen. Tannenbusch war also nie nur ein Zweckbau, sondern ein Versuch, modernes Wohnen mit sozialer Ordnung und Freiraumqualität zu verbinden. Heute lässt sich diese Idee noch ablesen, wenn man durch das Quartier geht: Die Räume öffnen sich, die Wege sind lesbar, und die Gebäude stehen nicht als anonyme Masse, sondern als gegliederte, gut proportionierte Bausteine einer Siedlung. Genau das ist der Grund, warum die HICOG-Siedlung Tannenbusch für Architekturinteressierte und Fotografen so attraktiv bleibt. ([amisiedlungbonn.de](https://amisiedlungbonn.de/literature/))
Düne Tannenbusch und Denkmalschutz: Natur trifft Nachkriegsmoderne
Ein wesentlicher Teil der Faszination von Tannenbusch liegt in seiner Lage. Die Siedlung grenzt an die Düne Tannenbusch, ein etwa sieben Hektar großes Naturschutzgebiet innerhalb des Siedlungsbereichs. Die Stadt Bonn beschreibt es als Relikt einer Binnendüne mit einer Entstehungsgeschichte von rund 10.000 Jahren. Das macht den Ort besonders: Hier treffen frühe Nachkriegsarchitektur und eine sehr alte Naturlandschaft direkt aufeinander. Die Düne ist trocken, nährstoffarm und Lebensraum für gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Für die Siedlung bedeutet das, dass sie nicht in einer beliebigen Vorstadtkulisse liegt, sondern in einer seltenen, ökologisch wertvollen Umgebung. Das prägt das Erlebnis vor Ort ebenso wie die Bildsprache auf Fotos. ([bonn.de](https://www.bonn.de/themen-entdecken/umwelt-natur/naturschutzgebiet-duene-tannenbusch.php?loc=de))
Auch kulturhistorisch ist die Einbettung wichtig. KuLaDig beschreibt die HICOG-Siedlung Tannenbusch als bedeutsamen Kulturlandschaftsbereich mit parkartigem Freiraum, differenzierter Höhenstaffelung und angrenzendem verlandeten Altrheinarm mit Düne. Damit wird deutlich, dass die Siedlung nicht nur als einzelnes Denkmal, sondern als Teil einer Landschaft gelesen werden soll. Die Bonner Denkmalliste führt das Ensemble als HICOG-Siedlung, Bonn-Tannenbusch, A 3139. Für Besucher und Interessierte heißt das: Was hier sichtbar ist, ist nicht bloß alter Wohnungsbau, sondern geschütztes historisches Zeugnis. Diese Schutzebene erklärt auch, warum die Anlage bis heute nicht beliebig verändert werden kann und warum ihr architektonisches Erscheinungsbild für Bonn so wichtig bleibt. ([kuladig.de](https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-252357))
Wer die Siedlung respektvoll entdecken möchte, sollte den Denkmalcharakter immer mitdenken. Das bedeutet: keine privaten Flächen betreten, öffentliche Wege nutzen und die Anlage als bewohntes Quartier behandeln. Gerade weil Tannenbusch keine museale Kulisse ist, wirkt es authentisch. Man erlebt die Siedlung im Alltag, zwischen gelebter Nachbarschaft, Grünräumen und städtebaulicher Geschichte. Diese Verbindung aus Schutz, Wohnen und Landschaft ist in Deutschland selten und in Bonn besonders prägnant. Dass die Düne zu den wenigen verbliebenen Binnendünen des Landes gehört, verstärkt den besonderen Charakter des Ortes noch einmal. Wer den Standort fotografisch dokumentiert, hält deshalb immer auch ein Stück Landschafts- und Stadtgeschichte fest. ([bonn.de](https://www.bonn.de/themen-entdecken/umwelt-natur/naturschutzgebiet-duene-tannenbusch.php?loc=de))
Anfahrt und Orientierung zur HICOG-Siedlung Tannenbusch
Die HICOG-Siedlung Tannenbusch liegt in Bonn-Tannenbusch und ist über die Stadtstruktur gut verortet. Die VRS-Seiten zeigen die Anbindung über den Stadtteil Tannenbusch und nennen die Haltestellen Tannenbusch Mitte und Tannenbusch Süd als zentrale Punkte im Umfeld. Für eine Besichtigung bedeutet das: Die Anreise mit dem öffentlichen Nahverkehr ist die praktischste Variante, wenn man Fotos machen oder die Siedlung in Ruhe erkunden möchte. Auch weil das Ensemble in einem Wohngebiet liegt, ist der ÖPNV sinnvoller als eine direkte Anfahrt mit dem Auto in den engsten Wohnbereich. So bleibt mehr Raum für ruhige Beobachtung und für einen unaufgeregten Rundgang durch das Quartier. ([vrs.de](https://www.vrs.de/lis/linie/de%3Avrs%3A16%3A?utm_source=openai))
Vor Ort empfiehlt sich eine Orientierung über die offenen Straßenachsen und die sichtbaren Leitbauten. Das Hochhaus Im Tannenbusch 3 ist ein guter Fixpunkt, weil es sich schon aus größerer Entfernung absetzt und die räumliche Struktur der Siedlung gut lesbar macht. Rund um dieses Gebäude erschließen sich die Laubenganghäuser, Garagenbereiche und Grünflächen besonders nachvollziehbar. Da die Siedlung bewohnt ist, sind öffentliche Wege und Straßen die richtige Wahl für Fotos. Wer mit Respekt fotografiert, bekommt meist die besseren Bilder, weil die besondere Atmosphäre der Anlage gerade aus ihrer Ruhe lebt. Die Mischung aus Nachbarschaft, Freiraum und Denkmalwert ist nicht laut, sondern subtil. Das ist einer der Gründe, warum Tannenbusch keine schnelle Sehenswürdigkeit ist, sondern ein Ort für aufmerksame Besucher. ([duenenfuechse.de](https://www.duenenfuechse.de/die-siedlung/))
Auch für die Einordnung im Bonner Stadtbild ist die Lage hilfreich. Tannenbusch gehört zu den nördlichen Stadtteilen und steht in einer besonderen Beziehung zwischen Wohngebiet, Naturraum und Verkehrsanbindung. Die historischen und aktuellen Quellen zeigen, dass die Siedlung nicht als isoliertes Objekt gedacht werden kann, sondern immer im Zusammenhang mit der Düne, den umliegenden Wohnbereichen und den Bonner HICOG-Orten gelesen werden muss. Wer sich für Fotos, Architektur oder Nachkriegsgeschichte interessiert, kann Tannenbusch daher gut mit anderen Bonner Denkmälern vergleichen. Gerade dieser Kontext macht den Besuch wertvoll: Man sieht nicht nur ein einzelnes Haus oder ein einzelnes Hochhaus, sondern eine Stadtidee, die in Bonn an mehreren Orten sichtbar wurde und in Tannenbusch eine besonders klare Form gefunden hat. ([baukultur-bonn.de](https://baukultur-bonn.de/publikationen/))
Quellen:
- Bundesstadt Bonn - Tag des offenen Denkmals 2019 - HiCoG-Siedlung Tannenbusch
- KuLaDig - HICOG-Siedlung Tannenbusch (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Köln 426)
- Bundesstadt Bonn - Denkmalliste 2021
- Bundesstadt Bonn - Naturschutzgebiet Düne Tannenbusch
- HICOG.de - Die HICOG-Siedlung Tannenbusch
- Wikimedia Commons - Category HICOG-Siedlung Tannenbusch
HICOG-Siedlung Tannenbusch | Fotos & Geschichte
Die HICOG-Siedlung Tannenbusch ist kein klassischer Veranstaltungsort, sondern ein historisches Wohnensemble mit außergewöhnlicher Ausstrahlung. Wer nach Fotos sucht, findet hier keine Bühne, sondern Architektur, Freiraum und Stadtgeschichte in einem einzigen Motivraum. Die Siedlung entstand 1951 für deutsche Mitarbeiter der amerikanischen Hohen Kommission, liegt am Rand der Düne Tannenbusch und wird in der Bonner Denkmal- und Kulturlandschaft als bedeutendes Ensemble beschrieben. Genau diese Mischung aus frühem Nachkriegsbau, großzügigem Grün und markanter Höhenstaffelung macht den Ort für Fotografie, Stadtgeschichte und Architekturinteresse gleichermaßen spannend. ([hicog.de](https://hicog.de/))
Fotos der HICOG-Siedlung Tannenbusch: die besten Motive vor Ort
Wer die HICOG-Siedlung Tannenbusch fotografiert, merkt schnell, dass der Reiz nicht in einem einzelnen Bau liegt, sondern im Zusammenspiel vieler Elemente. Die Anlage ist als parkartig angelegte Siedlung beschrieben, mit großzügigen Grünflächen und einer differenzierten Höhenstaffelung der Gebäude. Genau das erzeugt die starken Kontraste, die auf Fotos so gut funktionieren: niedrigere Reihen- und Laubenganghäuser, dazwischen offene Wege, viel Himmel, dazwischen das Hochhaus als vertikaler Akzent. Für die Kamera ist die Siedlung deshalb besonders dankbar, weil sie nicht wie ein geschlossenes Blockquartier wirkt, sondern wie ein Ensemble aus Häusern, Raum und Landschaft. Das macht jede Aufnahme weniger wie ein reines Gebäudeporträt und mehr wie eine kleine Erzählung über Nachkriegsplanung in Bonn. ([kuladig.de](https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-252357))
Auch die dokumentierten Bildmotive sprechen für die fotografische Vielfalt des Ortes. In der Commons-Kategorie zur HICOG-Siedlung Tannenbusch finden sich Aufnahmen vom Laubenganghaus Im Tannenbusch 1, vom Hochhaus Im Tannenbusch 3, von Garagen südwestlich des Hochhauses und vom Pavillon beim Hochhaus. Das ist ein guter Hinweis darauf, welche Strukturen vor Ort besonders prägend und visuell lesbar sind. Für Fotos lohnt sich daher nicht nur die klassische Frontalansicht, sondern auch der Wechsel zwischen Details und Gesamtansicht: Fassadenlinien, Treppen, Laubengänge, offene Grünräume und die Silhouette des Hochhauses. Gerade im Zusammenspiel mit der umgebenden Vegetation entstehen Bilder, die die besondere Atmosphäre der Siedlung besser einfangen als ein einzelnes Denkmalfoto. ([commons.wikimedia.org](https://commons.wikimedia.org/wiki/Category%3AHICOG-Siedlung_Tannenbusch?uselang=de&utm_source=openai))
Wenn Sie die Siedlung vor Ort fotografieren möchten, ist die beste Perspektive meist die ruhige, öffentliche Blickachse. Da es sich um ein Wohnquartier handelt, sind Distanz und Zurückhaltung wichtig: Die überzeugendsten Motive entstehen auf öffentlichen Wegen, an den offenen Grünflächen und dort, wo sich die Baukörper mit dem Hintergrund aus Bäumen und Himmel verbinden. Besonders stark wirken Kontraste zwischen dem linearen Laubenganghaus und dem freigestellten Hochhaus, aber auch die Übergänge zur natürlichen Umgebung. Diese Perspektive passt sehr gut zur Idee der Anlage selbst, denn Tannenbusch wurde nicht als Monument für sich allein gebaut, sondern als bewohnte Landschaft mit sozialer und räumlicher Ordnung. Wer fotografiert, dokumentiert deshalb nicht nur Häuser, sondern eine ganze frühe Nachkriegsvision von urbanem Wohnen. ([hicog.de](https://hicog.de/))
Geschichte der HICOG-Siedlung Tannenbusch in Bonn
Die Geschichte der HICOG-Siedlung Tannenbusch beginnt in der frühen Bundesrepublik. HICOG steht für High Commissioner of Germany, also die amerikanische Hohe Kommission, deren Bonner Präsenz in den frühen 1950er Jahren mehrere Wohnsiedlungen hinterließ. Für Tannenbusch wurde 1951 auf unbebautem Gelände und am Rand der damaligen Stadterweiterung ein Wohnensemble für deutsche Mitarbeiter geplant. Diese Herkunft ist wichtig, weil sie die Siedlung nicht nur als Wohnadresse, sondern als historisches Dokument der Bonner Nachkriegsordnung lesbar macht. Sie gehört zu den Siedlungen, in denen sich die politischen und städtebaulichen Umbrüche der jungen Republik direkt im Stadtgrundriss spiegeln. ([hicog.de](https://hicog.de/))
In Bonn entstanden auf Veranlassung der amerikanischen Hohen Kommission insgesamt drei HICOG-Wohnsiedlungen: in Plittersdorf, in Muffendorf/Pennenfeld und in Tannenbusch. Die Bonner Werkstatt Baukultur beschreibt diese Projekte als Orte, an denen neue städtebauliche Leitbilder erprobt wurden. Für Tannenbusch heißt das: nicht enge Parzellen und nicht ein traditionelles Mietshausband, sondern eine lockere, durchgrünte Anlage mit eigener städtebaulicher Logik. Diese Logik war für die damalige Zeit bemerkenswert modern. Sie verband Wohnungsbau mit Freiraum und sollte Lebensqualität nicht nur über die Wohnung, sondern über das gesamte Wohnumfeld herstellen. Gerade deshalb gilt die Siedlung bis heute als wichtiges Beispiel für die frühe Nachkriegsarchitektur in Bonn. ([baukultur-bonn.de](https://baukultur-bonn.de/publikationen/))
Besondere Aufmerksamkeit erhält Tannenbusch auch wegen seines Hochhauses. Das Gebäude Im Tannenbusch 3 wird in lokalen Quellen als erstes Hochhaus bezeichnet, das nach dem Zweiten Weltkrieg in Bonn gebaut wurde. Damit ist es nicht nur ein visuelles Wahrzeichen der Siedlung, sondern auch ein Marker für den technischen und gesellschaftlichen Aufbruch jener Jahre. In der Rückschau zeigt sich daran, wie stark Bonn in der Nachkriegszeit als provisorische, aber ambitionierte Bundeshauptstadt geformt wurde. Die HICOG-Siedlung Tannenbusch ist deshalb mehr als eine Wohnanlage: Sie ist Teil jener Bonner Erzählung, in der Architektur, Politik und Alltagsleben eng miteinander verwoben sind. ([duenenfuechse.de](https://www.duenenfuechse.de/die-siedlung/))
Architektur von Sep Ruf: Gartenstadt, Laubenganghaus und Hochhaus
Architektonisch gehört die HICOG-Siedlung Tannenbusch zu den spannendsten Wohnanlagen der frühen Nachkriegszeit in Bonn. Die Quellen beschreiben sie als gelungenes Beispiel einer Gartenstadt-Architektur, die demokratische Prinzipien fördern sollte. Das klingt zunächst abstrakt, bedeutet vor Ort aber etwas sehr Konkretes: kurze Wege, gute Orientierung, vielfältige Wohnformen, ein offenes Raumgefühl und ein deutliches Zusammenspiel von Architektur und Landschaft. Sep Ruf wird in den Bonner Publikationen als prägende Figur genannt; die Siedlungen tragen seine Handschrift und stehen zugleich für eine neue, leichtere Form des Bauens nach den Zerstörungen des Krieges. Tannenbusch ist dabei besonders interessant, weil hier die Architektur nicht isoliert wirkt, sondern als Teil eines sorgfältig komponierten Ganzen. ([baukultur-bonn.de](https://baukultur-bonn.de/publikationen/))
Die Siedlung arbeitet mit einem deutlichen Wechsel von niedrigen und höheren Baukörpern. Genau diese Mischung prägt ihre Wirkung: Laubenganghäuser, Reihenhäuser und das Hochhaus bilden kein starres Raster, sondern eine abgestufte Wohnlandschaft. Der LVR beschreibt das Ensemble als amerikanische Siedlung von 1951 mit großzügigem, parkartigem Freiraum und differenzierter Höhenstaffelung. In der Fotoperspektive bedeutet das: Das Auge findet immer wieder neue Linien, Schatten und Tiefen. Das Hochhaus Im Tannenbusch 3 ist dabei mehr als nur ein Solitär. Es setzt einen vertikalen Schwerpunkt und bildet den Gegenpol zu den horizontalen Baukörpern und den offenen Rasenflächen. Gerade diese Spannung zwischen Höhe und Weite, zwischen Dichte und Luft, macht den architektonischen Reiz der Siedlung bis heute aus. ([kuladig.de](https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-252357))
Auch aus wohnkultureller Sicht ist die Anlage bemerkenswert. Die frühen HICOG-Siedlungen wurden nicht nur als Unterkünfte, sondern als komplette Wohnwelten gedacht. In den Bonner Quellen wird von eigener Versorgungsinfrastruktur, von Straßen- und Wegenetz und von einer bewusst gestalteten Nachbarschaft gesprochen. Tannenbusch war also nie nur ein Zweckbau, sondern ein Versuch, modernes Wohnen mit sozialer Ordnung und Freiraumqualität zu verbinden. Heute lässt sich diese Idee noch ablesen, wenn man durch das Quartier geht: Die Räume öffnen sich, die Wege sind lesbar, und die Gebäude stehen nicht als anonyme Masse, sondern als gegliederte, gut proportionierte Bausteine einer Siedlung. Genau das ist der Grund, warum die HICOG-Siedlung Tannenbusch für Architekturinteressierte und Fotografen so attraktiv bleibt. ([amisiedlungbonn.de](https://amisiedlungbonn.de/literature/))
Düne Tannenbusch und Denkmalschutz: Natur trifft Nachkriegsmoderne
Ein wesentlicher Teil der Faszination von Tannenbusch liegt in seiner Lage. Die Siedlung grenzt an die Düne Tannenbusch, ein etwa sieben Hektar großes Naturschutzgebiet innerhalb des Siedlungsbereichs. Die Stadt Bonn beschreibt es als Relikt einer Binnendüne mit einer Entstehungsgeschichte von rund 10.000 Jahren. Das macht den Ort besonders: Hier treffen frühe Nachkriegsarchitektur und eine sehr alte Naturlandschaft direkt aufeinander. Die Düne ist trocken, nährstoffarm und Lebensraum für gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Für die Siedlung bedeutet das, dass sie nicht in einer beliebigen Vorstadtkulisse liegt, sondern in einer seltenen, ökologisch wertvollen Umgebung. Das prägt das Erlebnis vor Ort ebenso wie die Bildsprache auf Fotos. ([bonn.de](https://www.bonn.de/themen-entdecken/umwelt-natur/naturschutzgebiet-duene-tannenbusch.php?loc=de))
Auch kulturhistorisch ist die Einbettung wichtig. KuLaDig beschreibt die HICOG-Siedlung Tannenbusch als bedeutsamen Kulturlandschaftsbereich mit parkartigem Freiraum, differenzierter Höhenstaffelung und angrenzendem verlandeten Altrheinarm mit Düne. Damit wird deutlich, dass die Siedlung nicht nur als einzelnes Denkmal, sondern als Teil einer Landschaft gelesen werden soll. Die Bonner Denkmalliste führt das Ensemble als HICOG-Siedlung, Bonn-Tannenbusch, A 3139. Für Besucher und Interessierte heißt das: Was hier sichtbar ist, ist nicht bloß alter Wohnungsbau, sondern geschütztes historisches Zeugnis. Diese Schutzebene erklärt auch, warum die Anlage bis heute nicht beliebig verändert werden kann und warum ihr architektonisches Erscheinungsbild für Bonn so wichtig bleibt. ([kuladig.de](https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-252357))
Wer die Siedlung respektvoll entdecken möchte, sollte den Denkmalcharakter immer mitdenken. Das bedeutet: keine privaten Flächen betreten, öffentliche Wege nutzen und die Anlage als bewohntes Quartier behandeln. Gerade weil Tannenbusch keine museale Kulisse ist, wirkt es authentisch. Man erlebt die Siedlung im Alltag, zwischen gelebter Nachbarschaft, Grünräumen und städtebaulicher Geschichte. Diese Verbindung aus Schutz, Wohnen und Landschaft ist in Deutschland selten und in Bonn besonders prägnant. Dass die Düne zu den wenigen verbliebenen Binnendünen des Landes gehört, verstärkt den besonderen Charakter des Ortes noch einmal. Wer den Standort fotografisch dokumentiert, hält deshalb immer auch ein Stück Landschafts- und Stadtgeschichte fest. ([bonn.de](https://www.bonn.de/themen-entdecken/umwelt-natur/naturschutzgebiet-duene-tannenbusch.php?loc=de))
Anfahrt und Orientierung zur HICOG-Siedlung Tannenbusch
Die HICOG-Siedlung Tannenbusch liegt in Bonn-Tannenbusch und ist über die Stadtstruktur gut verortet. Die VRS-Seiten zeigen die Anbindung über den Stadtteil Tannenbusch und nennen die Haltestellen Tannenbusch Mitte und Tannenbusch Süd als zentrale Punkte im Umfeld. Für eine Besichtigung bedeutet das: Die Anreise mit dem öffentlichen Nahverkehr ist die praktischste Variante, wenn man Fotos machen oder die Siedlung in Ruhe erkunden möchte. Auch weil das Ensemble in einem Wohngebiet liegt, ist der ÖPNV sinnvoller als eine direkte Anfahrt mit dem Auto in den engsten Wohnbereich. So bleibt mehr Raum für ruhige Beobachtung und für einen unaufgeregten Rundgang durch das Quartier. ([vrs.de](https://www.vrs.de/lis/linie/de%3Avrs%3A16%3A?utm_source=openai))
Vor Ort empfiehlt sich eine Orientierung über die offenen Straßenachsen und die sichtbaren Leitbauten. Das Hochhaus Im Tannenbusch 3 ist ein guter Fixpunkt, weil es sich schon aus größerer Entfernung absetzt und die räumliche Struktur der Siedlung gut lesbar macht. Rund um dieses Gebäude erschließen sich die Laubenganghäuser, Garagenbereiche und Grünflächen besonders nachvollziehbar. Da die Siedlung bewohnt ist, sind öffentliche Wege und Straßen die richtige Wahl für Fotos. Wer mit Respekt fotografiert, bekommt meist die besseren Bilder, weil die besondere Atmosphäre der Anlage gerade aus ihrer Ruhe lebt. Die Mischung aus Nachbarschaft, Freiraum und Denkmalwert ist nicht laut, sondern subtil. Das ist einer der Gründe, warum Tannenbusch keine schnelle Sehenswürdigkeit ist, sondern ein Ort für aufmerksame Besucher. ([duenenfuechse.de](https://www.duenenfuechse.de/die-siedlung/))
Auch für die Einordnung im Bonner Stadtbild ist die Lage hilfreich. Tannenbusch gehört zu den nördlichen Stadtteilen und steht in einer besonderen Beziehung zwischen Wohngebiet, Naturraum und Verkehrsanbindung. Die historischen und aktuellen Quellen zeigen, dass die Siedlung nicht als isoliertes Objekt gedacht werden kann, sondern immer im Zusammenhang mit der Düne, den umliegenden Wohnbereichen und den Bonner HICOG-Orten gelesen werden muss. Wer sich für Fotos, Architektur oder Nachkriegsgeschichte interessiert, kann Tannenbusch daher gut mit anderen Bonner Denkmälern vergleichen. Gerade dieser Kontext macht den Besuch wertvoll: Man sieht nicht nur ein einzelnes Haus oder ein einzelnes Hochhaus, sondern eine Stadtidee, die in Bonn an mehreren Orten sichtbar wurde und in Tannenbusch eine besonders klare Form gefunden hat. ([baukultur-bonn.de](https://baukultur-bonn.de/publikationen/))
Quellen:
- Bundesstadt Bonn - Tag des offenen Denkmals 2019 - HiCoG-Siedlung Tannenbusch
- KuLaDig - HICOG-Siedlung Tannenbusch (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Köln 426)
- Bundesstadt Bonn - Denkmalliste 2021
- Bundesstadt Bonn - Naturschutzgebiet Düne Tannenbusch
- HICOG.de - Die HICOG-Siedlung Tannenbusch
- Wikimedia Commons - Category HICOG-Siedlung Tannenbusch
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