Bürgermeister-Stroof-Haus
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Adelheidisstraße 3, Bonn-Beuel

Adelheidisstraße 3, 53225 Bonn, Germany

Bürgermeister-Stroof-Haus | Geschichte & Öffnungszeiten

Das Bürgermeister-Stroof-Haus ist eine jener Adressen in Bonn, die man leicht übersieht und die gerade deshalb umso stärker in Erinnerung bleiben. In Vilich, auf der rechtsrheinischen Seite der Stadt, verbindet das Haus auf besondere Weise Architektur, Regionalgeschichte und museale Vermittlung. Es ist heute nicht nur Sitz des Denkmal- und Geschichtsvereins Bonn-Rechtsrheinisch, sondern zugleich ein öffentlich zugängliches Museum, eine historische Begegnungsstätte und ein Ort, an dem sich die frühe kommunale Geschichte des heutigen Bonn-Beuel eindrucksvoll ablesen lässt. Wer das Haus betritt, begegnet also nicht bloß alten Wänden, sondern einem sorgfältig bewahrten Stück lokaler Identität, das vor dem Abriss gerettet, restauriert und für die Öffentlichkeit neu erschlossen wurde. Die Vereinsseite beschreibt das Gebäude als „Haus der Geschichte im rechtsrheinischen Bonn“; genau diese Rolle macht den besonderen Reiz des Hauses aus. ([denkmalverein-bonn.de](https://www.denkmalverein-bonn.de/das_buergermeister_stroof_haus))

Suchanfragen rund um das Haus drehen sich vor allem um drei Themen: die Geschichte des Gebäudes und von Leonhard Stroof, die praktischen Besuchsinformationen mit Öffnungszeiten und Anfahrt sowie den musealen Charakter mit Führungen, Bibliothek und Veranstaltungen. Diese Schwerpunkte sind gut nachvollziehbar, denn das Bürgermeister-Stroof-Haus ist zugleich Denkmal, Museum und lebendiger Vereinsort. Wer es besuchen möchte, sucht häufig nach der exakten Adresse in der Adelheidisstraße, nach der Verbindung zu Vilich und Beuel oder nach der Frage, ob der Eintritt frei ist. Genau diese Informationen sind auf den verlässlichen Vereins- und Museumsseiten dokumentiert und bilden die Grundlage für einen Besuch, der sich ebenso für Geschichtsinteressierte wie für spontane Ausflüge eignet. ([denkmalverein-bonn.de](https://www.denkmalverein-bonn.de/das_buergermeister_stroof_haus))

Geschichte des Bürgermeister-Stroof-Hauses in Vilich

Die historische Tiefe des Bürgermeister-Stroof-Hauses beginnt lange vor Leonhard Stroof. Auf der Vereinsseite wird beschrieben, dass aus dem Mittelalter, also aus einer Zeit vor 1500, Reste eines Bruchstein-Bauwerks erhalten sind. Dazu gehören zwei über Eck stehende Außenwände des heutigen Erdgeschosses auf der Südseite, die einen verschütteten Brunnenschacht umschließen. Auch ein noch nicht erschlossener Kellerraum weist auf ältere Bauphasen hin. Das eigentliche Haupthaus dürfte in seinem Kern aus den frühen Jahren des 18. Jahrhunderts stammen. Damit ist das Gebäude nicht nur ein Wohnhaus aus einer vergangenen Epoche, sondern ein Schichtbild lokaler Bau- und Nutzungsgeschichte, in dem sich mittelalterliche Reste, frühneuzeitliche Substanz und spätere Umbauten überlagern. Besonders bemerkenswert ist, dass das Haus trotz der Umbauten noch heute jene Spuren bewahrt, die seine Entwicklung nachvollziehbar machen. ([denkmalverein-bonn.de](https://www.denkmalverein-bonn.de/geschichte))

Eine entscheidende Phase begann um 1800, als Leonhard Stroof das Anwesen umgestaltete. Die Museumsbeschreibung hält fest, dass Stroof damals zwei Gebäude verband, sie aufstockte und repräsentativ ausstattete. Damit wurde aus einem ländlich geprägten Hof- und Wohnensemble ein Amtshaus mit Ausdruck kommunaler Autorität. Diese Rolle hängt eng mit der politischen Umordnung der Region zusammen: Nach der jahrhundertelangen Herrschaft des Stiftes Vilich wurde 1808 unter napoleonischer Verwaltung die zivile Gemeinde Vilich geschaffen, aus der sich später der Stadtbezirk Bonn-Beuel entwickelte. Leonhard Stroof, geboren 1757 und gestorben 1825, war der erste Bürgermeister dieser Gemeinde und führte sein Amt auch nach dem Übergang des Rheinlands an Preußen 1815 weiter. Sein Wohnhaus ist deshalb zugleich das erste kommunale Amtshaus im heutigen rechtsrheinischen Bonn und ein zentraler Ort der Beueler Verwaltungsgeschichte. ([denkmalverein-bonn.de](https://www.denkmalverein-bonn.de/das_buergermeister_stroof_haus))

Auch der Weg zum heutigen Museum ist Teil der Geschichte. Das Wohngebäude überstand nicht nur die Zeitläufe, sondern wurde 1990 grundlegend restauriert. Seit 2009 präsentiert der Denkmal- und Geschichtsverein das gerettete Geschichts- und Architekturdenkmal als öffentliches Museum. Die Vereins- und Museumsseiten betonen, dass das Haus dabei nicht nur als Ausstellungsort dient, sondern zugleich als historische Forschungs-, Bildungs- und Begegnungsstätte verstanden wird. Das ist wichtig, weil das Haus damit nicht in einer musealen Erstarrung verbleibt, sondern seine Geschichte aktiv für heutige Besucherinnen und Besucher erschließt. Der Denkmalcharakter ist also nicht Selbstzweck, sondern Grundlage eines lebendigen Erinnerungsortes, der die Entstehung Beuels, die kommunale Frühgeschichte und die Biografie seines ersten Bürgermeisters miteinander verbindet. ([denkmalverein-bonn.de](https://www.denkmalverein-bonn.de/das_buergermeister_stroof_haus))

Öffnungszeiten, Eintritt und Führungen

Für Besucherinnen und Besucher sind die praktischen Informationen erfreulich klar. Das Bürgermeister-Stroof-Haus ist laut Vereinsseite außer an Feiertagen jeden Freitag und Sonntag von 15:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Eine zweite Vereinsseite ergänzt, dass das Museum freitags und sonntags jeweils von 15:00 bis 18:00 Uhr zugänglich ist, dass keine vorherige Anmeldung erforderlich ist und dass der Besuch auch nach Vereinbarung möglich ist. Diese Angaben machen den Zugang unkompliziert: Wer spontan nach Bonn-Vilich kommt, kann das Haus in einem gut planbaren Zeitfenster besuchen. Gleichzeitig bleibt genügend Flexibilität für Sondertermine, Gruppen oder thematische Führungen, die nicht an die regulären Öffnungszeiten gebunden sind. Für ein Denkmal dieser Art ist das ein großer Vorteil, denn so bleibt der Ort offen und niedrigschwellig zugänglich. ([denkmalverein-bonn.de](https://www.denkmalverein-bonn.de/das_buergermeister_stroof_haus))

Auch beim Preis ist das Haus bewusst offen: Der Eintritt ist kostenlos. Das passt zur Selbstbeschreibung des Vereins, der das Haus nicht nur als Museum, sondern auch als Bildungs- und Begegnungsort betreibt. Besonders interessant ist zudem das Angebot einer kostenlosen Audioguide-Tour, die über das Smartphone genutzt werden kann. So erhalten Gäste Informationen zum Haus, zu einzelnen Räumen und zur Geschichte, ohne dass der Besuch eine aufwendige Vorplanung verlangt. Für alle, die gern in Ruhe schauen und gleichzeitig mehr erfahren möchten, ist diese Kombination sehr attraktiv. Sonderführungen sind nach Vereinbarung möglich; damit eignet sich das Haus nicht nur für den klassischen Wochenendbesuch, sondern auch für Gruppen, Familien, Geschichtsinteressierte oder lokale Initiativen, die einen thematischen Zugang suchen. Die kostenlose Zugänglichkeit ist hier kein Nebenaspekt, sondern ein zentraler Teil des Konzepts. ([denkmalverein-bonn.de](https://www.denkmalverein-bonn.de/das_buergermeister_stroof_haus))

Dass das Haus sich auch für wiederholte Besuche lohnt, hängt mit seiner Dichte an Themen zusammen. Wer zum ersten Mal kommt, betrachtet vielleicht vor allem die historischen Räume und die geschichtliche Einordnung. Wer ein zweites Mal kommt, achtet stärker auf Details wie die Ausstattung, die Erzählweise des Audioguides oder die Verbindung zwischen Hausgeschichte und kommunaler Entwicklung. Gerade weil der Eintritt frei ist, entsteht ein sehr zugängliches Besichtigungsmodell: kurz vorbeischauen, gezielt Informationen sammeln oder den Besuch mit einem Spaziergang durch Vilich verbinden. So wird aus einem Denkmalbesuch schnell eine kleine lokale Entdeckungstour. Die offenen Zeiten am späten Nachmittag und am Sonntag eignen sich dafür besonders gut. ([denkmalverein-bonn.de](https://www.denkmalverein-bonn.de/das_buergermeister_stroof_haus))

Anfahrt zur Adelheidisstraße 3 in Bonn-Vilich

Die Adresse ist eindeutig: Adelheidisstraße 3, 53225 Bonn-Vilich. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, erreicht das Haus laut Vereinsseite bequem von der Haltestelle Vilich der Straßenbahnlinie 66 oder von der Haltestelle Vilich Kloster der Buslinie 640 aus; von beiden Stationen sind es nur wenige Minuten zu Fuß. Die rheinische Museumsdatenbank nennt zusätzlich die gleiche ÖPNV-Anbindung und ergänzt eine Pkw-Anreise über die A59, Ausfahrt 41 BN-Vilich, dann über Sankt Augustiner Straße, Gartenstraße, Ewigstraße und Adelheidisstraße. Damit ist das Haus nicht nur inhaltlich, sondern auch verkehrstechnisch gut angebunden. Gerade die Nähe zur Linie 66 ist für Ausflüge aus Bonn und dem Umland praktisch, weil der Zugang ohne komplizierte Umwege gelingt. ([denkmalverein-bonn.de](https://www.denkmalverein-bonn.de/das_buergermeister_stroof_haus/anfahrt))

Für die Suche nach dem Haus sind auch die unterschiedlichen Bezeichnungen wichtig. In den Suchanfragen tauchen Formulierungen wie Bürgermeister-Stroof-Haus Vilich, Bürgermeister-Stroof-Haus Adelheidisstraße Bonn oder Bürgermeister Straßenhaus auf. Die korrekte und auf den offiziellen Seiten verwendete Schreibweise lautet jedoch Bürgermeister-Stroof-Haus. Wer also navigieren möchte, sollte sich an dieser Schreibweise und an der vollständigen Adresse orientieren. Das ist vor allem bei älteren Karten, bei Stimmen aus dem lokalen Umfeld oder bei Suchergebnissen mit abweichenden Schreibweisen hilfreich. Auch wenn die Umgebung stark von Wohnstraßen geprägt ist, bleibt die Orientierung einfach: Adresse, Linie 66, Bus 640 und der Ortsteil Vilich sind die verlässlichen Schlüssel für die Anreise. ([denkmalverein-bonn.de](https://www.denkmalverein-bonn.de/das_buergermeister_stroof_haus))

Die Lage in Vilich verleiht dem Besuch einen zusätzlichen Reiz. Statt einer anonymen Museumsadresse erwartet die Gäste ein historisch geprägter Ortsteil, dessen Entwicklung eng mit der kommunalen Geschichte von Beuel verbunden ist. Das Haus steht also nicht isoliert, sondern in einem Umfeld, das die Erzählung des Gebäudes ergänzt. Wer mit der Bahn oder dem Bus kommt, erlebt unmittelbar diese Verbindung zwischen historischem Ort und moderner Erreichbarkeit. Wer mit dem Auto fährt, folgt derselben historischen Spur nur auf zeitgemäße Weise. Für Tagesgäste ist das wichtig, weil sich ein Besuch ohne großen logistischen Aufwand planen lässt. Gerade das macht das Bürgermeister-Stroof-Haus zu einem guten Ziel für kurze Kulturstopps, kombinierbare Nachmittagsausflüge und thematische Rundgänge im rechtsrheinischen Bonn. ([denkmalverein-bonn.de](https://www.denkmalverein-bonn.de/das_buergermeister_stroof_haus/anfahrt))

Räume, Ausstattung und historische Besonderheiten

Das Innere des Bürgermeister-Stroof-Hauses ist keineswegs leer oder abstrakt, sondern bewusst als anschaulicher Geschichtsraum gestaltet. Die Vereinsseite nennt den großen Salon, die Amtsstube, den kleinen Salon, das Schlafzimmer, den Blick in den Brunnen und den Dachboden als sichtbare Stationen. Schon diese Raumfolge zeigt, dass das Haus nicht nur als Exponat, sondern als begehbare Erzählung funktioniert. Besucherinnen und Besucher erleben also ein Wohn- und Amtshaus, in dem private, administrative und architektonische Funktionen zusammenkommen. Die Innenansichten auf der Website verdeutlichen zudem, dass die Räume unterschiedlich genutzt und inszeniert werden, ohne ihren historischen Charakter zu verlieren. Gerade der Wechsel zwischen repräsentativen und eher intimen Räumen verleiht dem Haus eine besondere Atmosphäre. ([denkmalverein-bonn.de](https://www.denkmalverein-bonn.de/innenansichten))

Architektonisch ist das Gebäude ebenfalls bemerkenswert. Es gibt den Zustand des frühen 19. Jahrhunderts wieder, also die Zeit zwischen Spätbarock und Biedermeier. Aufgeführt werden Fachwerk des 18. Jahrhunderts, ein nach außen städtisch verputzter Eindruck, ein Hohlziegel- beziehungsweise Strohpuppendach, eine offene Feuerstätte und ein Rauchabzug auf mittelalterlichem Bruchsteingemäuer. Hinzu kommen Herdwand, Brunnen und verborgene Kellergewölbe. Besonders hervorzuheben sind die spätbarocke Innenausstattung, die Kölner Stuckdecken, Wandpanele und die Ausmalung. Die rheinische Museumsdatenbank beschreibt außerdem die stark erhaltene Ausmalung in fast allen Räumen als absolute Rarität für ein rheinisches Fachwerkhaus. Das macht das Haus zu einem seltenen Beispiel für die Verbindung von ländlicher Bauform, städtischem Anspruch und historischer Wohnkultur. ([denkmalverein-bonn.de](https://www.denkmalverein-bonn.de/das_buergermeister_stroof_haus))

Hinzu kommt die museale Erzählung über die Person Leonhard Stroof selbst. Im Haus begegnen den Gästen nicht nur Möbel aus der Zeit des Spätbarocks, des Empire und des Frühbiedermeier, sondern auch Hinweise auf Stroofs Wirken, etwa in der Amtsstube. Die Museumsbeschreibung erwähnt dort Stehpult und Zwicker als Zeichen seines administrativen Alltags. Solche Details wirken klein, sind aber entscheidend für die historische Wirkung: Sie machen aus dem Haus einen Ort des konkreten Lebens und Arbeitens. Wer das Gebäude besucht, bekommt damit nicht nur einen Eindruck von regionaler Baukunst, sondern auch von den Lebensverhältnissen einer rheinischen Bürgermeisterfamilie vor rund zweihundert Jahren. Genau diese Mischung aus baulicher Authentizität und erzählerischer Dichte ist ein wesentlicher Grund dafür, dass das Bürgermeister-Stroof-Haus als Geheimtipp für kulturhistorisch interessierte Besucher gilt. ([rheinischemuseen.de](https://www.rheinischemuseen.de/museum/DE-MUS-987917))

Bibliothek, Archive und Forschung vor Ort

Ein besonderes Merkmal des Bürgermeister-Stroof-Hauses ist seine Funktion als Wissensort. Der Verein unterhält dort eine historische Fachbibliothek zur Geschichte Bonns und der Region. Laut Bibliotheksseite umfasst der Bestand Bücher, Zeitschriften, Serienpublikationen, Bildermappen, Film-DVDs und sogenannte graue Literatur wie Pfarrbriefe oder Vereinsschriften. Der Bestand liegt derzeit bei etwa 1.200 Titeln und gilt speziell zur Geschichte des Stadtbezirks Beuel als weithin vollständig. Für Forschende, Lokalhistorikerinnen und Familieninteressierte ist das ein enorm wertvoller Fundus, weil hier nicht nur Standardliteratur, sondern auch schwer auffindbare regionale Quellen zusammengetragen werden. Die Bibliothek ist katalogisiert und digital erschlossen, was die gezielte Suche erleichtert. ([denkmalverein-bonn.de](https://www.denkmalverein-bonn.de/bibliothek))

Die Nutzung ist bewusst niedrigschwellig organisiert. Die Bibliothek steht jedermann offen und ist zu den regulären Öffnungszeiten des Bürgermeister-Stroof-Hauses nutzbar; nach telefonischer Absprache ist sie auch an anderen Tagen zugänglich. Sie ist kostenlos, um eine freiwillige Spende wird gebeten. Als Präsenzbibliothek ist sie ausschließlich zum Studium vor Ort bestimmt, wobei der historische Große Salon als Leseraum dient. In begründeten Einzelfällen, vornehmlich für Vereinsmitglieder, ist eine beschränkte Ausleihe möglich. Vor Ort gibt es zudem ein Kopiergerät. Diese Details zeigen, dass das Haus nicht nur Erinnerungsort, sondern auch Arbeitsort ist. Wer sich mit Bonner Stadtgeschichte, mit Beueler Geschichte oder mit der Entwicklung des rechtsrheinischen Rheinraums beschäftigt, findet hier eine auf die Region zugeschnittene Informationsbasis. ([denkmalverein-bonn.de](https://www.denkmalverein-bonn.de/bibliothek))

Auch inhaltlich passt diese Bibliotheksfunktion hervorragend zum Selbstverständnis des Hauses. Der Verein präsentiert das Gebäude als Museum sowie als historische Begegnungs-, Forschungs- und Bildungsstätte. Auf der Website finden sich außerdem Bereiche zu Bibliothek & Archive sowie Familienforschung. Das zeigt, dass die Wissensarbeit nicht am Eingang endet, sondern ein Kernbestandteil der Institution ist. Gerade für lokale Recherchefragen, für Schulprojekte oder für genealogische Recherchen ist das ein wichtiger Aspekt. Das Bürgermeister-Stroof-Haus bietet damit mehr als eine klassische Ausstellung: Es ist auch ein Ort, an dem Wissen geordnet, zugänglich gemacht und mit der Stadtgeschichte verbunden wird. ([denkmalverein-bonn.de](https://www.denkmalverein-bonn.de/das_buergermeister_stroof_haus))

Veranstaltungen, StroofKOLLEG und lebendige Geschichtsarbeit

Das Bürgermeister-Stroof-Haus lebt nicht allein von seiner historischen Substanz, sondern ebenso von einem aktiven Veranstaltungsprogramm. Der Verein weist auf die Vortragsreihe StroofKOLLEG hin, die sich mit Themen zur Geschichte Beuels beschäftigt. Hinzu kommen Filmabende unter dem Titel STROOF-Kino, die regelmäßig lokale oder regionale historische Stoffe aufgreifen. Auf der aktuellen Vereinsseite werden außerdem Ausstellungen, Vorträge und thematische Abende dokumentiert. Das ist wichtig, weil dadurch deutlich wird, dass das Haus nicht nur konserviert, sondern fortlaufend erzählt, diskutiert und neu kontextualisiert wird. Die historische Substanz bleibt also nicht still, sondern wird durch Veranstaltungen in die Gegenwart übersetzt. ([denkmalverein-bonn.de](https://www.denkmalverein-bonn.de/denkmal-und-geschichtsverein-bonn-rechtsrheinisch-spielwiese))

Ein besonders aussagekräftiges Beispiel ist die Ausstellung rund um den 200. Todestag von Leonhard Stroof. Der Verein beschreibt dort, dass rund 9.000 Berichte Stroofs überliefert sind und dass daraus rund 100 ausgewählt wurden, um ein breites und teils kurioses Bild seines Wirkens zu zeigen. Genannt werden darin unter anderem Themen wie desertierende Soldaten, Hochwasser, Marktgeschehen oder die legendäre Geschichte um den Mörder Moll. Solche Themen machen deutlich, wie eng lokale Alltagsgeschichte, Verwaltung und gesellschaftliche Konflikte miteinander verwoben waren. Dazu kommt der Umstand, dass im Hof des Museums ein Lapidarium mit seltenen Grenzsteinen besteht. Auch das zeigt die Breite der historischen Arbeit: vom Papierdokument über das Denkmal bis zum Objekt im Innenhof. ([denkmalverein-bonn.de](https://www.denkmalverein-bonn.de/aktuelles))

Für Besucherinnen und Besucher bedeutet das: Ein Termin im Bürgermeister-Stroof-Haus kann immer wieder anders aussehen. Mal steht die Architektur im Vordergrund, mal eine Ausstellung, mal ein Vortrag oder ein Filmabend. Genau diese Mischung macht die Adresse für Suchanfragen wie Museum, Führungen, Programm, Ausstellung oder Geschichte besonders relevant. Wer den Ort kennt, weiß schnell, dass hier nicht nur ein Wohnhaus besichtigt wird, sondern ein sehr aktiver Geschichtsraum. Das Haus verbindet regionale Forschung, bürgerliches Engagement und öffentliche Vermittlung auf eine Weise, die in Bonn-Beuel ausgesprochen charakteristisch ist. Gerade dadurch eignet es sich sowohl für kurze Besuche als auch für inhaltlich vertiefte Wiederholungsbesuche. ([denkmalverein-bonn.de](https://www.denkmalverein-bonn.de/denkmal-und-geschichtsverein-bonn-rechtsrheinisch-spielwiese))

Quellen:

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Bürgermeister-Stroof-Haus | Geschichte & Öffnungszeiten

Das Bürgermeister-Stroof-Haus ist eine jener Adressen in Bonn, die man leicht übersieht und die gerade deshalb umso stärker in Erinnerung bleiben. In Vilich, auf der rechtsrheinischen Seite der Stadt, verbindet das Haus auf besondere Weise Architektur, Regionalgeschichte und museale Vermittlung. Es ist heute nicht nur Sitz des Denkmal- und Geschichtsvereins Bonn-Rechtsrheinisch, sondern zugleich ein öffentlich zugängliches Museum, eine historische Begegnungsstätte und ein Ort, an dem sich die frühe kommunale Geschichte des heutigen Bonn-Beuel eindrucksvoll ablesen lässt. Wer das Haus betritt, begegnet also nicht bloß alten Wänden, sondern einem sorgfältig bewahrten Stück lokaler Identität, das vor dem Abriss gerettet, restauriert und für die Öffentlichkeit neu erschlossen wurde. Die Vereinsseite beschreibt das Gebäude als „Haus der Geschichte im rechtsrheinischen Bonn“; genau diese Rolle macht den besonderen Reiz des Hauses aus. ([denkmalverein-bonn.de](https://www.denkmalverein-bonn.de/das_buergermeister_stroof_haus))

Suchanfragen rund um das Haus drehen sich vor allem um drei Themen: die Geschichte des Gebäudes und von Leonhard Stroof, die praktischen Besuchsinformationen mit Öffnungszeiten und Anfahrt sowie den musealen Charakter mit Führungen, Bibliothek und Veranstaltungen. Diese Schwerpunkte sind gut nachvollziehbar, denn das Bürgermeister-Stroof-Haus ist zugleich Denkmal, Museum und lebendiger Vereinsort. Wer es besuchen möchte, sucht häufig nach der exakten Adresse in der Adelheidisstraße, nach der Verbindung zu Vilich und Beuel oder nach der Frage, ob der Eintritt frei ist. Genau diese Informationen sind auf den verlässlichen Vereins- und Museumsseiten dokumentiert und bilden die Grundlage für einen Besuch, der sich ebenso für Geschichtsinteressierte wie für spontane Ausflüge eignet. ([denkmalverein-bonn.de](https://www.denkmalverein-bonn.de/das_buergermeister_stroof_haus))

Geschichte des Bürgermeister-Stroof-Hauses in Vilich

Die historische Tiefe des Bürgermeister-Stroof-Hauses beginnt lange vor Leonhard Stroof. Auf der Vereinsseite wird beschrieben, dass aus dem Mittelalter, also aus einer Zeit vor 1500, Reste eines Bruchstein-Bauwerks erhalten sind. Dazu gehören zwei über Eck stehende Außenwände des heutigen Erdgeschosses auf der Südseite, die einen verschütteten Brunnenschacht umschließen. Auch ein noch nicht erschlossener Kellerraum weist auf ältere Bauphasen hin. Das eigentliche Haupthaus dürfte in seinem Kern aus den frühen Jahren des 18. Jahrhunderts stammen. Damit ist das Gebäude nicht nur ein Wohnhaus aus einer vergangenen Epoche, sondern ein Schichtbild lokaler Bau- und Nutzungsgeschichte, in dem sich mittelalterliche Reste, frühneuzeitliche Substanz und spätere Umbauten überlagern. Besonders bemerkenswert ist, dass das Haus trotz der Umbauten noch heute jene Spuren bewahrt, die seine Entwicklung nachvollziehbar machen. ([denkmalverein-bonn.de](https://www.denkmalverein-bonn.de/geschichte))

Eine entscheidende Phase begann um 1800, als Leonhard Stroof das Anwesen umgestaltete. Die Museumsbeschreibung hält fest, dass Stroof damals zwei Gebäude verband, sie aufstockte und repräsentativ ausstattete. Damit wurde aus einem ländlich geprägten Hof- und Wohnensemble ein Amtshaus mit Ausdruck kommunaler Autorität. Diese Rolle hängt eng mit der politischen Umordnung der Region zusammen: Nach der jahrhundertelangen Herrschaft des Stiftes Vilich wurde 1808 unter napoleonischer Verwaltung die zivile Gemeinde Vilich geschaffen, aus der sich später der Stadtbezirk Bonn-Beuel entwickelte. Leonhard Stroof, geboren 1757 und gestorben 1825, war der erste Bürgermeister dieser Gemeinde und führte sein Amt auch nach dem Übergang des Rheinlands an Preußen 1815 weiter. Sein Wohnhaus ist deshalb zugleich das erste kommunale Amtshaus im heutigen rechtsrheinischen Bonn und ein zentraler Ort der Beueler Verwaltungsgeschichte. ([denkmalverein-bonn.de](https://www.denkmalverein-bonn.de/das_buergermeister_stroof_haus))

Auch der Weg zum heutigen Museum ist Teil der Geschichte. Das Wohngebäude überstand nicht nur die Zeitläufe, sondern wurde 1990 grundlegend restauriert. Seit 2009 präsentiert der Denkmal- und Geschichtsverein das gerettete Geschichts- und Architekturdenkmal als öffentliches Museum. Die Vereins- und Museumsseiten betonen, dass das Haus dabei nicht nur als Ausstellungsort dient, sondern zugleich als historische Forschungs-, Bildungs- und Begegnungsstätte verstanden wird. Das ist wichtig, weil das Haus damit nicht in einer musealen Erstarrung verbleibt, sondern seine Geschichte aktiv für heutige Besucherinnen und Besucher erschließt. Der Denkmalcharakter ist also nicht Selbstzweck, sondern Grundlage eines lebendigen Erinnerungsortes, der die Entstehung Beuels, die kommunale Frühgeschichte und die Biografie seines ersten Bürgermeisters miteinander verbindet. ([denkmalverein-bonn.de](https://www.denkmalverein-bonn.de/das_buergermeister_stroof_haus))

Öffnungszeiten, Eintritt und Führungen

Für Besucherinnen und Besucher sind die praktischen Informationen erfreulich klar. Das Bürgermeister-Stroof-Haus ist laut Vereinsseite außer an Feiertagen jeden Freitag und Sonntag von 15:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Eine zweite Vereinsseite ergänzt, dass das Museum freitags und sonntags jeweils von 15:00 bis 18:00 Uhr zugänglich ist, dass keine vorherige Anmeldung erforderlich ist und dass der Besuch auch nach Vereinbarung möglich ist. Diese Angaben machen den Zugang unkompliziert: Wer spontan nach Bonn-Vilich kommt, kann das Haus in einem gut planbaren Zeitfenster besuchen. Gleichzeitig bleibt genügend Flexibilität für Sondertermine, Gruppen oder thematische Führungen, die nicht an die regulären Öffnungszeiten gebunden sind. Für ein Denkmal dieser Art ist das ein großer Vorteil, denn so bleibt der Ort offen und niedrigschwellig zugänglich. ([denkmalverein-bonn.de](https://www.denkmalverein-bonn.de/das_buergermeister_stroof_haus))

Auch beim Preis ist das Haus bewusst offen: Der Eintritt ist kostenlos. Das passt zur Selbstbeschreibung des Vereins, der das Haus nicht nur als Museum, sondern auch als Bildungs- und Begegnungsort betreibt. Besonders interessant ist zudem das Angebot einer kostenlosen Audioguide-Tour, die über das Smartphone genutzt werden kann. So erhalten Gäste Informationen zum Haus, zu einzelnen Räumen und zur Geschichte, ohne dass der Besuch eine aufwendige Vorplanung verlangt. Für alle, die gern in Ruhe schauen und gleichzeitig mehr erfahren möchten, ist diese Kombination sehr attraktiv. Sonderführungen sind nach Vereinbarung möglich; damit eignet sich das Haus nicht nur für den klassischen Wochenendbesuch, sondern auch für Gruppen, Familien, Geschichtsinteressierte oder lokale Initiativen, die einen thematischen Zugang suchen. Die kostenlose Zugänglichkeit ist hier kein Nebenaspekt, sondern ein zentraler Teil des Konzepts. ([denkmalverein-bonn.de](https://www.denkmalverein-bonn.de/das_buergermeister_stroof_haus))

Dass das Haus sich auch für wiederholte Besuche lohnt, hängt mit seiner Dichte an Themen zusammen. Wer zum ersten Mal kommt, betrachtet vielleicht vor allem die historischen Räume und die geschichtliche Einordnung. Wer ein zweites Mal kommt, achtet stärker auf Details wie die Ausstattung, die Erzählweise des Audioguides oder die Verbindung zwischen Hausgeschichte und kommunaler Entwicklung. Gerade weil der Eintritt frei ist, entsteht ein sehr zugängliches Besichtigungsmodell: kurz vorbeischauen, gezielt Informationen sammeln oder den Besuch mit einem Spaziergang durch Vilich verbinden. So wird aus einem Denkmalbesuch schnell eine kleine lokale Entdeckungstour. Die offenen Zeiten am späten Nachmittag und am Sonntag eignen sich dafür besonders gut. ([denkmalverein-bonn.de](https://www.denkmalverein-bonn.de/das_buergermeister_stroof_haus))

Anfahrt zur Adelheidisstraße 3 in Bonn-Vilich

Die Adresse ist eindeutig: Adelheidisstraße 3, 53225 Bonn-Vilich. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, erreicht das Haus laut Vereinsseite bequem von der Haltestelle Vilich der Straßenbahnlinie 66 oder von der Haltestelle Vilich Kloster der Buslinie 640 aus; von beiden Stationen sind es nur wenige Minuten zu Fuß. Die rheinische Museumsdatenbank nennt zusätzlich die gleiche ÖPNV-Anbindung und ergänzt eine Pkw-Anreise über die A59, Ausfahrt 41 BN-Vilich, dann über Sankt Augustiner Straße, Gartenstraße, Ewigstraße und Adelheidisstraße. Damit ist das Haus nicht nur inhaltlich, sondern auch verkehrstechnisch gut angebunden. Gerade die Nähe zur Linie 66 ist für Ausflüge aus Bonn und dem Umland praktisch, weil der Zugang ohne komplizierte Umwege gelingt. ([denkmalverein-bonn.de](https://www.denkmalverein-bonn.de/das_buergermeister_stroof_haus/anfahrt))

Für die Suche nach dem Haus sind auch die unterschiedlichen Bezeichnungen wichtig. In den Suchanfragen tauchen Formulierungen wie Bürgermeister-Stroof-Haus Vilich, Bürgermeister-Stroof-Haus Adelheidisstraße Bonn oder Bürgermeister Straßenhaus auf. Die korrekte und auf den offiziellen Seiten verwendete Schreibweise lautet jedoch Bürgermeister-Stroof-Haus. Wer also navigieren möchte, sollte sich an dieser Schreibweise und an der vollständigen Adresse orientieren. Das ist vor allem bei älteren Karten, bei Stimmen aus dem lokalen Umfeld oder bei Suchergebnissen mit abweichenden Schreibweisen hilfreich. Auch wenn die Umgebung stark von Wohnstraßen geprägt ist, bleibt die Orientierung einfach: Adresse, Linie 66, Bus 640 und der Ortsteil Vilich sind die verlässlichen Schlüssel für die Anreise. ([denkmalverein-bonn.de](https://www.denkmalverein-bonn.de/das_buergermeister_stroof_haus))

Die Lage in Vilich verleiht dem Besuch einen zusätzlichen Reiz. Statt einer anonymen Museumsadresse erwartet die Gäste ein historisch geprägter Ortsteil, dessen Entwicklung eng mit der kommunalen Geschichte von Beuel verbunden ist. Das Haus steht also nicht isoliert, sondern in einem Umfeld, das die Erzählung des Gebäudes ergänzt. Wer mit der Bahn oder dem Bus kommt, erlebt unmittelbar diese Verbindung zwischen historischem Ort und moderner Erreichbarkeit. Wer mit dem Auto fährt, folgt derselben historischen Spur nur auf zeitgemäße Weise. Für Tagesgäste ist das wichtig, weil sich ein Besuch ohne großen logistischen Aufwand planen lässt. Gerade das macht das Bürgermeister-Stroof-Haus zu einem guten Ziel für kurze Kulturstopps, kombinierbare Nachmittagsausflüge und thematische Rundgänge im rechtsrheinischen Bonn. ([denkmalverein-bonn.de](https://www.denkmalverein-bonn.de/das_buergermeister_stroof_haus/anfahrt))

Räume, Ausstattung und historische Besonderheiten

Das Innere des Bürgermeister-Stroof-Hauses ist keineswegs leer oder abstrakt, sondern bewusst als anschaulicher Geschichtsraum gestaltet. Die Vereinsseite nennt den großen Salon, die Amtsstube, den kleinen Salon, das Schlafzimmer, den Blick in den Brunnen und den Dachboden als sichtbare Stationen. Schon diese Raumfolge zeigt, dass das Haus nicht nur als Exponat, sondern als begehbare Erzählung funktioniert. Besucherinnen und Besucher erleben also ein Wohn- und Amtshaus, in dem private, administrative und architektonische Funktionen zusammenkommen. Die Innenansichten auf der Website verdeutlichen zudem, dass die Räume unterschiedlich genutzt und inszeniert werden, ohne ihren historischen Charakter zu verlieren. Gerade der Wechsel zwischen repräsentativen und eher intimen Räumen verleiht dem Haus eine besondere Atmosphäre. ([denkmalverein-bonn.de](https://www.denkmalverein-bonn.de/innenansichten))

Architektonisch ist das Gebäude ebenfalls bemerkenswert. Es gibt den Zustand des frühen 19. Jahrhunderts wieder, also die Zeit zwischen Spätbarock und Biedermeier. Aufgeführt werden Fachwerk des 18. Jahrhunderts, ein nach außen städtisch verputzter Eindruck, ein Hohlziegel- beziehungsweise Strohpuppendach, eine offene Feuerstätte und ein Rauchabzug auf mittelalterlichem Bruchsteingemäuer. Hinzu kommen Herdwand, Brunnen und verborgene Kellergewölbe. Besonders hervorzuheben sind die spätbarocke Innenausstattung, die Kölner Stuckdecken, Wandpanele und die Ausmalung. Die rheinische Museumsdatenbank beschreibt außerdem die stark erhaltene Ausmalung in fast allen Räumen als absolute Rarität für ein rheinisches Fachwerkhaus. Das macht das Haus zu einem seltenen Beispiel für die Verbindung von ländlicher Bauform, städtischem Anspruch und historischer Wohnkultur. ([denkmalverein-bonn.de](https://www.denkmalverein-bonn.de/das_buergermeister_stroof_haus))

Hinzu kommt die museale Erzählung über die Person Leonhard Stroof selbst. Im Haus begegnen den Gästen nicht nur Möbel aus der Zeit des Spätbarocks, des Empire und des Frühbiedermeier, sondern auch Hinweise auf Stroofs Wirken, etwa in der Amtsstube. Die Museumsbeschreibung erwähnt dort Stehpult und Zwicker als Zeichen seines administrativen Alltags. Solche Details wirken klein, sind aber entscheidend für die historische Wirkung: Sie machen aus dem Haus einen Ort des konkreten Lebens und Arbeitens. Wer das Gebäude besucht, bekommt damit nicht nur einen Eindruck von regionaler Baukunst, sondern auch von den Lebensverhältnissen einer rheinischen Bürgermeisterfamilie vor rund zweihundert Jahren. Genau diese Mischung aus baulicher Authentizität und erzählerischer Dichte ist ein wesentlicher Grund dafür, dass das Bürgermeister-Stroof-Haus als Geheimtipp für kulturhistorisch interessierte Besucher gilt. ([rheinischemuseen.de](https://www.rheinischemuseen.de/museum/DE-MUS-987917))

Bibliothek, Archive und Forschung vor Ort

Ein besonderes Merkmal des Bürgermeister-Stroof-Hauses ist seine Funktion als Wissensort. Der Verein unterhält dort eine historische Fachbibliothek zur Geschichte Bonns und der Region. Laut Bibliotheksseite umfasst der Bestand Bücher, Zeitschriften, Serienpublikationen, Bildermappen, Film-DVDs und sogenannte graue Literatur wie Pfarrbriefe oder Vereinsschriften. Der Bestand liegt derzeit bei etwa 1.200 Titeln und gilt speziell zur Geschichte des Stadtbezirks Beuel als weithin vollständig. Für Forschende, Lokalhistorikerinnen und Familieninteressierte ist das ein enorm wertvoller Fundus, weil hier nicht nur Standardliteratur, sondern auch schwer auffindbare regionale Quellen zusammengetragen werden. Die Bibliothek ist katalogisiert und digital erschlossen, was die gezielte Suche erleichtert. ([denkmalverein-bonn.de](https://www.denkmalverein-bonn.de/bibliothek))

Die Nutzung ist bewusst niedrigschwellig organisiert. Die Bibliothek steht jedermann offen und ist zu den regulären Öffnungszeiten des Bürgermeister-Stroof-Hauses nutzbar; nach telefonischer Absprache ist sie auch an anderen Tagen zugänglich. Sie ist kostenlos, um eine freiwillige Spende wird gebeten. Als Präsenzbibliothek ist sie ausschließlich zum Studium vor Ort bestimmt, wobei der historische Große Salon als Leseraum dient. In begründeten Einzelfällen, vornehmlich für Vereinsmitglieder, ist eine beschränkte Ausleihe möglich. Vor Ort gibt es zudem ein Kopiergerät. Diese Details zeigen, dass das Haus nicht nur Erinnerungsort, sondern auch Arbeitsort ist. Wer sich mit Bonner Stadtgeschichte, mit Beueler Geschichte oder mit der Entwicklung des rechtsrheinischen Rheinraums beschäftigt, findet hier eine auf die Region zugeschnittene Informationsbasis. ([denkmalverein-bonn.de](https://www.denkmalverein-bonn.de/bibliothek))

Auch inhaltlich passt diese Bibliotheksfunktion hervorragend zum Selbstverständnis des Hauses. Der Verein präsentiert das Gebäude als Museum sowie als historische Begegnungs-, Forschungs- und Bildungsstätte. Auf der Website finden sich außerdem Bereiche zu Bibliothek & Archive sowie Familienforschung. Das zeigt, dass die Wissensarbeit nicht am Eingang endet, sondern ein Kernbestandteil der Institution ist. Gerade für lokale Recherchefragen, für Schulprojekte oder für genealogische Recherchen ist das ein wichtiger Aspekt. Das Bürgermeister-Stroof-Haus bietet damit mehr als eine klassische Ausstellung: Es ist auch ein Ort, an dem Wissen geordnet, zugänglich gemacht und mit der Stadtgeschichte verbunden wird. ([denkmalverein-bonn.de](https://www.denkmalverein-bonn.de/das_buergermeister_stroof_haus))

Veranstaltungen, StroofKOLLEG und lebendige Geschichtsarbeit

Das Bürgermeister-Stroof-Haus lebt nicht allein von seiner historischen Substanz, sondern ebenso von einem aktiven Veranstaltungsprogramm. Der Verein weist auf die Vortragsreihe StroofKOLLEG hin, die sich mit Themen zur Geschichte Beuels beschäftigt. Hinzu kommen Filmabende unter dem Titel STROOF-Kino, die regelmäßig lokale oder regionale historische Stoffe aufgreifen. Auf der aktuellen Vereinsseite werden außerdem Ausstellungen, Vorträge und thematische Abende dokumentiert. Das ist wichtig, weil dadurch deutlich wird, dass das Haus nicht nur konserviert, sondern fortlaufend erzählt, diskutiert und neu kontextualisiert wird. Die historische Substanz bleibt also nicht still, sondern wird durch Veranstaltungen in die Gegenwart übersetzt. ([denkmalverein-bonn.de](https://www.denkmalverein-bonn.de/denkmal-und-geschichtsverein-bonn-rechtsrheinisch-spielwiese))

Ein besonders aussagekräftiges Beispiel ist die Ausstellung rund um den 200. Todestag von Leonhard Stroof. Der Verein beschreibt dort, dass rund 9.000 Berichte Stroofs überliefert sind und dass daraus rund 100 ausgewählt wurden, um ein breites und teils kurioses Bild seines Wirkens zu zeigen. Genannt werden darin unter anderem Themen wie desertierende Soldaten, Hochwasser, Marktgeschehen oder die legendäre Geschichte um den Mörder Moll. Solche Themen machen deutlich, wie eng lokale Alltagsgeschichte, Verwaltung und gesellschaftliche Konflikte miteinander verwoben waren. Dazu kommt der Umstand, dass im Hof des Museums ein Lapidarium mit seltenen Grenzsteinen besteht. Auch das zeigt die Breite der historischen Arbeit: vom Papierdokument über das Denkmal bis zum Objekt im Innenhof. ([denkmalverein-bonn.de](https://www.denkmalverein-bonn.de/aktuelles))

Für Besucherinnen und Besucher bedeutet das: Ein Termin im Bürgermeister-Stroof-Haus kann immer wieder anders aussehen. Mal steht die Architektur im Vordergrund, mal eine Ausstellung, mal ein Vortrag oder ein Filmabend. Genau diese Mischung macht die Adresse für Suchanfragen wie Museum, Führungen, Programm, Ausstellung oder Geschichte besonders relevant. Wer den Ort kennt, weiß schnell, dass hier nicht nur ein Wohnhaus besichtigt wird, sondern ein sehr aktiver Geschichtsraum. Das Haus verbindet regionale Forschung, bürgerliches Engagement und öffentliche Vermittlung auf eine Weise, die in Bonn-Beuel ausgesprochen charakteristisch ist. Gerade dadurch eignet es sich sowohl für kurze Besuche als auch für inhaltlich vertiefte Wiederholungsbesuche. ([denkmalverein-bonn.de](https://www.denkmalverein-bonn.de/denkmal-und-geschichtsverein-bonn-rechtsrheinisch-spielwiese))

Quellen:

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Häufig gestellte Fragen

Bewertungen

MM

Matthias Müller

21. Mai 2022

Das Haus des ersten Bürgermeisters von Vilich (Beuel). Wunderschön renoviert und mit einem charmanten Museum ausgestattet. Kostenlose Führungen. Ein Besuch für alle Altersgruppen wert. Neben dem Schloss Lede gelegen. Gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

CK

Claudia Knöfel

20. Dezember 2017

Ein lebendiges Denkmal im Herzen des historisch bedeutenden Dorfes Vilich auf der Beueler Seite des Rheins. Hier arbeitete nicht nur die Heilige Adelheid, sondern auch einer der Söhne des Dichters Friedrich Schiller lebte hier – ebenso wie Leonard Stroof, der erste Bürgermeister von Vilich, einer von Napoleon gegründeten Gemeinde. Das Haus enthält Möbel und Alltagsgegenstände aus dem frühen 19. Jahrhundert, darunter Stroofs legendäres Pince-nez und seinen offiziellen Schreibtisch. Das einst baufällige Haus wurde über viele Jahre liebevoll von Mitgliedern des Bonn-Rechtsrheinischen Heimat- und Geschichtsvereins restauriert und ist so zu einem wahren Geheimtipp für Ausflüge in der Region Bonn geworden. Die kleine, aber hervorragende Bibliothek ist für Geschichtsinteressierte sehr zu empfehlen. Führungen sind nicht nur während der Öffnungszeiten, sondern auch auf Anfrage verfügbar.

RA

Reinhard A.

17. Dezember 2017

Die Residenz und das Büro des ersten Bürgermeisters der Gemeinde Vilich, später Beuel, jetzt der Sitz der Bonn rrh. Historischen Gesellschaft und eine museumsgleiche Gedenkstätte. Umfassend restauriert und liebevoll eingerichtet. Kostenlose Führungen während der Öffnungszeiten. Eine informative Reise in die Geschichte Beuels!

TT

Teodor Teleagă

20. Oktober 2024

Toller Besuch heute mit einer wunderbaren Führung durch den örtlichen Geschichtsverein! Ich würde gerne wiederkommen!

ES

Elke Schulte

25. März 2025

Sehr empfehlenswert! Veranstaltungsinformationen auf der Website.